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	<title>Ersan Mondtag &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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	<title>Ersan Mondtag &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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		<title>Kill your Darlings: Superfrauen beleben Mondtags Rotes Haus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Oct 2025 16:25:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[7. Berliner Herbstsalon]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Sommer ist vorbei. Und das Berliner Maxim Gorki Theater lädt zum siebten Herbstsalon. Im Fokus steht das Rote Haus in Kreuzberg.]]></description>
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<p>Berlin <strong>∙</strong> Der Sommer ist vorbei. Die ersten Blätter sind schon gefallen. Und wie die Berliner Tradition es verlangt, lädt das Maxim Gorki Theater zum Herbstsalon. Auftakt hat Shermin Langhoffs siebter Salon mit <a href="https://freigeist-magzine.de/das-internat-mondtag/" target="_blank" rel="noopener" title=""><strong>Ersan Mondtags</strong></a> postmigrantischer Inszenierung „das Rote Haus“. Ein Ort, der verspricht, alles zu verändern und neuzudenken.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Postmigrantische Frauen als stummes Uhrwerk der Arbeit</h4>



<p></p>



<p>Die Uhr steht. Sie lässt den Zeiger immer wieder an der gleichen Stelle aufschlagen, um ihr Herz (das Uhrwerk) in rhythmischen Tönen in den schwach-beleuchteten Theatersaal zu tragen. Dennoch wirkt die geschaffene Szenerie kalt. Und als der Vorhang aufgeht, steht die Frage im Raum, wo befinden wir uns?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-3647" style="width:434px;height:auto" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-1024x682.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-500x333.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-350x233.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-768x511.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-360x240.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-1536x1022.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-2048x1363.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-308x205.jpg 308w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-130x87.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-650x433.jpg 650w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/10/rotes_haus1_63020m-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><br>&#8222;Das Rote Haus&#8220; von Mondtag Foto:Thomas Aurin</figcaption></figure>
</div>


<p>Erziehungsanstalt? Hof? Wartesaal? Pflegeeinrichtung? Das Rote Haus auf der Stresemannstraße 30 in Berlin-Kreuzberg hat eine lange Geschichte hinter sich. So scheint es wenig verwunderlich, dass der siebte Berliner Herbstsalon sich dieses postmigrantische Monument als Ausgangspunkt nimmt, um über <a href="https://freigeist-magzine.de/erbschaft-einer-kaempferin-ich-bin-allein-ich-will-keinen-mann-ich-bin-frei/" target="_blank" rel="noopener" title=""><strong>Frauen aus der Arbeiterklasse</strong></a> zu sprechen. Jene <em>„(…) schöne, gebildete, würdevolle, junge Frauen der ersten Generation von Einwanderinnen (…) die sich mit Arbeit unabhängig machte(n), sich emanzipierte(n) und dabei andere Frauen unterstützte(n).“</em>, wie Langhoff es ausdrückt.</p>



<p>In Ersan Mondtags Inszenierung „das Rote Haus“ treffen wir auf vier dieser Frauen, Canan, Keriman, Saadet, Yüksel. Alle vier sind ihrem <a href="https://freigeist-magzine.de/tagtraum-im-verhaltnis-zum-schlaf-traum-unter-berucksichtigung-des-funktionalen-phanomens-von-herbert-silberer/" target="_blank" rel="noopener" title=""><strong>Traum</strong></a> von Unabhängigkeit gefolgt. Sie kamen nach Berlin, nahmen eine Anstellung bei dem Elektronikunternehmen Telefunken an und zogen dafür in das firmeneigene Wohnheim, das Rote Haus.</p>



