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	<title>Maxim Gorki Theater &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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	<description>— News aus Kultur und Politik</description>
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	<title>Maxim Gorki Theater &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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		<title>Kill your Darlings: Superfrauen beleben Mondtags Rotes Haus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Oct 2025 16:25:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[7. Berliner Herbstsalon]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterklasse]]></category>
		<category><![CDATA[Das Rote Haus]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Sommer ist vorbei. Und das Berliner Maxim Gorki Theater lädt zum siebten Herbstsalon. Im Fokus steht das Rote Haus in Kreuzberg.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Berlin <strong>∙</strong> Der Sommer ist vorbei. Die ersten Blätter sind schon gefallen. Und wie die Berliner Tradition es verlangt, lädt das Maxim Gorki Theater zum Herbstsalon. Auftakt hat Shermin Langhoffs siebter Salon mit <a href="https://freigeist-magzine.de/das-internat-mondtag/" target="_blank" rel="noopener" title=""><strong>Ersan Mondtags</strong></a> postmigrantischer Inszenierung „das Rote Haus“. Ein Ort, der verspricht, alles zu verändern und neuzudenken.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Postmigrantische Frauen als stummes Uhrwerk der Arbeit</h4>



<p></p>



<p>Die Uhr steht. Sie lässt den Zeiger immer wieder an der gleichen Stelle aufschlagen, um ihr Herz (das Uhrwerk) in rhythmischen Tönen in den schwach-beleuchteten Theatersaal zu tragen. Dennoch wirkt die geschaffene Szenerie kalt. Und als der Vorhang aufgeht, steht die Frage im Raum, wo befinden wir uns?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-3647" style="width:434px;height:auto" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-1024x682.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-500x333.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-350x233.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-768x511.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-360x240.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-1536x1022.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-2048x1363.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-308x205.jpg 308w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-130x87.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-650x433.jpg 650w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><br>&#8222;Das Rote Haus&#8220; von Mondtag Foto:Thomas Aurin</figcaption></figure>
</div>


<p>Erziehungsanstalt? Hof? Wartesaal? Pflegeeinrichtung? Das Rote Haus auf der Stresemannstraße 30 in Berlin-Kreuzberg hat eine lange Geschichte hinter sich. So scheint es wenig verwunderlich, dass der siebte Berliner Herbstsalon sich dieses postmigrantische Monument als Ausgangspunkt nimmt, um über <a href="https://freigeist-magzine.de/erbschaft-einer-kaempferin-ich-bin-allein-ich-will-keinen-mann-ich-bin-frei/" target="_blank" rel="noopener" title=""><strong>Frauen aus der Arbeiterklasse</strong></a> zu sprechen. Jene <em>„(…) schöne, gebildete, würdevolle, junge Frauen der ersten Generation von Einwanderinnen (…) die sich mit Arbeit unabhängig machte(n), sich emanzipierte(n) und dabei andere Frauen unterstützte(n).“</em>, wie Langhoff es ausdrückt.</p>



<p>In Ersan Mondtags Inszenierung „das Rote Haus“ treffen wir auf vier dieser Frauen, Canan, Keriman, Saadet, Yüksel. Alle vier sind ihrem <a href="https://freigeist-magzine.de/tagtraum-im-verhaltnis-zum-schlaf-traum-unter-berucksichtigung-des-funktionalen-phanomens-von-herbert-silberer/" target="_blank" rel="noopener" title=""><strong>Traum</strong></a> von Unabhängigkeit gefolgt. Sie kamen nach Berlin, nahmen eine Anstellung bei dem Elektronikunternehmen Telefunken an und zogen dafür in das firmeneigene Wohnheim, das Rote Haus.</p>



<p>Angekommen in dem Gebäude, warten die nun gealterten Frauen. Nacheinander und im Loop gefangen fragen sie, „Sind Sie meine Enkelin?“. Teilweise schon genervt, schauen die betroffenen, jungen, rauchenden Pflegekräfte (Arbeiterinnen) von ihrem Smartphone auf. Sie wollten eine Auszeit auf dem Hof nehmen. Widerwillig gehen sie auf die suchende, gealterte Frau zu, nehmen sie an die Hand. Eine <a href="https://freigeist-magzine.de/house-for-sale-ein-haus-geht-auf-distanz/" target="_blank" rel="noopener" title=""><strong>Symbiose</strong></a> entsteht.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><br>Superfrauen werden zu biografischen Blitzlichtern des Roten Hauses</h4>



<p></p>



<p>Es beginnt eine biografische Rückblende in schwarz-weißen Pop-Art. Ein Cartoon, der sich mit den Schattenbildern von gealterten Ich und Alter Ego erweitert. Die Frauen, Canan, Keriman, Saadet und Yüksel werden in ihrer Blende wie <a href="https://freigeist-magzine.de/romaarmee/" target="_blank" rel="noopener" title=""><strong>Superheldinnen</strong></a> vorgestellt; so bekommt Yüksel den Beinamen, die Resolute.</p>



<p>Ihre Geschichten wirken wie historische Blitzlichter des Roten Hauses, weil sie kurze biografischen Sequenzen sind; die zu dicht, zu komplex und zu schnell abgehandelt werden. Letztendlich bleibt nichts von den Geschichten der Frauen im Gedächtnis haften.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><br>„Kill Your Darlings!“ für glänzende Superfrauen</h4>



<p></p>



<p>Die biografischen Sequenzen haben eine Zeitverschiebung herbeigeführt, sodass das junge Alter Ego in einem Mehrbettzimmer aufwacht. Es sind die 60er. Eine Zeit, in der die Frauen bei Telefunken angestellt waren. Im Wechselspiel und durch die Zeit reisend, erscheinen Alter Ego und gealtertes Ich; dabei nimmt das gealterte Ich in erster Linie eine kommentierende Rolle ein. Wirklich mehr erfahren wir von den Superfrauen nicht. Die Geschichte des Hauses rückt in den Vordergrund.</p>



<p>Ersan Mondtag und sein Inszenierungsteam hätten sich einen Gefallen getan, wenn sie die Worte und die Geschichten der Frauen in den Fokus gestellt hätten. Wie <a href="https://freigeist-magzine.de/cry-baby-pollesch/" target="_blank" rel="noopener" title=""><strong>René Pollesch</strong></a> es einst sagte, Kill Your Darlings!“; weniger ist oft mehr.</p>



<p></p>



<p></p>



<h4 class="wp-block-heading">ЯE:IMAGINE – The Red House ist bis zum 30. November 2025 zu erleben</h4>



<p></p>



<p>Das Rote Haus auf der Stresemannstraße 30 bildet den Rahmen des siebten <a href="https://freigeist-magzine.de/stolpersteine-kroesinger-dura/" target="_blank" rel="noopener" title=""><strong>Herbstsalons</strong></a> und lädt mit unterschiedlichen Arbeiten zur Reflexion der Gegenwart ein, „<em>um das Heute zu begreifen,</em> <em>(müssen wir) das Gestern kennen. Anders bekommen wir exakt das Morgen, das wir nicht brauchen können.“</em>, schreibt Langhoff zu Яe:imagine. Ihre Worte sind ein guter Wegweiser für Deutschlands politische Misere, die droht in einer bereits erlebten Katastrophe zu enden. – Der <a href="https://www.gorki.de/de/spielplan" target="_blank" rel="noopener" title=""><strong>Herbstsalon 2025</strong></a> ist noch bis zum 30. November geöffnet.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="7. Berliner Herbstsalon ЯE:IMAGINE: THE RED HOUSE (Teaser) | Maxim Gorki Theater" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/MuE3T_cbWP8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p></p>
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		<title>Triggerwarnung! &#8222;Das ist keine Einladung zum Sex!&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Sep 2018 20:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
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				<![CDATA[]]>		]]></description>
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<p></p>



