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	<title>Museum Barberini Potsdam &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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	<description>News aus Kultur und Politik</description>
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	<title>Museum Barberini Potsdam &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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		<title>Expressionisten zeigen Abstraktes in Potsdam</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2022 19:51:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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					<description><![CDATA[Form der Freiheit Berlin · „Gut Ding will Weile haben“, sagte einst der Dichter Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen im]]></description>
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<h5 class="wp-block-heading">Form der Freiheit</h5>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="481" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-1024x481.jpg" alt="" class="wp-image-2878" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-1024x481.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-500x235.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-350x164.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-768x360.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-360x169.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-1536x721.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-2048x961.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-390x183.jpg 390w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-130x61.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-650x305.jpg 650w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>F<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-black-color">oto: David von Becker</mark></strong></figcaption></figure>



<p></p>



<p>Berlin · „Gut Ding will Weile haben“, sagte einst der Dichter Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen im 17. Jahrhundert, und da mag er wohl recht haben. Die derzeitige Sonderausstellung „Internationale Abstraktion nach 1945“ vom jungen Kurator Daniel Zamani hat ihre Planungsphase in der guten alten Zeit von 2018 begonnen. 2018 ein vergangenes Sehnsuchtsjahr, wo Corona als Bier oder schrullige Eurodance-Band bekannt war und vor allem ohne einen Krieg in Europa.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><br>Ausstellung zeigt transatlantisches Wechselspiel</h3>



<p>Das intendierte Bestreben des Kurators Zamani ist nicht nur der Versuch eines transatlantischen Dialogs von Mitte der 40-iger Jahre bis zum Ende des Kalten Krieges, sondern ebenfalls ein Wechselspiel der universellen Bildsprache der abstrakten Expressionisten des freiheitlichen Westens in Abgrenzung vom sozialistischen Realismus der DDR – die internationale Ausstellung im <a href="https://freigeist-magzine.de/2018/07/08/gerhard-richter-abstraktion/" title="">Hause Baberini</a> ist sozusagen in die Zeit gefallen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><br>50 Künstler:innen begeben sich auf existentielle Sinnsuche</h3>



<p>In den rund 100 Arbeiten begeben sich über 50 renommierten Künstler:innen auf eine existentielle Sinnsuche. Sie vollziehen einen starken Wendepunkt in der Malerei, in dem sie das realistische Abbilden verwerfen und Platz machen für einen expressiven Umgang mit Form, Farbe und Material. Die bloße Geste mit dem Pinsel wird bei den abstrakten Expressionisten zu einem Ausdruck von individueller Freiheit. Große Bildformate schaffen einen meditativen Raum und bringen den Betrachter in die Situation, sich mit seinem Sein und seinem Unterbewussten auseinanderzusetzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><br>Besonders der Einfluss der Malerinnen wird hervorgehoben&nbsp;− Hedda Sterne eröffnet die Kuration</h3>



<p>Die Ausstellung „Internationale Abstraktion nach 1945“ hebt besonders den Einfluss der Malerinnen aus der Nachkriegszeit hervor; wie Hedda Sterne, Joan Mitchell, Judith Reigl oder Lee Krasner. Sie eröffnet mit dem Werk „N.Y. #7“ (Leihgabe vom Museum of Modern Arts) von Hedda Sterne aus 1954. Sterne, eine Exil-Künstlerin jüdisch-rumänischer Abstammung, war eine von wenigen Malerinnen, die sich im männerdominierenden Kunstbetrieb in den USA behaupten konnte. In ihrer Werkserie „N.Y.“ drückt sie ihre Begeisterung für ihr neues Heimatland USA aus.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><br>Starke Farben, Farbspritzer, Schlieren dominieren in den Arbeiten</h3>