<p>Angekommen in dem Gebäude, warten die nun gealterten Frauen. Nacheinander und im Loop gefangen fragen sie, „Sind Sie meine Enkelin?“. Teilweise schon genervt, schauen die betroffenen, jungen, rauchenden Pflegekräfte (Arbeiterinnen) von ihrem Smartphone auf. Sie wollten eine Auszeit auf dem Hof nehmen. Widerwillig gehen sie auf die suchende, gealterte Frau zu, nehmen sie an die Hand. Eine <a href="https://freigeist-magzine.de/house-for-sale-ein-haus-geht-auf-distanz/" target="_blank" rel="noopener" title=""><strong>Symbiose</strong></a> entsteht.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><br>Superfrauen werden zu biografischen Blitzlichtern des Roten Hauses</h4>



<p></p>



<p>Es beginnt eine biografische Rückblende in schwarz-weißen Pop-Art. Ein Cartoon, der sich mit den Schattenbildern von gealterten Ich und Alter Ego erweitert. Die Frauen, Canan, Keriman, Saadet und Yüksel werden in ihrer Blende wie <a href="https://freigeist-magzine.de/romaarmee/" target="_blank" rel="noopener" title=""><strong>Superheldinnen</strong></a> vorgestellt; so bekommt Yüksel den Beinamen, die Resolute.</p>



<p>Ihre Geschichten wirken wie historische Blitzlichter des Roten Hauses, weil sie kurze biografischen Sequenzen sind; die zu dicht, zu komplex und zu schnell abgehandelt werden. Letztendlich bleibt nichts von den Geschichten der Frauen im Gedächtnis haften.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><br>„Kill Your Darlings!“ für glänzende Superfrauen</h4>



<p></p>



<p>Die biografischen Sequenzen haben eine Zeitverschiebung herbeigeführt, sodass das junge Alter Ego in einem Mehrbettzimmer aufwacht. Es sind die 60er. Eine Zeit, in der die Frauen bei Telefunken angestellt waren. Im Wechselspiel und durch die Zeit reisend, erscheinen Alter Ego und gealtertes Ich; dabei nimmt das gealterte Ich in erster Linie eine kommentierende Rolle ein. Wirklich mehr erfahren wir von den Superfrauen nicht. Die Geschichte des Hauses rückt in den Vordergrund.</p>



<p>Ersan Mondtag und sein Inszenierungsteam hätten sich einen Gefallen getan, wenn sie die Worte und die Geschichten der Frauen in den Fokus gestellt hätten. Wie <a href="https://freigeist-magzine.de/cry-baby-pollesch/" target="_blank" rel="noopener" title=""><strong>René Pollesch</strong></a> es einst sagte, Kill Your Darlings!“; weniger ist oft mehr.</p>



<p></p>



<p></p>



<h4 class="wp-block-heading">ЯE:IMAGINE – The Red House ist bis zum 30. November 2025 zu erleben</h4>



<p></p>



<p>Das Rote Haus auf der Stresemannstraße 30 bildet den Rahmen des siebten <a href="https://freigeist-magzine.de/stolpersteine-kroesinger-dura/" target="_blank" rel="noopener" title=""><strong>Herbstsalons</strong></a> und lädt mit unterschiedlichen Arbeiten zur Reflexion der Gegenwart ein, „<em>um das Heute zu begreifen,</em> <em>(müssen wir) das Gestern kennen. Anders bekommen wir exakt das Morgen, das wir nicht brauchen können.“</em>, schreibt Langhoff zu Яe:imagine. Ihre Worte sind ein guter Wegweiser für Deutschlands politische Misere, die droht in einer bereits erlebten Katastrophe zu enden. – Der <a href="https://www.gorki.de/de/spielplan" target="_blank" rel="noopener" title=""><strong>Herbstsalon 2025</strong></a> ist noch bis zum 30. November geöffnet.</p>



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<p></p>
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		<title>SUIZID IST TRUMPF</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Dec 2018 00:28:55 +0000</pubDate>
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</p--></p>


<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft is-resized"><img decoding="async" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_6944a-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2134" width="512" height="342" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_6944a-1-1024x683.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_6944a-1-350x233.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_6944a-1-500x333.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_6944a-1-768x512.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_6944a-1-360x240.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_6944a-1-1536x1024.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_6944a-1-2048x1366.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_6944a-1-307x205.jpg 307w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_6944a-1-130x87.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_6944a-1-650x433.jpg 650w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_6944a-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /><figcaption>      SALOME&lt;&lt;, Ensemble, Foto: Brigit Hupfeld.  </figcaption></figure></div>