<p></p>


<p><![CDATA[<p align="justify"]]&gt;<span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Yael Ronen und ihr Gorki-Ensemble nehmen sich in <i>&gt;&gt;</i><i>Yes But No&lt;&lt; </i>dem Thema <i>#Me</i><i>T</i><i>oo</i> an und versuchen mit Witz und Gesang ein intimes Theater zu schaffen, welches interaktiv mit dem Publikum zusammenarbeitet.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">Wellnessu</span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">rlaub auf der Bühne. </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">In Bademäntel gekleidete</span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"> Schauspieler*innen </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>(</i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>Riah May Knight, Lindy Larsson, Svenja Liesau, Orit Nahmias, Taner </i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>Ş</i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>ahintürk), </i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">die sich </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">liegend </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">auf </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">den </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">quadratische</span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">n</span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"> Hocker</span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">n</span></span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">rekeln </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">und auf einen ruhigen Zuschauersaal warten, erlebt </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">das Publikum eher</span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"> selten. Sobald </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">es still ist</span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">, berichtet </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">die leicht bekleidete </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">Schauspielerin Orit Nahmias, was an diesem Theaterabend passieren wird und zwar werden wir hier alle ganz intim. Auch wenn wir uns gerade mal 5-10 Minuten kennen, möchte das Gorki-Ensemble die Gelegenheit, in der Menschen nicht auf ihr Smartphone schauen, nutzen, um de</span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">m</span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"> Riss im System, welches beispielsweise </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>#MeToo </i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">möglich </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">macht</span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">, eine lebenswertere Gesellschaft entgegensetzen. Eine Gesellschaft, die sich vom Machtgefühl der Dominanz entfernt und sich der Kooperation zuwendet. Aber die Einladung zum Versuch </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>&gt;&gt;From Domination to </i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>C</i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>ooperation&lt;&lt; </i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">ist </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>&gt;&gt;keine Einladung zum Sex!&lt;&lt;</i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">, betont Schauspielerin Nahmias, </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">sondern ein Workshop, der im Anschluss an die Vorstellung versucht, gemeinsam mit den Zuschauern Grenzen auszuloten. </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">Intim und musikalisch geht de</span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">r</span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"> A</span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">bend </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">weiter und erforscht über (persönliche) Erlebnisse </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">der Schauspieler*innen </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">die Räume </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">von</span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"> sexuellen Erfahrungen, wie </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>&gt;&gt;H</i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>ampelmänner tanzen&lt;&lt;,</i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"> Experimente mit dem Dildo von Mutter oder haushaltsüblichen Gemüse. </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>Oder Kondome auf Penisse aufziehen und </i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>sich </i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>gegenseitig im Arm halten, weil Homosexuelle d</i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>as </i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>so machen.</i></span></span></span></p>
<figure id="attachment_2041" aria-describedby="caption-attachment-2041" style="width: 465px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class="wp-image-2041" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/yesbutno_mg_7590c_ute_langkafel_maifoto-1-1024x683.jpg" alt="" width="465" height="310" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/yesbutno_mg_7590c_ute_langkafel_maifoto-1-1024x683.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/yesbutno_mg_7590c_ute_langkafel_maifoto-1-350x233.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/yesbutno_mg_7590c_ute_langkafel_maifoto-1-500x333.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/yesbutno_mg_7590c_ute_langkafel_maifoto-1-768x512.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/yesbutno_mg_7590c_ute_langkafel_maifoto-1-360x240.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/yesbutno_mg_7590c_ute_langkafel_maifoto-1-1536x1024.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/yesbutno_mg_7590c_ute_langkafel_maifoto-1-2048x1366.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/yesbutno_mg_7590c_ute_langkafel_maifoto-1-307x205.jpg 307w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/yesbutno_mg_7590c_ute_langkafel_maifoto-1-130x87.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/yesbutno_mg_7590c_ute_langkafel_maifoto-1-650x433.jpg 650w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/yesbutno_mg_7590c_ute_langkafel_maifoto-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 465px) 100vw, 465px" /><figcaption id="caption-attachment-2041" class="wp-caption-text"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">&gt;&gt;</span><span lang="de-DE">YES BUT NO</span><span lang="de-DE">&lt;&lt;, </span><span lang="de-DE">Riah May Knight, Lindy Larsson, Taner Şahintürk, Svenja Liesau, </span><span lang="de-DE">Foto: </span><span lang="de-DE">Ute Langkafel</span><span lang="de-DE">.</span></span></span></figcaption></figure>
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<p align="justify"> </p>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Die meist</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">en</span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Geschichten </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">sind amüsant, zynisch und steigern sich bis zu </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Erlebnissen von sexuellen Missbrauch. Beispielsweise erzählt Schauspielerin Svenja Liessan von </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">der </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">täglichen Vergewaltigungen ihre</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">s</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> Stiefvater</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">s</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">. Und </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">von </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ihrer Mutter, die währen</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">d</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> der Momente des sexuellen Übergriffs im Bad den Haartrockner eingeschalte</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">t </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">hat</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">. Diese Erzählungen sind sehr verstörend und nicht geeignet für vorbelastete Persönlichkeiten, weswegen es wünschenswert wäre, wenn in der </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Stücka</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">nkündigung eine </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Triggerwarnung vermerkt wird.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Regisseurin Ronen koppelt die</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> unterschiedlichen Erzählungen und Diskussionsbeiträge mit musikalischen Einlagen, die unter anderem von dem israelischen Komponisten Duo, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Yaniv Fridel und Ofer Shabi </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">und de</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">m</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> Songschreiber Shlomi Shaban </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">produziert wurden. Die Gesangseinlagen des Ensembles passen sich der </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>#MeToo-Thematik</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> an </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">und behandeln Problemfelder auf dem künstlerischen Niveau eines Musicals, wie </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;eine Einverständniserklärung zum Sex&lt;&lt; </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">oder wann ist ein NEIN! Ein NEIN! Auch wenn Ronens </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Yes But No&lt;&lt; </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">zentrale Punkte der </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>#MeToo-Thematik</i></span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">anspricht und einen Raum für sexuellen Missbrauch öffnet, ist die Inszenierung insgesamt eher schwach. D</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">as</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> liegt unter anderem an einem fehlenden Konstrukt oder Plot, der den Abend zusammenhält. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Auch das Spiel mit Videoelementen ist eher mager; eine Livecam wäre hier für mich interessanter gewesen, als das bloße Abspielen von Videos. Beneidenswert ist aber, dass Ronen und ihr Ensemble versuchen mit </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Yes But No&lt;&lt; </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ein </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>partizipatives Theater</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> zu kreieren und die Theatervorstellung zu einem diskursiven Raum machen, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">um ein anderes Machtverhältnis zu schaffen</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i><b>&gt;&gt;</b></i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i><b>YES BUT NO</b></i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i><b>&lt;&lt;</b></i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>,</i></span></span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><i>Maxim Gorki Theater Berlin</i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">, </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">Weitere Vorstellungen, </span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">28.9., 5.10. und 29.10.</span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"> Karten unter: </span></span></span><a href="mailto:ticket@gorki.de"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ticket@gorki.de</span></span></a><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"> und 030 20221-115.</span></span></span></p>
<p> </p><p><a class="a2a_button_facebook" href="https://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Fyes-but-no-yael-ronen%2F&amp;linkname=Triggerwarnung%21%20%E2%80%9EDas%20ist%20keine%20Einladung%20zum%20Sex%21%E2%80%9C" title="Facebook" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_mastodon" href="https://www.addtoany.com/add_to/mastodon?linkurl=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Fyes-but-no-yael-ronen%2F&amp;linkname=Triggerwarnung%21%20%E2%80%9EDas%20ist%20keine%20Einladung%20zum%20Sex%21%E2%80%9C" title="Mastodon" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_email" href="https://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Fyes-but-no-yael-ronen%2F&amp;linkname=Triggerwarnung%21%20%E2%80%9EDas%20ist%20keine%20Einladung%20zum%20Sex%21%E2%80%9C" title="Email" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Fyes-but-no-yael-ronen%2F&#038;title=Triggerwarnung%21%20%E2%80%9EDas%20ist%20keine%20Einladung%20zum%20Sex%21%E2%80%9C" data-a2a-url="https://freigeist-magzine.de/yes-but-no-yael-ronen/" data-a2a-title="Triggerwarnung! „Das ist keine Einladung zum Sex!“"></a></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Tatort: Selbstreferenzialität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Mar 2018 18:57:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Sol Sweid]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative für Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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					<description><![CDATA[
				<![CDATA[]]>		]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><![CDATA[