<p>Während Besucher noch meinen, in Sternes Werken Abbilder hineinlesen zu können, sieht es bei den Arbeiten von Norman Bluhm („Blaue Klinge“, 1961 oder „Weißes Licht“, 1958), Lee Krasner („Durch Blau“, 1963) oder ihrem Mann <a href="https://freigeist-magzine.de/wp-admin/customize.php?url=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2F2022%2F07%2F01%2F2833%2F" target="_blank" rel="noopener" title="">Jackson Pollock</a> („Verzauberter Wald“, 1947) anders aus. Hier dominieren starke Farben, Farbspritzer, Schlieren und Komposition; dadurch erreichen die Bilder einen Puls und wirken dynamisch. Kunstwerke, die weiter in die Zeit gehen, verlieren an Bildnamen. Damit möchten ihre Künstler ihre gewonnene Ausdrucksfreiheit an die Betrachter weitergeben.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><br>Kein Verweis auf Ding-Welten&nbsp;− Ad Reinhardt macht es vor</h3>



<p>Abstrakte Expressionisten verweisen auf keine Ding-Welten mehr, sondern ermöglichen eine demokratische Kunstform, in dem sie dem Betrachter die individuelle Freiheit der eigenen Interpretation ermöglichen. Was so vielversprechend klingt, ist in der Praxis weniger der Fall. Spätestens bei Arbeiten von Ad Reinhardt oder Morris Louis („Saf Heh“, 1959), verzweifeln selbst Kunstkenner. Reinhardts „Schwarz auf Schwarz Nr.8“ zeigt auf faszinierender Art die höchste Form von abstrakter Malerei.</p>



<p>In seiner Serie „Black Paintings“ reduziert er die Werke auf die Farbe Schwarz. Er versucht dadurch den Bildern jede Form von künstlerischen Emotionen oder Meinungen zu nehmen. Der Betrachter wird bei Reinhard gerade zu gezwungen, sich mit sich selbst zu beschäftigen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><br>Kunstliebhabern wird die Ausstellung ans Herz gelegt</h3>



<p>„Die Leinwand als Bühne, auf der sich kreative Köpfe frei und spontan entfalten können.“, ein Text, der den Anfang der Ausstellung schmückt und geradezu einlädt, die Ausstellung „Internationale Abstraktion nach 1945“ zu besuchen. Kunstliebhabern kann sie nur ans Herz gelegt werden, weil die Sammlung von Hasso Plattner um Leihgaben von mehr als 30 internationalen Museen und Privatsammlungen ergänzt wurde. Ferner haben Besucher die Möglichkeit, neben der Sonderausstellung „Internationale Abstraktion nach 1945“, sich die größte Monet-Sammlung außerhalb Frankreichs anzuschauen.</p>



<p>Museum Baberini in Potsdam, „Internationale Abstraktion nach 1945“ läuft bis zum 25. September 2022. Tickets sind ermäßigt ab 10 Euro und regulär ab 16 Euro vor Ort oder im online Shop zu erwerben.</p>



<p></p>
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		<title>Expressionisten zeigen Abstraktes in Potsdam</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2022 18:54:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Ausstellung „Internationale Abstraktion nach 1945“ knallt mit voller Wucht in unsere jetzige Zeit. Kurator Daniel Zamani hat 2018 mit der Planung begonnen. Zu sehen im Potsdamer Museum Baberini ist sie bis Ende September 2022.]]></description>
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<p>Form der Freiheit</p>



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<p>Die Ausstellung „Internationale Abstraktion nach 1945“ knallt mit voller Wucht in unsere jetzige Zeit. Kurator Daniel Zamani hat 2018 mit der Planung begonnen. Zu sehen im Potsdamer Museum Baberini ist sie bis Ende September 2022.</p>



<p>Berlin · „Gut Ding will Weile haben“, sagte einst der Dichter Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen im 17. Jahrhundert, und da mag er wohl recht haben. Die derzeitige Sonderausstellung „Internationale Abstraktion nach 1945“ vom jungen Kurator Daniel Zamani hat ihre Planungsphase in der guten alten Zeit von 2018 begonnen. 2018 ein vergangenes Sehnsuchtsjahr, wo Corona als Bier oder schrullige Eurodance-Band bekannt war und vor allem ohne einen Krieg in Europa.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ausstellung zeigt transatlantisches Wechselspiel</strong></h5>