<p align="justify"><span style="font-family: Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Rauchend lauscht das <i>blauliebende </i>Mädchen (Benny Claessens) mit kreideweißen Gesicht und stark topierten Haaren der Stimme der blauen Wüste, den fundamentalistischen Worten des Johannes. Johannes der Täufer ist Gefangener des Herrschers Herodes (Lea Draeger) und seine düsteren Prophezeiungen vor der Burg <i>&gt;&gt;LOST&lt;&lt;, </i>imponieren dem hübschen Mädchen Salome, das gerade von dem Burgfest des Tetrarchen geflohen ist, um den gierigen Blicken ihres Vaters Herodes zu entkommen. Sie ist angewidert von seinen Maulwurfsaugen und möchte am liebsten nach Tel Aviv reisen.<br></span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Nun steht sie aber rauchend vor der Burg, inmitten der blauen Wüste von Palästina, kurz vor Erfindung des Christentums und gleichzeitig mitten in der Gegenwart und hört die radikalen Worte des Johannes. Seine flüsternden Worte über den Untergang und seine Stimme <i>–personifiziert in eine</i><i>m</i><i> Fünfer-Chor </i><i>(Mehmet Ate</i><i>şç</i><i>i, Karim Daoud, Jonas Grunder-Culemann, Anna Mattes, Aram Tafreshian)</i><i>–</i>, gefallen Salome so sehr, dass sie sich in ihnen verliebt und diese in sie übergehen. Kalt und selbstzerstörerisch sagt Salome in Ersan Mondtags Inszenierung<i>,</i> „Ich werden für euch Tanzen, Tetrarch.“ Und bringt damit die Prophezeiung von Johannes in Bewegung.<br></span></span></p>


<div class="wp-block-image"><figure class="alignright is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_7002a-1-1024x678.jpg" alt="" class="wp-image-2148" width="512" height="339" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_7002a-1-1024x678.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_7002a-1-350x232.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_7002a-1-500x331.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_7002a-1-768x509.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_7002a-1-360x238.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_7002a-1-1536x1017.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_7002a-1-2048x1357.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_7002a-1-309x205.jpg 309w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_7002a-1-130x86.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2019/01/salome_hupfeld_7002a-1-650x431.jpg 650w" sizes="auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px" /><figcaption>      SALOME&lt;&lt; Orit Nahmias, Foto: Birgit Hupfeld.  </figcaption></figure></div>