<p align="justify"]]&gt;<span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Kroatischer Theaterregisseur Oliver Frljić inszeniert am <i>Maxim Gorki Theater</i> in Berlin <i>&gt;&gt;Gorki &#8211; Alternative für Deutschland?&lt;&lt; </i>und kreiert mit überspitzter Selbstreferenz eine Hyperrealität</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Mit </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;</i></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;Mut zur Wahrheit&lt;&lt;</i></span></span> <span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">treten das Schauspielensemble </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>(Nika Mišković, Mehmet Ateşçi, Svenja Liesau, Till Wonka, Falilou Seck, Mareike Beykirch, </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Alexander Sol Sweid</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>)</i></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> von </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Oliver Frljić</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">s</span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Inszenierung </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Gorki &#8211; Alternative für Deutschland?&lt;</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&lt; </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">auf die Bühne des </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Maxim Gorki Theater</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>s </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">und hinterfragen in einen offenen Diskurs </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">die Strukturen ihres Hauses. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Das </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">migrantische Theater </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">hat ein besonderes </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Einstellungsverfahren</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, in dem </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">es</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> Minderheiten und Migranten bevorzugt. Entscheidend beim Bewerbungsverfahren ist der (Migrations)hintergund. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Sie fragen sich, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">warum sie gerade hier auf d</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">er</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> Bühne stehen? </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Liegt es an der Hautfarbe, an einer zu erfüllenden Quote oder an ihrer Geschichte? </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Oder hat es doch etwas mit ihrer Qualifikation zu tun? </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Um dies herauszufinden, werden </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Mareike Beykirch </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">und </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Svenja Liesau </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">in ein Battle geschickt. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Beide erzählen etwas von ihren biografischen Schicksalsschlägen und der Zuschauerapplaus entscheidet, welche Darstellerin am </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Gorki-Theater</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> weiterarbeiten darf. Ein kurzer Werbespot zur AfD. Weiter geht es mit der deutschen Geschichte des </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Maxim Gorki Theater</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>s</i>, ü</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ber die Ängste der Darsteller, die die </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> Inszenierung </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Gorki &#8211; Alternative für Deutschland?&lt;</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&lt; </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">in Richtung Faschismus lenkt und versucht die unterschiedlichen Szenen zu synthetisieren. </span></span></p>
<p><figure id="attachment_1372" aria-describedby="caption-attachment-1372" style="width: 683px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1372 size-large" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/gorkialternativefrdeutschland_mg_6151-r_ute_langkafel_maifoto-1-683x1024.jpg" alt="" width="683" height="1024" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/gorkialternativefrdeutschland_mg_6151-r_ute_langkafel_maifoto-1-683x1024.jpg 683w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/gorkialternativefrdeutschland_mg_6151-r_ute_langkafel_maifoto-1-200x300.jpg 200w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/gorkialternativefrdeutschland_mg_6151-r_ute_langkafel_maifoto-1-300x450.jpg 300w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/gorkialternativefrdeutschland_mg_6151-r_ute_langkafel_maifoto-1-768x1152.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/gorkialternativefrdeutschland_mg_6151-r_ute_langkafel_maifoto-1-167x250.jpg 167w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/gorkialternativefrdeutschland_mg_6151-r_ute_langkafel_maifoto-1-1024x1536.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/gorkialternativefrdeutschland_mg_6151-r_ute_langkafel_maifoto-1-1365x2048.jpg 1365w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/gorkialternativefrdeutschland_mg_6151-r_ute_langkafel_maifoto-1-137x205.jpg 137w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/gorkialternativefrdeutschland_mg_6151-r_ute_langkafel_maifoto-1-60x90.jpg 60w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/gorkialternativefrdeutschland_mg_6151-r_ute_langkafel_maifoto-1-413x620.jpg 413w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption id="caption-attachment-1372" class="wp-caption-text"><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><em>&gt;&gt;Gorki &#8211; Alternative für Deutschland&lt;&lt;</em>, Ensemble, Foto: Ute Langkafel.</span></span></figcaption></figure></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Regisseur </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Oliver Frljić</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">s, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">der sich durch </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">seine</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> provokante</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">n</span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Arbeiten</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> auszeichnet, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">setzt in der Inszenierung </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Gorki &#8211; Alternative für Deutschland?&lt;</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&lt; </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">sehr viel auf überspitze Selbstreferentialität. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Er verbindet die Identität der </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Schauspieler mit </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">der gegenwärtigen Zeit und dem Theaterraum</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Dadurch </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">erschafft er eine </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Hyperrealität, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">in der die Schauspieler als selbsternannte Minderheiten anfangen das Fremde auszugrenzen und aus Angst vor Armut, Veränderungen oder Arbeitslosigkeit in die AfD eintreten. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Besonders gelungen ist das Kostümbild von Sandra Dekani</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ć, welches </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>das Ausgrenzen</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> als menschliche Eigenschaft untermalt, in dem jeder Darsteller einen Bestandteil von Mareikes späterer SS-Uniform an sich trägt. Dennoch verliert sich </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Frljić</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">s </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">bei seinem Versuch die </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Hyperrealität </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">aufrechtzuerhalten in der </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Selbstreferentialität </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">und wird der Frage, was kann Theater in Zeiten rechtextremer Gewalt leisten in keiner Weise gerecht. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">D</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">as erstklassige Gorki-Ensemble, welches er auf der Bühne stehen hat, wird wenig in seinem schauspielerischen Können herausgefordert</span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">und muss permanent auf sich selbst zurückgreifen. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Tiefgreifende Substanz entwickelt </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Gorki &#8211; Alternative für Deutschland?&lt;</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&lt; </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">erst </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">mit</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> der Frage von Svenja an ihren Sohn Franz </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>(Alexander Sol Sweid)</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">: </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Würdest Du für Deutschland sterben?&lt;&lt;</i></span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Er antwortet mit </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Warum?&lt;&lt;</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">. </span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Faschismus ist wieder salonfähig geworden und bei der immensen Rückkehr des Nationalsozialismus, der sich durch demokratische Strukturen legitimieren lässt, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ist die Frage, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Würdest Du für Deutschland sterben?&lt;&lt;,</i></span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">das mindeste, was wir für unsere nachkommende Generation tun können.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>&gt;&gt;</b></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Alternative für Deutschland?</b></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>&lt;</b></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>&lt;</b></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Maxim Gorki Theater Berlin, </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Weitere</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">r</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> Spieltermin: </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">23.3., 7.4., 12.4., </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">jeweils um 19.30 Uhr. </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Karten unter: <a href="mailto:ticket@gorki.de">ticket@gorki.de</a> oder 030 20221-115.</span></span></p>
<p><a class="a2a_button_facebook" href="https://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Falternative-deutschland-frljic%2F&amp;linkname=Tatort%3A%20Selbstreferenzialit%C3%A4t" title="Facebook" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_mastodon" href="https://www.addtoany.com/add_to/mastodon?linkurl=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Falternative-deutschland-frljic%2F&amp;linkname=Tatort%3A%20Selbstreferenzialit%C3%A4t" title="Mastodon" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_email" href="https://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Falternative-deutschland-frljic%2F&amp;linkname=Tatort%3A%20Selbstreferenzialit%C3%A4t" title="Email" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Falternative-deutschland-frljic%2F&#038;title=Tatort%3A%20Selbstreferenzialit%C3%A4t" data-a2a-url="https://freigeist-magzine.de/alternative-deutschland-frljic/" data-a2a-title="Tatort: Selbstreferenzialität"></a></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>&#062;&#062;Mich interessiert es auch nicht mehr.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Mar 2018 10:38:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Ayham Majid Agha]]></category>
		<category><![CDATA[Clown]]></category>
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<p align="justify"><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Gorkis Exil Ensemble produziert zusammen mit dem Regisseur Sebastian Nübling und dem Text von Heiner Müllers &gt;&gt;Die Hamletmaschine&lt;&lt; unter Verwendung von Texten von Ayham Majid Agha den dritten Clown im Arabischen Frühling.</span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Der Dramatiker Heiner Müller befasst sich in seinem Werk &gt;&gt;Die Hamletmaschine&lt;&lt; (1977) mit der Situation des Intellektuellen in der Zeit der DDR. Dort ist der Intellektuelle zum Zuschauer von Aufständen und Revolutionen geworden. Er ist der <i>zweite Clown im kommunistischen Frühling</i>, welcher das Volk mit belangloser Kunst unterhält und nicht ins zeitliche Geschehen eingreift. Dieses Motiv greift das Exil Ensemble (Maryam Abu Khaled, Mazen Aljubbeh, Hussein Al Shateli, Karim Daoud, Tahera Hashemi, Kenda Hmeidan, Ayham Majid Agha) des Maxim Gorki Theater in Berlin auf und transportiert es nach Syrien. Hier befindet sich Müllers Intellektueller als dritter Clown im Arabischen Frühling. Insgesamt befinden sich in Sebastian Nüblings Inszenierung &gt;&gt;Die Hamletmaschine&lt;&lt; sieben Schauspieler als Clowns auf der Bühne. Die Schauspieler stammen aus Syrien, Palästina oder Afghanistan. Alle kommen aus Kriegsgebieten, haben Fluchterfahrung und leben im Exil. Müllers Text &gt;&gt;Die Hamletmaschine&lt;&lt; wird an diesen Abend nur kaum gesprochen. Er erscheint hauptsächlich als Projektion in Deutsch, Englisch und Arabisch. Nur selten wird Bezug zum Text genommen. Müllers Drama wird mit Texten von Ayham Majid Agha ergänzt, welche die Clowns über den Brudermord von Kain und Abel nach Syrien, Damaskus, führt. Figuren und Handlungszusammenhänge verschwinden. Im Vordergrund von Nüblings Interpretation steht die belanglose Kunst der Clowns. &gt;&gt;[Das] Drama findet nicht mehr statt.&lt;&lt;, weder auf der Bühne noch in der Realität. </span></span></p>