<p>Das intendierte Bestreben des Kurators Zamani ist nicht nur der Versuch eines transatlantischen Dialogs von Mitte der 40-iger Jahre bis zum Ende des Kalten Krieges, sondern ebenfalls ein Wechselspiel der universellen Bildsprache der abstrakten Expressionisten des freiheitlichen Westens in Abgrenzung vom sozialistischen Realismus der DDR – die internationale Ausstellung im <a href="https://freigeist-magzine.de/2018/07/08/gerhard-richter-abstraktion/" data-type="post" data-id="1738">Hause Baberini</a> ist sozusagen in die Zeit gefallen.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>50 Künstler:innen begeben sich auf existentielle Sinnsuche</strong></h5>



<p>In den rund 100 Arbeiten begeben sich über 50 renommierten Künstler:innen auf eine existentielle Sinnsuche. Sie vollziehen einen starken Wendepunkt in der Malerei, in dem sie das realistische Abbilden verwerfen und Platz machen für einen expressiven Umgang mit Form, Farbe und Material. Die bloße Geste mit dem Pinsel wird bei den abstrakten Expressionisten zu einem Ausdruck von individueller Freiheit. Große Bildformate schaffen einen meditativen Raum und bringen den Betrachter in die Situation, sich mit seinem Sein und seinem Unterbewussten auseinanderzusetzen.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Besonders der Einfluss der Malerinnen wird hervorgehoben&nbsp;− Hedda Sterne eröffnet die Kuration</strong></h5>



<p>Die Ausstellung „Internationale Abstraktion nach 1945“ hebt besonders den Einfluss der Malerinnen aus der Nachkriegszeit hervor; wie Hedda Sterne, Joan Mitchell, Judith Reigl oder Lee Krasner. Sie eröffnet mit dem Werk „N.Y. #7“ (Leihgabe vom Museum of Modern Arts) von Hedda Sterne aus 1954. Sterne, eine Exil-Künstlerin jüdisch-rumänischer Abstammung, war eine von wenigen Malerinnen, die sich im männerdominierenden Kunstbetrieb in den USA behaupten konnte. In ihrer Werkserie „N.Y.“ drückt sie ihre Begeisterung für ihr neues Heimatland USA aus.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Starke Farben, Farbspritzer, Schlieren dominieren in den Arbeiten</strong></h5>



<p>Während Besucher noch meinen, in Sternes Werken Abbilder hineinlesen zu können, sieht es bei den Arbeiten von Norman Bluhm („Blaue Klinge“, 1961 oder „Weißes Licht“, 1958), Lee Krasner („Durch Blau“, 1963) oder ihrem Mann <a href="https://freigeist-magzine.de/2013/09/23/horma-houellebecqs-leichenteile-sehen-aus-wie-ein-gemalde-von-pollock/" data-type="post" data-id="166">Jackson Pollock</a> („Verzauberter Wald“, 1947) anders aus. Hier dominieren starke Farben, Farbspritzer, Schlieren und Komposition; dadurch erreichen die Bilder einen Puls und wirken dynamisch. Kunstwerke, die weiter in die Zeit gehen, verlieren an Bildnamen. Damit möchten ihre Künstler ihre gewonnene Ausdrucksfreiheit an die Betrachter weitergeben.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Kein Verweis auf Ding-Welten&nbsp;− Ad Reinhardt macht es vor</strong></h5>



<p>Abstrakte Expressionisten verweisen auf keine Ding-Welten mehr, sondern ermöglichen eine demokratische Kunstform, in dem sie dem Betrachter die individuelle Freiheit der eigenen Interpretation ermöglichen. Was so vielversprechend klingt, ist in der Praxis weniger der Fall.&nbsp; Spätestens bei Arbeiten von Ad Reinhardt oder Morris Louis („Saf Heh“, 1959), verzweifeln selbst Kunstkenner. Reinhardts „Schwarz auf Schwarz Nr.8“ zeigt auf faszinierender Art die höchste Form von abstrakter Malerei.</p>