<p align="justify"><span style="font-family: Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Gewaltige und ausdrucksstarke Bilder sind ein Markenzeichen von dem Künstler Ersan Mondtag und ein mitreißender Bestandteil seiner neuen Gorki-Inszenierung <i>&gt;&gt;SALOME&lt;&lt; (UA 2. Dezember 2018)</i>,<i> </i>nach Oscar Wilde in der Neufassung von Thomaspeter Goergen. </span></span><span style="font-family: Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Mondtags Bühne ist eine in Wellen getauchte Burg, namens <i>&gt;&gt;LOST&lt;&lt;, </i>die umgeben ist von Steinen und Nebel, sowie von dem Chor der Wahrsagern in dunklen Samt-Umhängen. Das Innenleben von Herodes Burg ähnelt einer Säulenhalle, in welcher Mitte eine überdimensional-liebreizende Nacktskulptur von Salome steht. Über diese Skulptur wird Herodes Besessenheit zu Salome besonders deutlich. D</span></span><span style="font-family: Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">ie <i>königlich</i> gekleideten Charakteren haben in diesem Stück Punkfrisuren (Kostüm, Josa Marx) und wirken dadurch außergewöhnlich modern. </span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Das bildhafte Setting in Mondtags Inszenierung zieht das Publikum in das selbstzerstörerische Schicksal der Salome. Wo Bilderfluten drohen Text und Schauspiel unverständlich werden zu lassen, tritt Schauspielerin Orit Nahmias als jüdische Hofnärrin auf und ergreift das Wort. Nahmias resümiert mit viel Humor und Zynismus das Gesehene auf der Bühne und katapultiert das Geschehen in Form von Unterbrechungen in die Gegenwart. Hierbei kritisiert sie unter anderem unsere neoliberale Gesellschaft, die neben Ausbeutung, Krieg und Dekadenz, nicht mehr viel kennt. </span></span><span style="font-family: Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Sie erklärt auch, <i>„Benny verkörpert die Prinzessin, weil wir mit Genderfragen spielen“</i></span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">In Mondtags Inszenierung <i>&gt;&gt;SALOME&lt;&lt; </i>können sich die Schauspieler*innen mit viel Gespür fürs Zusammenspiel verausgaben <i>–was </i><i>etwas</i><i> das </i><i>temperamentvolle</i><i> Auftreten von Schauspieler Benny Claessen bremst– </i>und schaffen dadurch ein unterhaltsames und erlebnisreiches Schauspiel. Auch wenn das Ende der Inszenierung <i>–lieber hätte ich es nur mit dem Suizid von Salome gesehen– </i>als Endlösung zur Rettung unseres Planeten den Suizid vorschlägt.</span></span></p>


<p></p>
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		<title>Antigone is coming!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Mar 2018 09:54:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA[

<p align="justify"><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Nachwuchskünstler Ersan Mondtag verarbeitet am Maxim Gorki Theater in seiner Inszenierung &gt;&gt;Ödipus und Antigone&lt;&lt; griechische Tragödien zu einem amüsanten thebanischen Familiendrama.</span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">In</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> jeder Familie </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">gibt es Konflikte, </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Auseinandersetzungen</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> und immer </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">liegt</span></span> <span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">irgendwo eine Leiche </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">im Keller; </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">so </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">er</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">geht es </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">auch </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">der </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">griechischen Herrscherfamilie in Theben. </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Ihre komplexe Familiengeschichte ist geprägt von Mord, Inzest, Suizid und der Schwierigkeit Recht und Gerechtigkeit zu differenzieren. </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Regisseur Mondtag beginnt die Tragikomödie mit einem Streit zwischen den Schauspielern </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Yousef Sweid </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">und </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Orit Nahmias. </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Beide möchten Eteokles spielen, weil dieser als erster Anrecht auf den Thron hat und ehrenvoll begraben wird. Nachdem </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Orit Nahmias </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">erklärt hat, dass diese Rolle </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">ihr aufgrund ihrer israelischen Herkunft besonders gut passt, muss der Palästinenser </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Yousef Sweid </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">sich mit der Rolle des </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Polyneikes </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">zufrieden geben. Im Geschwisterzwist gefangen, sprechen Eteokles und Polyneikes über den Nahostkonflikt, </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">das Geschlecht,</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> über den neue</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">n</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> US-Präsidenten und den </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">(</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">kommenden</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">)</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> Faschismus, bevor sie </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">in </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">die Antike</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> verschwinden. </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Dort angekommen, begegnet der Zuschauer Greisen. Verstaubte Charaktere mit runzeligen Gesichtern, grauen Haaren und </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">einer altersbedingten Bewegungsschwäche. </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Think pink! Ist das Motto der </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">mythologischen</span></span> <span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Alten,</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> die </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">mit </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">viel Humor, Zynismus und Sarkasmus </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">über die Dramen von</span></span> <span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><em>König Ödipus</em>, <em>Antigone</em> und<em> Sieben gegen Theben</em>  </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">die Revolte von Ödipus Tochter, Antigone erzählen. </span></span></p>




<blockquote>


<p style="text-align: right;" align="left"><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Ungeheuer ist vieles,
nichts ist ungeheurer als der Mensch.</span></span></p>