[caption id="attachment_1312" align="aligncenter" width="800"]<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1312 size-large" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/diehamletmaschine_mg_1847-r_ute_langkafel_maifoto-1-1024x683.jpg" alt="" width="800" height="534" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/diehamletmaschine_mg_1847-r_ute_langkafel_maifoto-1-1024x683.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/diehamletmaschine_mg_1847-r_ute_langkafel_maifoto-1-350x233.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/diehamletmaschine_mg_1847-r_ute_langkafel_maifoto-1-500x333.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/diehamletmaschine_mg_1847-r_ute_langkafel_maifoto-1-768x512.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/diehamletmaschine_mg_1847-r_ute_langkafel_maifoto-1-360x240.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/diehamletmaschine_mg_1847-r_ute_langkafel_maifoto-1-1536x1024.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/diehamletmaschine_mg_1847-r_ute_langkafel_maifoto-1-2048x1365.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/diehamletmaschine_mg_1847-r_ute_langkafel_maifoto-1-308x205.jpg 308w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/diehamletmaschine_mg_1847-r_ute_langkafel_maifoto-1-130x87.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/diehamletmaschine_mg_1847-r_ute_langkafel_maifoto-1-650x433.jpg 650w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/diehamletmaschine_mg_1847-r_ute_langkafel_maifoto-1-272x182.jpg 272w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /> <span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">&gt;&gt;Die Hamletmaschine&lt;&lt;, Exil Ensemble, Foto: Ute Langkafel.</span></span>[/caption]


<p align="justify"><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">An diesem Abend wird das Publikum von sieben skurrilen Clowns unterhalten. Sie sprechen und projizieren ein Drama, das auf der Bühne nicht stattfindet. Zauberkunst und sinnentleerte Handlungen dominieren auf der Bühne. Im Äquivalent zu unserer realen Gesellschaft, hier spielt ein Drama. Genozide, wie beispielsweise an der syrischen Bevölkerung, sind Teil des Trauerspiels, die akzeptiert werden. Giftgasanschläge zur Ausrottung von Bevölkerungen werden nur beiläufig registriert. </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Das Drama <i>&gt;&gt;Welt&lt;&lt;</i> wird unter aller Augen gespielt, doch keiner interessiert sich dafür. Der Clown als Sinnbild des Intellektuellen im Arabischen Frühling verliert sich in der absurden Darstellung von Belanglosigkeiten. Wirre Handlungen und abstrakte Bilder sind das Fundament von Nüblings Inszenierung. Besonders misslungen ist Nüblings <i>Orphelia-Szene</i>, in der Hamlet eine Frau sein will. Hier holt ein weiblicher Clown spielend sein Luftballon-Glied hervor und relativiert die Geschlechtsidentität von Menschen auf das bloße Geschlechtsorgan. Auch wenn Müllers &gt;&gt;Hamletmaschine&lt;&lt; sehr offen für unterschiedliche Interpretationen ist und viele Möglichkeiten bietet mit ihr umzugehen, wäre es doch schön gewesen, wenn Heiner Müller an diesem Abend nicht verschwunden wäre. Müllers grausame und starke Poesie, welche prägende Bilder erzeugt, treffend unsere moderne Gesellschaft beschreibt und von seiner besonderen Sprache und Ausdruck lebt, ist unter den absurden Clowns verschwunden. Müller war an diesen Abend schlichtweg tot. Nur seine Worte hingen noch an der Wand.</span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>&gt;&gt;</b></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Die Hamletmaschine</b></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>&lt;</b></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>&lt;</b></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Maxim Gorki Theater Berlin, </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Weitere Spieltermine: 16.3., 6.4., 20.4., jeweils um 19.30 Uhr. </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Karten unter: <a href="mailto:ticket@gorki.de">ticket@gorki.de</a> oder 030 20221-115</span></span></p>

]]&gt;		</p>
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		<title>STOLPERN ÜBER ERINNERUNGEN</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Nov 2017 17:20:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Badisches Staatstheater Karlsruhe]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Werner Kroesinger]]></category>
		<category><![CDATA[Herbstsalon]]></category>
		<category><![CDATA[Maxim Gorki Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Regine Dura]]></category>
		<category><![CDATA[STOLPERSTEINE STAATSTHEATER]]></category>
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<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Die Regisseure Hans-Werner Kroesinger und Regine Dura gedenken mit &gt;&gt;STOLPERSTEINE STAATSTHEATER&lt;&lt; den Theaterkünstlern des Badischen Staatstheater nach 1933, die Opfer der nationalsozialistischen Kulturpolitik wurden.</span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Kunst ist national </i><i>und lässt sich nicht in alle Kulturen integrieren&lt;&lt;</i>, sagen die Schauspieler*innen (Marthe Lola Deutschmann, Antonia Mohr, Jonathan Bruckmeier, Gunnar Schmidt) im Prolog der Inszenierung von &gt;&gt;STOLPERSTEINE STAATSTHEATER&lt;&lt;, welches im Rahmen des Dritten Berliner Herbstsalon am Maxim Gorki Theater gastierte. Seine Uraufführung feierte das Stück &gt;&gt;STOLPERSTEINE&lt;&lt; am 21.6.2015 in Karlsruhe zum 300-jährigen Stadtgeburtstag. Die Regisseure Hans-Werner Kroesinger und Regine Dura erarbeiten aus früheren Personalakten, alten Zeitungen, Flugblättern, Propagandatexten, Briefen und Postkarten eine Textfassung, die sich auf vier biografische Geschichten von Lilly Jank, Paul Gemmecke, Emma Grandeit und Hermann Brand stützt. Die Schauspieler*innen referieren an diesem Abend die recherchierten Akten, welche mit Zeitzeugenberichten und Liedern ergänzt werden, um der Textfassung Lebendigkeit zu verleihen. In wechselnden Rollen, oft wird nicht deutlich in welcher Rolle sie sich nun befinden, rekonstruieren die Schauspieler*innen die Zeit nach 1933 am Stadttheater Karlsruhe. Eine Zeit, in der Theaterkünstler aufgrund antisemitischer Diskriminierung entlassen wurden. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">&gt;&gt;STOLPERSTEINE STAATSTHEATER&lt;&lt; ist eine gelungene Arbeit im Rahmen des Dokumentartheaters. Das recherchierte Material erinnert mit den Worten der Betroffenen an die Schicksale der Karlsruher Opfer und zeichnet nach, wie das Dritte Reich mit seiner nationalsozialistischen Politik sich auf den Kulturbereich auswirkte. Leinwandprojektionen und gesungene Lieder verleihen der Inszenierung die nötige emotionale Kraft die Zuschauer ins Dritte Reich zu versetzen. Dem Ensemble gelingt es einen großen Teil an Aufklärungsarbeit zu leisten. Wie die Stolpersteine vom bildenen Künstler Günter Demming erinnern sie an die Opfern des Nationalsozialismus, in dem sie immer wieder über weitere Briefe oder Erinnerungen stolpern, welche die Betroffenen Künstler auf die gegenwärtige Bühne bringen. Auf theatralischer Ebene ermöglicht die dokumentarische Textfassung <i>&gt;&gt;nicht viele Spielräume&lt;&lt;</i>, sodass das Schauspiel eher trocken und oft unbelebt am Produktionstisch stattfindet, was dem Geschehen nötige Spannung und Emotionalität raubt, auch die vielen Rollenwechsel verwirren eher das Schauspiel, als dass es der Inszenierung hilft.</span></span></p>