<p>In seiner Serie „Black Paintings“ reduziert er die Werke auf die Farbe Schwarz. Er versucht dadurch den Bildern jede Form von künstlerischen Emotionen oder Meinungen zu nehmen. Der Betrachter wird bei Reinhard gerade zu gezwungen, sich mit sich selbst zu beschäftigen.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Kunstliebhabern wird die Ausstellung ans Herz gelegt</strong></h5>



<p>„Die Leinwand als Bühne, auf der sich kreative Köpfe frei und spontan entfalten können.“, ein Text, der den Anfang der Ausstellung schmückt und geradezu einlädt, die Ausstellung „Internationale Abstraktion nach 1945“ zu besuchen. Kunstliebhabern kann sie nur ans Herz gelegt werden, weil die Sammlung von Hasso Plattner um Leihgaben von mehr als 30 internationalen Museen und Privatsammlungen ergänzt wurde. Ferner haben Besucher die Möglichkeit, neben der Sonderausstellung „Internationale Abstraktion nach 1945“, sich die größte Monet-Sammlung außerhalb Frankreichs anzuschauen.</p>



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<p>Museum Baberini in Potsdam, „Internationale Abstraktion nach 1945“ läuft bis zum 25. September 2022. Tickets sind ermäßigt ab 10 Euro und regulär ab 16 Euro vor Ort oder im online Shop zu erwerben.</p>
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		<title>Gerhard Richter. Abstraktion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Jul 2018 14:28:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="702" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/07/ausstellungsansicht_gerhard_richter_8-1-1024x702.jpg" alt="" class="wp-image-1740" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/07/ausstellungsansicht_gerhard_richter_8-1-1024x702.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/07/ausstellungsansicht_gerhard_richter_8-1-350x240.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/07/ausstellungsansicht_gerhard_richter_8-1-500x343.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/07/ausstellungsansicht_gerhard_richter_8-1-768x527.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/07/ausstellungsansicht_gerhard_richter_8-1-360x247.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/07/ausstellungsansicht_gerhard_richter_8-1-299x205.jpg 299w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/07/ausstellungsansicht_gerhard_richter_8-1-130x90.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/07/ausstellungsansicht_gerhard_richter_8-1-650x446.jpg 650w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/07/ausstellungsansicht_gerhard_richter_8-1.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Ausstellungsansicht Gerhard Richter. Foto: Helge Mundt    </figcaption></figure>



<p>Auf einer Ausstellungsfläche von 1 200 m² präsentiert das Museum Barberini in Potsdam mit <em>&#8222;Gerhard Richter. Abstraktion</em>&#8220; 94 abstrakte Werke aus internationalen Museums- und Privatsammlungen des deutschen Malers Gerhard Richter.</p>



<p>Wie fein gemalte Neonröhre in Grautönen wirkt Gerhard Richters Bild <em>&#8222;Vorhang (hell)</em>&#8220; aus dem Jahr 1965. Erst die schwarze Abgrenzung am Bildende lässt den hellgrauen Vorhang erkennen. Richters Bildreihe <em>&#8222;Graue Bilder</em>&#8220; widmet sich in den 1960-iger Jahren der Fotografie und experimentiert mit deren reduzierter Ästhetik von Schwarz und Weiß. Das vorangegangene Werk <em>&#8222;Vorhang</em>&#8220; (1964) ist durch die dunklen Schattierungen wesentlich detaillierter und lässt auf Anhieb den Vorhang erkennen. Die erwählte strenge Komposition ermöglicht Richter über neutrale Motive, den Blick auf die Textur und die Illusion zu lenken. Einige Bilder aus Richters Reihe >>Graue Bilder&lt;&lt; erinnern an optische Täuschungen oder sehen nahezu wie eine Fotografie aus.</p>