&nbsp;]]&gt;		</p>
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		<title>GEHIRNWÄSCHE AUF GYMNASTIKBÄLLEN</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2017 00:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[3. Berliner Herbstsalon]]></category>
		<category><![CDATA[Adorno]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurter Schule]]></category>
		<category><![CDATA[I.L. Malmborg]]></category>
		<category><![CDATA[J.M. Schmit]]></category>
		<category><![CDATA[Klassenbewusstsein]]></category>
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		<category><![CDATA[Kulturmarxismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lukács]]></category>
		<category><![CDATA[Maxim Gorki Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Studio R]]></category>
		<category><![CDATA[weiße Subjektivität]]></category>
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				<![CDATA[]]>		]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA[

<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Performance-Duo J.M. Schmit und I.L. Malmborg versuchen in &gt;&gt;white on white #Fuckme! (we didn‘t make it)&lt;&lt; eine kritische Neupositionierung von weißer Subjektivität.</span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Die Performance-Künstler Johannes Maria Schmit und Iggy Lord Malmborg theatralisieren seit 2009 mit ihrer Serie &gt;&gt;<i>white on white</i><i>&lt;&lt; </i>weiße Subjektivität aus weiß-männlicher Perspektive. Das kritische Unterfangen des Weiß-Seins hatte in der Amtszeit von Barack Obama, laut den Performern ein dialektisches Moment. Nun ist Donald Trump Präsident und es findet eine ununterbrochene Inszenierung eines weißen Mannes in Machtposition statt. Mit der Arbeit <i>&gt;&gt;white on white #Fuckme!&lt;&lt; </i>versuchen die Künstler sich neu zu positionieren. Dazu verfrachten sie das Publikum des Studio <i>R </i>vom <i>Maxim Gorki Theater</i> in einem Raum mit einer Bestuhlung aus roten Gymnastikbällen. Auf der Bühne befindet sich ein Radio, links und rechts jeweils ein Stuhl und vor den Stühlen ein Bild von Walter Benjamin und Theodor W. Adorno. Nach einiger Zeit strahlt das Radio Informationen in den Raum aus, wie <em>&gt;&gt;Du hast das Recht ein Teil der Masse zu sein&lt;&lt;</em> oder <em>&gt;&gt;Ich bin die Lügenpresse&lt;&lt;</em>. Das Radio sagt den Zuschauern, wo sie sich befindet und zu welcher Klasse sie gehören. Es gibt kein entkommen. Neben musikalischen Stücken, sendet das Radio Passagen von George Lukács <em>&gt;&gt;Geschichte und Klassenbewusstsein&lt;&lt;</em> und fragt: Was ist Kulturmarxismus? Grob rezitiert, beschreibt der Begriff <i>&gt;&gt;Kulturmarxismus&lt;&lt;</i>, welcher aus der Frankfurter Schule stammt, eine kritische Auseinandersetzung mit dem Bild von weißen US-Amerikanern, die Stolz auf ihre weiße Ethnie sind und ein konservatives Wertesystem vertreten. Schmit und Malmborg simulieren eine Radiosendung, welche auf die Masse einrieselt. Mit dem Radio als Akteur <em>(Unterhaltungsmedium)</em> des Abends greifen sie Lukács Kritik an die passiven Proletarier auf, die die Sklavenhaltergesellschaft des Kapitalismus akzeptieren und den Konsum von Medien, die die Ideen der herrschenden Klasse propagieren, nicht ausreichend reflektieren und die bürgerliche Ideologie nicht in Frage stellen. Gleichzeitig schafft das Performance-Duo eine neue dialektische Form, in dem sie als herrschende Klasse das Radioprogramm gestalten, das Lukács, Adorno und Benjamin zitiert. Die Zuschauer auf den roten Gymnastikbällen erfahren im Sinne des Kulturmarxismus eine Gehirnwäsche in der Tradition der Frankfurter Schule. Das Performance-Duo beweist mit <i>&gt;&gt;white on white #Fuckme!&lt;&lt; </i>nicht nur<i> </i>einen bewussten Umgang mit komplexen Theorien, sondern auch mit theatralen Strukturen und moderner Ästhetik. </span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">&gt;&gt;white on white #Fuckme! </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">(we didn‘t make it)</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">&lt;&lt; </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">|</span></span><b> </b><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Studio R am Maxim Gorki Theater| 23.11., </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">20.30h| Karten unter: </span></span><a href="mailto:ticket@gorki.de"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ticket@gorki.de</span></span></a></p>

]]&gt;		</p>
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		<title>HUMANNATION! – BE PROUD OF YOURSELF</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Sep 2017 08:10:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Antiziganismus]]></category>
		<category><![CDATA[Maxim Gorki Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Revue]]></category>
		<category><![CDATA[Roma]]></category>
		<category><![CDATA[ROMA ARMEE]]></category>
		<category><![CDATA[Sinti]]></category>
		<category><![CDATA[Superhelden]]></category>
		<category><![CDATA[Yael Ronen]]></category>
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					<description><![CDATA[
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										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA[

<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Kunterbunte Selbstverteidigungstruppe <i>&gt;&gt;ROMA ARMEE&lt;&lt;</i> trifft auf die Gorki-Regisseurin Yael Ronen und gemeinsam präsentieren sie eine glamouröse Revue, die Rassismen die Stirn bietet.</span></span></p>


[caption id="attachment_1017" align="aligncenter" width="700"]<a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0120-r_ute_langkafel_maifoto-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1017 size-large" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0120-r_ute_langkafel_maifoto-1-1024x683.jpg" alt="&gt;&gt;ROMA ARMEE&lt;&lt; Ensemble. Foto: Ute Langkafel." width="700" height="467" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0120-r_ute_langkafel_maifoto-1-1024x683.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0120-r_ute_langkafel_maifoto-1-350x233.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0120-r_ute_langkafel_maifoto-1-500x333.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0120-r_ute_langkafel_maifoto-1-768x512.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0120-r_ute_langkafel_maifoto-1-360x240.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0120-r_ute_langkafel_maifoto-1-1536x1024.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0120-r_ute_langkafel_maifoto-1-2048x1365.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0120-r_ute_langkafel_maifoto-1-308x205.jpg 308w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0120-r_ute_langkafel_maifoto-1-130x87.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0120-r_ute_langkafel_maifoto-1-650x433.jpg 650w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0120-r_ute_langkafel_maifoto-1-272x182.jpg 272w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a> <em>&gt;&gt;ROMA ARMEE&lt;&lt; Ensemble, Foto: Ute Langkafel.</em>[/caption]


<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Vorhang auf für <i>Gypsyland Europa</i>. Wie in einer Fashionshow treten die Schauspieler*innen mit Elektrosound in knalligen Kostümen auf, laufen nach vorne an den Steg und präsentieren mit Hilfe des Mannes in Glitter ihre Persönlichkeiten. Da ist beispielsweise Mehmet, ein schwul-queerer Raucher und Lindy, ein Roma aus Schwede. Ein Romani-Traveller, der nicht immer offen zugibt, schwul zu sein. Er hat keine Lust sich jedes Mal rechtfertigen zu müssen. Dafür hasst er sich. Ein Stich ins Herz. Choreografisch untermalen die Schauspieler*innen ihre Aussagen und Statements, bis sie sich, beziehungsweise einen Teil ihrer Kleidung abgelegt haben und über ihre Erfahrungen als Ausgegrenzte der Gesellschaft sprechen. Negerlippe, Kanake oder Zigeuner werden sie diffamierend genannt. Was soll in diesem Stück thematisiert werden? – Nun kommen die Angehörigen der Schauspieler*innen zu Wort. Das Ensemble setzt sich an diesem Abend hauptsächlich aus Roma und Romani-Traveller zusammen. Gemeinsam mit den unterstützenden Kräften, Orit und Mehmet ergründen sie das Leben als Roma in unserer Gesellschaft und zeigen auf, wie versucht wird die Geschichte der Sinti und Roma, sowie die Menschen selbst auszulöschen. Beispielsweise erzählt Mihaela von der Zwangssterilisierung ihrer Cousine in einem rumänischen Dorf. Mit der Zwangssterilisierung wurde eine Überproduktion an Kindern verhindert und eine Maßnahme zur Ausrottung der Roma eingeleitet. Der Vorhang mit <i>Gypsyland Europa </i>wird heruntergerissen. Nun befinden wir uns in Großbritannien im Jahre 2003. Riah erzählt mit meditativen Trommelschlägen von einem Hassverbrechen durch die weiße Mehrheitsbevölkerung gegen die Roma an ihrem Kindheitsort. Ihre Erzählungen erinnern an eine mittelalterliche Hexenverbrennungsorgie. Die Roma wurden verbrannt. Keine Medien berichteten davon. Erst als ihre Mutter, eine britisch-privilegierte Romni, mehrere Medien anruft und von den Ereignissen erzählt, werden die Medien aufmerksam und stürmen das Dorf. Daraufhin verbarrikadiert die Polizei den Ort. Aber nicht, um die Bevölkerung vor den Medien zu schützen, sondern aus Angst vor der Rache der Roma. Als die Dorfbewohner von den ‚<i>Verrat‘ </i>an die Medien erfuhren, wurde Riahs Familie gebrandmarkt.</span></span></p>


[caption id="attachment_1018" align="alignnone" width="700"]<a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0381-r_ute_langkafel_maifoto-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1018 size-large" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0381-r_ute_langkafel_maifoto-1-1024x683.jpg" alt="&gt;&gt;ROMA ARMEE&lt;&lt; Ensemble. Foto: Ute Langkafel." width="700" height="467" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0381-r_ute_langkafel_maifoto-1-1024x683.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0381-r_ute_langkafel_maifoto-1-350x233.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0381-r_ute_langkafel_maifoto-1-500x333.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0381-r_ute_langkafel_maifoto-1-768x512.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0381-r_ute_langkafel_maifoto-1-360x240.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0381-r_ute_langkafel_maifoto-1-1536x1024.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0381-r_ute_langkafel_maifoto-1-2048x1365.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0381-r_ute_langkafel_maifoto-1-308x205.jpg 308w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0381-r_ute_langkafel_maifoto-1-130x87.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0381-r_ute_langkafel_maifoto-1-650x433.jpg 650w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/09/romaarmee_mg_0381-r_ute_langkafel_maifoto-1-272x182.jpg 272w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a> <em>&gt;&gt;ROMA ARMEE&lt;&lt; Ensemble, Foto: Ute Langkafel.</em>[/caption]
&nbsp;


<blockquote>


<p align="right"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">&gt;&gt;Ein Mensch ohne Geschichte existiert nicht und hat keine Zukunft&lt;&lt;</span></span></p>


</blockquote>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Gelöscht, betrogen, verraten. Die Geschichte der Roma ist heute noch immer nicht vollständig dokumentiert, anerkannt und aufgearbeitet. Ein paar olle Denkmäler helfen nicht, um einen Genozid ausreichend offen zu legen oder die Opfer für ein Verbrechen an das Mensch-Sein zu entschädigen. Schämen sollte sich Deutschland und alle anderen Länder, die immer wieder Rechtsextremisten einen so freien Raum in der Gesellschaft ermöglichen, dass die nationalsozialistische Vergangenheit nicht hinreichend aufgearbeitet werden kann. Immer wieder werden Menschen als Andere wahrgenommen, ausgegrenzt und zu einer auszulöschenden Minderheiten degradiert. Weshalb <i>&gt;&gt;ROMA ARMEE&lt;&lt;</i> dieser Degradierung den Superheldenstatus entgegensetzt. Nur Besonderheiten haben die Fähigkeit und die Gabe die Welt zu verändern und zu einem besseren Ort zu machen, was das Stück mit seinen Schauspieler*innen und den musikalisch-choreografischen Unterbrechungen auf jeden Fall erreicht hat. Ronen und Ensemble verarbeiten ein hartes Stück verdrängte Geschichte mit viel Witz, Zynismus und Musik zu einer dramatisch und kunterbunten Revue, die das Schweigen über die Geschichte der Roma bricht.</span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><b>ROMA ARMEE</b></span></span><i> </i><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">| </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Maxim Gorki Theater</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">| </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">1</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">3.</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> – </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">15</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">.10.2017</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> jeweils um </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">19.30</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> Uhr</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">| Karten unter: 030-20221-115 oder </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><a href="mailto:ticket@gorki.de">ticket@gorki.de</a> </span></span></p>

]]&gt;		</p>
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		<title>VERRAT am LA LA LAND</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Apr 2017 13:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Falk Richter]]></category>
		<category><![CDATA[La La Land]]></category>
		<category><![CDATA[Maxim Gorki Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Metakritik]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtspopulismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Verräter]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischenwelten]]></category>
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					<description><![CDATA[
				<![CDATA[]]>		]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA[

<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Gemeinsam erkunden Schauspieler aus dem Gorki-Ensemble und der Regisseur Falk Richter in der Uraufführung &gt;&gt;VERRÄTER – Die letzten Tage&lt;&lt; den Verrat an Heimat, Politik und an das eigene Ich.</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">&gt;&gt;Gefangen im Sammelbecken für Opfer&lt;&lt;, so beschreibt die Schauspielerin Mareike Beykirch ihre Herkunft aus Sachsen-Anhalt. Sie kommt aus armen Verhältnissen. Ihre Mutter putzt, um die Familie zu ernähren. Und als das Putzen nicht mehr ausreicht, muss sie Hartz 4 beantragen. Mareike hat inzwischen eine gute Schauspielausbildung absolviert, arbeitet an einem renommierten Theater und ist intellektuell. Sie findet keine sprachliche Ebene, um sich vernünftig mit ihrer Mutter zu unterhalten. Wenn sie zu Hause ist, fühlt sie sich, als habe sie &gt;&gt;Schichtverrat&lt;&lt; begangen. Sie passt nicht mehr in dieses System. Auch die Schauspielerin <span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;">Çiğdem Teke hat Systemverrat begangen. Sie hat einen Sohn und lebt mit einer Frau zusammen. Statt Mutter-Vater-Kind, lebt sie mit ihrer Frau und ihrem Sohn in einer queeren Familie oder in einer sogenannten </span><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><i>Regenbogenfamilie</i></span><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;">. Das Wort Familie greift nicht mehr, da passen sie nicht mehr rein.</span></span></span></p>




<blockquote>


<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;">&gt;&gt;die sprache ist ja so brutal, entweder sie beschreibt dich und schreibt dir ständig irgend etwas zu, das du dir gar nicht ausgesucht hast, das du nie als teil von dir erzählt haben wolltest, oder sie erwähnt dich gar nicht, und dann gibt es dich nicht, dann wird deine geschichte nie erzählt, dann musst du ständig die geschichten anderer erzählen, dich verstellen und so tun als seist du gar nicht du oder als tue diese abweichung, diese DIFFERENZ gar nichts zur sache, und dann fühlst du dich wie ein VERRÄTER AN DIR SELBST dabei haben ja die anderen dich verraten, sie schaffen eine sprache, in der du nicht vorkommst […] </span>ALS OPFER WILL ICH HIER GANZ SICHER NICHT SPRECHEN&lt;&lt;</span></span></p>


</blockquote>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;">Falk Richters Charaktere berichten in dem Projekt &gt;&gt;VERRÄTER&lt;&lt; über persönliche Momente, in denen sie sich als Verräter gefühlt haben. Springen immer wieder aus dem Persönlichen ins Fiktive und bauen dadurch eine Differenz zum eigenen Ich auf. Die Sprache über die sich beschreiben müssen, fasst sie nicht mehr. Sie existieren so nicht. Neue Wörter müssen konstruiert werden, damit sie sich ausdrücken können. </span><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><i>&gt;&gt;Alle Philosophie ist Sprachkritik. […] Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache. &lt;&lt; (Wittgenstein, Tractatus</i></span><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;">) Und alle Sprachkritik ist wiederum Systemkritik. Neben den starken Monologen der Darsteller, taucht auf einmal aus dem nichts ein singender Jakob (Daniel Lommatzsch) auf. Die Übergänge fangen an holprig zu werden. Zu viele Elemente treffen aufeinander, was die Harmonie des Stücks stört. </span></span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;">Jakob möchte mit der jüdischen Schauspielerin Orit Nahmias ein Holocaust-Musical inszenieren. Damit unterbricht er immer wieder die Monologreihe der Darsteller und möchte sie so in eine andere Welt verführen, die der Realität etwas schönes abgewinnen kann, wie im Film &gt;&gt;La La Land&lt;&lt;. Doch leider klappt das nicht. Orit will keine Jüdin spielen und generell nervt Jakob mit seinen Unterbrechungen, seiner Musical-Idee und Fluchtversuchen aus der nun entstandenen nationalistischen Gesellschaft, in der Mann mit nackten Oberkörper durch den Wald reitet. Schließlich ist das Leben zu kurz, um zu singen, zu tanzen und sich im Bett rumzuwälzen, oder? Vielleicht sollten wir beginnen neben der grausamen Realität das Leben zu genießen, eben weil es endlich ist. Aber wäre das dann nicht auch VERRAT? </span></span></span></p>