<p>In der Ausstellung <em>&#8222;Gerhard Richter. Abstraktion</em>&#8220; kuratiert Dietmar Elger, Leiter des Gerhard Richter Archivs an der staatlichen Kunstsammlung Dresden, unterschiedliche Bildreihen des bildenden Künstlers, Gerhard Richter und vereint Werke von Richter, die sich abstrakten Strategien und Verfahrensweisen zuwenden. Die Bildreihe &#8222;Graue Bilder&#8220; ist der Beginn in eine Auswahl von knapp 94 Werken des Künstlers, die von internationalen Museen und Privatsammlungen zusammengetragen wurden. Viele der Arbeiten sind in der Ausstellung <em>&#8222;Gerhard Richter. Abstraktion&#8220; </em>erstmals öffentlich zugänglich. Alle abstrakten Werke des Malers, Gerhard Richter haben gemein, dass seine Maltechniken, sein Umgang mit Farben und der Zufall seine Arbeiten besonders machen. In <em>&#8222;1024 Farben</em>&#8220; (1974), Lackfarbe auf Leinwand, hat Richter mit äußerster Präzision ein Mosaikbild aus 1024 Quadraten mit unterschiedlichen Farben geschaffen. Das Bild erinnert an eine industriell erstellte Farbpalette aus dem Baumarkt. Diese Wirkung erzeugt unter anderem die Lackfarbe auf Leinwand. Im Vergleich zu<em> &#8222;192 Farben</em>&#8220; (1966), hier hat Richter Ölfarbe verwendet, die die einzelnen Pinselstriche des Künstlers erkennen lassen.</p>



<p>Richters abstrakte Bilder beschreiben dadurch auch die Sehnsucht des Menschen zu modernen Technologien und die Anziehung von maschineller Produktion. In seinen etwas neueren Werken, wie &#8222;Pyramide&#8220; (1983) arbeitet Richter mit einem selbstgebauten Rakel. Mit dem Rakel, das ist ein Abstreichholz, kann Richter Farbe auf- und abtragen und es ermöglicht ihm zufällige textuelle Effekte. Das Bild &#8222;Pyramide&#8220; ist ein Farbspektakel mit leuchtenden Farben, wie Neongrün, helles Gelb, Pastellrosa, Rosa, Rot, Schwarz, Hellblau, Weiß. Richters bekannter Druck <em>&#8222;Strip&#8220; (2013/ 2016) </em>vereint unterschiedliche Farbstriche auf Papier zwischen Alu-Dibond und Acrylglas. Hier hat der Maler vollends digitale Technologie in menschliche Schöpfung verwandelt.</p>



<p>Die gesamten Werke der Ausstellung <em>&#8222;Gerhard Richter. Abstraktion&#8220; </em>sind im <a href="https://freigeist-magzine.de/2022/07/01/2833/" data-type="post" data-id="2833">Potsdamer Museum Barberini</a> zu sehen. Der Kurator von <em>&#8222;Gerhard Richter. Abstraktion&#8220; </em> Dietmar Elger hat mit der Ausstellung einen roten Faden durch Richters Malerei und Maltechniken geschaffen und bringt dadurch konzentriert die erstaunlichen Effekte in den Bildern von dem Maler Richter zum Ausdruck, sodass Richters einzigartige Malweise sichtbar wird. Richters Experiment menschliche Produktionen durch moderne Technologien zu erweitern, wird hier sehr eindrucksvoll und fesselnd ausgestellt. Richters malerische Entwicklung ist noch bis zum 21.10.2018 im Museum Barberini in Potsdam zu bewundern. Neben den knapp 94 Werken des Künstlers auf einer Ausstellungsfläche von 1 200 m², bietet das Museum ein umfangreiches Vermittlungsangebot, wie Videos mit Interviews oder der Arbeitsweise von Richter im Auditorium.</p>



<p><em><a href="https://www.museum-barberini.com/gerhard-richter-abstraktion/">&#8222;Gerhard Richter. Abstraktion</a>&#8222;, </em><em>t</em><em>äglich außer dienstags 10-19 Uhr, Eintritt: 14-10 Euro.</em></p>
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