&nbsp;


<p align="JUSTIFY"><a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/verraeter_mg_7997c_ute_langkafel_maifoto-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-914" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/verraeter_mg_7997c_ute_langkafel_maifoto-1-1024x683.jpg" alt="ÇİĞDEM TEKE, Knut Berger in &quot;Verräter DIE LETZTEN TAGE&quot;, EIN PROJEKT VON Falk Richter, REGIE Falk Richter, BÜHNE/KOSTÜME Katrin Hoffmann, MUSIK Nils Ostendorf, VIDEO, Aliocha Van Der Avoort, LICHT Carsten Sander, DRAMATURGIE Jens Hillje, Mazlum Nergiz" width="672" height="448" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/verraeter_mg_7997c_ute_langkafel_maifoto-1-1024x683.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/verraeter_mg_7997c_ute_langkafel_maifoto-1-350x233.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/verraeter_mg_7997c_ute_langkafel_maifoto-1-500x333.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/verraeter_mg_7997c_ute_langkafel_maifoto-1-768x512.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/verraeter_mg_7997c_ute_langkafel_maifoto-1-360x240.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/verraeter_mg_7997c_ute_langkafel_maifoto-1-1536x1024.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/verraeter_mg_7997c_ute_langkafel_maifoto-1-2048x1365.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/verraeter_mg_7997c_ute_langkafel_maifoto-1-308x205.jpg 308w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/verraeter_mg_7997c_ute_langkafel_maifoto-1-130x87.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/verraeter_mg_7997c_ute_langkafel_maifoto-1-650x433.jpg 650w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/verraeter_mg_7997c_ute_langkafel_maifoto-1-272x182.jpg 272w" sizes="auto, (max-width: 672px) 100vw, 672px" /></a><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;">Çiğdem Teke, Knut Berger. Foto: Ute Langkafel.
</span></span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>&gt;&gt;VERRÄTER&lt;&lt;</b></span></span><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">| Maxim Gorki Theater Berlin| 11. und 13. Mai 2017 jeweils um 19.30 Uhr| Karten unter: <a href="mailto:ticket@gorki.de">ticket@gorki.de</a> oder 030 20221-115</span></span></p>

]]&gt;		</p>
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		<title>Straßenschlachten am Berliner Gorki</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Mar 2017 11:40:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Bertolt Brecht]]></category>
		<category><![CDATA[Boxen]]></category>
		<category><![CDATA[Brecht]]></category>
		<category><![CDATA[Entfremdung]]></category>
		<category><![CDATA[Im Dickicht]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Maxim Gorki Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Baumgarten]]></category>
		<category><![CDATA[Zerfall]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA[

<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Regisseur Sebastian Baumgarten und Top-Ensemble lassen mit <b>DICKICHT</b> – ein Stück nach Brecht – das Gesindel von Chicagos-Straßen auf der Bühne des Maxim Gorki Theater kämpfen.</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Als der Dramatiker Bertolt Brecht im Jahre 1921 sein Frühwerk &gt;&gt;Im Dickicht&lt;&lt; verfasst, ist er noch immer von der Atmosphäre der Berliner Großstadt, die er 1920 bei einem Ausflug kennen gelernt hat, beeindruckt. Der Mensch entfremdet sich von der Arbeit und von den Menschen; natürliche Beziehungen zerfallen, wie die (bürgerliche) Familie. Die Individuen vereinzeln sich und verlieren sich in untergründigen Milieus, um sich ihrer Selbst bewusst zu werden. Der Mensch verliert an Emotionalität und wird kalt. Der Regisseur Sebastian Baumgarten hat mit dieser Kälte experimentiert, in dem er zwei Ebenen erschaffen hat: die Leinwand und die Bühne. So erscheinen die Charaktere nicht fassbar, weder auf der Leinwand noch auf der Bühne. Die Figuren verfremden sich, in dem sie immer wieder aus der Leinwand auf die Bühne heraustreten. Baumgartens Verfremdung hat dialektische Elemente, in dem er das Bild der Schauspieler von der Leinwand mit der Stimme der Schauspieler auf der Bühne als Einheit von Stimme und Bild synthetisiert, das heißt die Schauspieler treten als vollständige Charaktere auf der Bühne auf. Der Schauspieler ist nun in der Einheit seiner Rolle, aber der Zuschauer kann sich durch die Verschiebungen der Ebenen nicht in diese Rolle einfühlen, sondern es bleibt beim Betrachten und Wahrnehmen der Entfremdung und des Zerfalls. </span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/Dickicht_MG_3454C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-885" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/Dickicht_MG_3454C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-683x1024.jpg" alt="Dimitrij Schaad, Alesksandar Radenković in &quot;Dickicht&quot; nach Bertolt Brecht, Regie Sebastian Baumgarten, Bühne Robert Lippok, Kostüme Jana Findeklee, Joki Tewes, Musik Stefan Schneider, Video Hannah Dörr, Dramaturgie Ludwig Haugk" width="683" height="1024" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/Dickicht_MG_3454C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-683x1024.jpg 683w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/Dickicht_MG_3454C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-200x300.jpg 200w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/Dickicht_MG_3454C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-300x450.jpg 300w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/Dickicht_MG_3454C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-768x1152.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/Dickicht_MG_3454C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-167x250.jpg 167w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/Dickicht_MG_3454C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1024x1536.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/Dickicht_MG_3454C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1365x2048.jpg 1365w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/Dickicht_MG_3454C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-137x205.jpg 137w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/Dickicht_MG_3454C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-60x90.jpg 60w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/04/Dickicht_MG_3454C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-413x620.jpg 413w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Dimitrij Schaad, Alesksandar Radenković. Foto: Ute Langkafel</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Regisseur und das Gorki-Ensemble aus Top-Schauspielern (Lea Draeger, Mateja Meded, Aleksandar Radenkovi<span style="font-family: Liberation Sans Narrow,sans-serif;">ć</span>, Taner <span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;">Ş</span>ahintürk, Dimitrij Schaad, Norbert Stöss, Thomas Wodianka und Till Wonka) vollziehen Brechts V-Effekt in einem sehr anspruchsvollen und hoch ästhetischen Stil, was immer wieder fasziniert und fesselt. Die Geschichte zwischen dem Holzhändler Shlink (Thomas Wodianka) und dem Leihbücherei-Angestellten George Garga (Till Wonka) wird nachvollziehbar erzählt, der Kampf zwischen den beiden bringt den Zerfall der bürgerlichen Gesellschaft und den Selbstverlust der Charaktere, vor allem durch Gargas Schwester Marie (Lea Draeger) auf den wunden Punkt. Sie prostituiert sich, nimmt das Geld, wirft es aber anschließend aus dem Fenster. </span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Baumgartens Stückfassung setzt sich nicht nur aus den beiden Brechtfassungen von &gt;&gt;Im Dickicht (der Städte)&lt;&lt; zusammen, sondern auch aus &gt;&gt;Der Dschungel&lt;&lt; Upton Sinclair und aus Alfred Döblins &gt;&gt;Die drei Sprünge des Wang-Iun&lt;&lt;, um den Kampf und die Entfremdung des Einzelnen auf den Punkt zu bringen. Obwohl die großartige und hoch ästhetische Leistung von Ensemble und Regisseur bewundernswert ist, war der Abend ohne Popcorn etwas langatmig. Lieber hätte mir das Ensemble mehr auf der Bühne als figurativen Charakter gefallen; als auf der Leinwand.</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>&gt;&gt;DICKICHT&lt;&lt;</b></span></span><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">| Maxim Gorki Theater Berlin| Spieltermine: 22.4. (+ 19.00 Uhr Einführung) und 12.05. jeweils um um 19.30 Uhr| Karten unter: <a href="mailto:ticket@gorki.de">ticket@gorki.de</a> oder 030-20221-115</span></span></p>

]]&gt;		</p>
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		<title>Das ist nie passiert!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2016 08:10:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Çiğdem Teke]]></category>
		<category><![CDATA[Denial]]></category>
		<category><![CDATA[Dimitrij Schaad]]></category>
		<category><![CDATA[Maryam Zaree]]></category>
		<category><![CDATA[Maxim Gorki Theater]]></category>
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		<category><![CDATA[Oscar Olivio]]></category>
		<category><![CDATA[Psyche Gorki Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Verdrängung]]></category>
		<category><![CDATA[Weggucken]]></category>
		<category><![CDATA[Yael Ronen]]></category>
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				<![CDATA[]]>		]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA[

<blockquote>


<p style="text-align: right;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i><b>&#8230;wenn man etwas ausspricht, ist es da, man hat das Bild im Kopf; weil wenn man es einmal weiß, dann vergisst man es nicht. (Dimitrij Schaad)</b></i></span></span></p>


</blockquote>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Was muss der Mensch gescheit verdrängen oder verleugnen, um (über-)leben zu können?, fragen Yael Ronen und Ensemble in ihrer neuen Inszenierung <b>DENIAL</b> am Maxim Gorki Theater. Da wären einmal die problematische Kindheit, in der beispielsweise Dimitrij Schaad keine Unterstützung, Liebe und Anerkennung von seinen Eltern brauchte. Er war fest davon überzeugt, dass er eine glückliche Kindheit hatte. Obwohl er sich nicht wirklich an sie erinnern kann und alles Vergangene, wie ein schwarzes, leeres Loch erscheint. Orit Nahmias hatte viele liebe Freunde, die irgendwie doch nur in der Imagination existierten. Aber vielleicht sind es auch die kleinen verdrängten Dinge, die das Leben lebenswert erscheinen lassen, wie der Kosename, Klobürste. Zwar ist man kurz vorm Suizid, aber hey! Uns und er Welt geht es gut, oder?!</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Mit emotionalen Geschichten, die bis ins Mark drängen, hat Yael Ronen und ihr Ensemble ein grundlegendes Problem unserer Gesellschaft angesprochen und zwar: die FASSADE. Über welche Ereignisse darf ich sprechen? Womit entlarve ich mein Selbst? Was sollte ich lieber vor mir und den Anderen verbergen? – Über unterschiedliche Erinnerungen schafft Ronen einzelne Szenen, die sich ins Extremste zuspitzen und auf Auflösung, Komik oder Tragik hoffen lassen. Es werden gezielt Spannungsbögen kreiert, die man selten an einem Theaterabend so stark zu spüren bekommt. Tragisches wird durch Zynismus oder Komik gemildert, wie beim Coming-Out von Oscar Olivio. Zwar leugnet er permanent homosexuell zu sein, telefoniert aber Abend für Abend über die Kreditkarte seines Onkels mit dem vulgären Bauch von Schaad. </span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8856C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-740 size-large" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8856C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-683x1024.jpg" alt="Oscar Olivio, Dimitrij Schaad in &quot;Denial&quot; von Yael Ronen und Ensemble, REGIEYael Ronen, BÜHNENBILD Magda Willi, KOSTÜME Amit Epstein, MUSIK Nils Ostendorf, VIDEO Hanna Slak, DRAMATURGIE Irina Szodruch" width="683" height="1024" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8856C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-683x1024.jpg 683w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8856C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-200x300.jpg 200w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8856C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-300x450.jpg 300w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8856C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-768x1152.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8856C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-167x250.jpg 167w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8856C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1024x1536.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8856C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1366x2048.jpg 1366w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8856C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-137x205.jpg 137w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8856C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-60x90.jpg 60w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8856C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-413x620.jpg 413w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Dimitrij Schaad, <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Oscar Olivio</span></span>. Foto: Ute Langkafel.</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Erst nachdem sein Onkel ihn erwischt und als Schwuchtel bezeichnet, folgt das Happy-End. In <b>DENIAL</b> gibt es aber auch Momente von purer Tragik, wie &gt;&gt;das Gespräch&lt;&lt;, so heißt die Überschrift der Szene. Hier spricht die Schauspielerin Maryam Zaree über ihr Problem nicht weinen zu können und dass ihre Mutter auch nie geweint hat; zumindest kann sie sich nicht daran erinnern, sie jemals weinen gesehen zu haben. Im Gespräch, welches sie mit ihrer Mutter über die Leinwand in der Inszenierung <b>DENIAL </b>führt, fragt sie Ihre Mutter, nach ihrem politischen Engagement im Iran. Über ihre Zeit im Gefängnis. Sie möchte von ihr wissen, ob sie gefoltert wurde.</span></span></p>




<blockquote>


<p style="text-align: right;" align="RIGHT"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i><b>Wurdest Du missbraucht? </b></i></span></span></p>




<p style="text-align: right;" align="RIGHT"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i><b>War ich als Kind dabei? </b></i></span></span></p>




<p style="text-align: right;" align="RIGHT"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i><b>(Maryam Zaree)</b></i></span></span></p>


</blockquote>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Sie möchte wissen, warum ihr Vater sich doch nicht mit dem Glas seiner Uhr umgebracht hat, obwohl er es vor hatte. Zaree stellt viele Fragen. Dabei möchte sie ihrer Mutter nur sagen, dass es in Ordnung ist, darüber zu sprechen, weil sie damit umgehen kann. </span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8237C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-739 size-large" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8237C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1024x683.jpg" alt="Çiğdem Teke, Maryam Zaree in &quot;Denial&quot; von Yael Ronen und Ensemble, REGIEYael Ronen, BÜHNENBILD Magda Willi, KOSTÜME Amit Epstein, MUSIK Nils Ostendorf, VIDEO Hanna Slak, DRAMATURGIE Irina Szodruch" width="700" height="467" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8237C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1024x683.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8237C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-350x233.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8237C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-500x333.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8237C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-768x512.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8237C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-360x240.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8237C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1536x1024.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8237C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-2048x1365.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8237C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-308x205.jpg 308w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8237C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-130x87.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8237C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-650x433.jpg 650w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/09/Denial_MG_8237C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-272x182.jpg 272w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Çiğdem Teke, Maryam Zaree. Foto: Ute Langkafel.</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><b>Ist es wirklich in Ordnung zu sprechen? Wird dann alles Gut?</b></span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Als der Schauspieler Dimirij Schaad anfängt von seiner Kindheit zu erzählen, in der sein Vater ihn missbrauchte; stellt er gleichzeitig die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist über Vergangenes zu sprechen. Dann hat man nämlich diese Bilder im Kopf, die eigentlich vergessen werden wollen. Bilder, die immer wieder und wieder hochkommen. Das Leben zerstören und unerträglich machen. Was also tun?</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><b>DENIAL </b>ist eine großartige Inszenierung, die bis in die Tiefen der menschlichen Psyche eindringt und immer wieder erneut Problemfelder anspricht, die das Individuum lieber verdrängt. Über Live-Cam und weiße Kunststoff-Lamellen, die von der Decke wedeln, schafft die Bühne zwei Sprechzimmer. Lamellen und Live-Cam projizieren verzerrte und zerstückelte Seelen. Bilder, die man so nicht wahrnimmt. Es ist eher das Hinterzimmer des Unbewussten, welches nach und nach zum Vorschein dringt und nach Anerkennung schreit. Auch Schauspieler und Rollen überlagern sich, sodass nicht immer klar ist, was Fiktion und Realität ist. Durch diese Überlagerung entstehen extreme Spannungen, die immer wieder die Fragen nach dem Wahren aufwerfen. Ronen und Ensemble schaffen mit <b>DENIAL </b>eine ungemein tragische Inszenierung, die schon fast schmerzhaft unter die Haut geht. Zynismus und Witz lockern die Szenerie immer wieder auf. Im Zwielicht wird klar: Weggucken als Überlebensinstinkt, ist nicht mehr.
</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><b>DENIAL</b></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">| Maxim Gorki Theater| 18.9.2016 19.30h| 1.10.2016 19.30h| Weitere Spieltermine: <a href="http://www.gorki.de/de/denial">http://www.gorki.de/de/denial</a> | Karten unter: ticket@gorki.de oder 030/ 20221-115. </span></span></p>

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