</blockquote>




<p align="justify"><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">D</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">as eigentliche Trauerspiel </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">beginnt </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">mit dem Mord an König Laios. Er ist der König von Theben und Ödipus Vater. Als </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Ö</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">dipus (Benny Claessen) </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">erfährt, dass er seinen Vater umgebracht hat, rollt er sich wehleidig und theatralisch die Treppen </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">von Kreos herunter. </span></span></p>


[caption id="attachment_1326" align="aligncenter" width="800"]<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1326 size-large" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/antigone-Rsmailovic07-1-1024x682.jpg" alt="" width="800" height="533" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/antigone-Rsmailovic07-1-1024x682.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/antigone-Rsmailovic07-1-350x233.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/antigone-Rsmailovic07-1-500x333.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/antigone-Rsmailovic07-1-768x511.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/antigone-Rsmailovic07-1-360x240.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/antigone-Rsmailovic07-1-1536x1022.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/antigone-Rsmailovic07-1-2048x1363.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/antigone-Rsmailovic07-1-308x205.jpg 308w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/antigone-Rsmailovic07-1-130x87.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/antigone-Rsmailovic07-1-650x433.jpg 650w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/antigone-Rsmailovic07-1-272x182.jpg 272w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /> <span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">&gt;&gt;Ödipus und Antigone&lt;&lt;, Ensemble, Foto: Armin Smailovic.</span></span>[/caption]


<p align="justify"><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Mondtags antike Familienbande bietet an diesen Abend viele Slapsticks, humorvolle Rollenausgänge und gelungene Situationskomik. Beispielsweise tritt der Schauspieler Claessen in seinen dichterischen Gesangseinlagen </span></span><span style="font-size: small;"><em><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;">(hier werden unter anderen Texte von Hölderlin verwendet)</span></em></span> <span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">mit Aussagen wie</span></span> <span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Bla, Bla, heterosexuelles weißes Zeug&lt;&lt;</i></span></span> <span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">aus seiner Rolle des Ödipus heraus. </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Aber auch Ödipus Onkel, Kreon </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">(Aram Tafreshian)</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">, der nun Herrscher über Theben ist und stark verkündet </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Ich bin der Staat, ich bin das Gesetz&lt;&lt;</i></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> zuckt weinerlich zusammen, als die Rechtbrecherin Antigone auf dem Weg nach Hause ist. Insgesamt sind die schauspielerischen Leistungen des Ensembles erstklassig und unterhalten das Publikum. Mondtags und Aljoscha Begrichs zusammengestrichene </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">a</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">ntike Drama &gt;&gt;Ödipus und Antigone&lt;&lt; <em>(unter Verwendung der Texte von Durs Grünbein &gt;&gt;Sieben gegen Theben&lt;&lt;, Soeren Voima &gt;&gt;Europa Antigone&lt;&lt; und Friedrich Hölderlin &gt;&gt;Antigone&lt;&lt;) </em>s</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">etzt gelungen die Mythen von Ödipus und Antigone zusammen und schafft mit der Rebellin Antigone einen neuen Ausgang, in dem sie mit dem Herstellen von Gerechtigkeit die Herrschenden vor Angst bibbern lässt. </span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>&gt;&gt;</b></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Ödipus und Antigone</b></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>&lt;</b></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>&lt;</b></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Maxim Gorki Theater Berlin, </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Weitere</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">r</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> Spieltermin: </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">17.04</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">. jeweils um 19.30 Uhr. </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Karten unter: <a href="mailto:ticket@gorki.de">ticket@gorki.de</a> oder 030 20221-115</span></span></p>

]]&gt;		</p>
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		<title>Die Revolution des toten Kindes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Feb 2018 09:10:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Bilderbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Bildtheater]]></category>
		<category><![CDATA[Das Internat]]></category>
		<category><![CDATA[Ersan Mondtag]]></category>
		<category><![CDATA[Machtstrukturen]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel Dortmund]]></category>
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				<![CDATA[]]>		]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA[

<p align="justify"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Ubuntu;">Ersan Mondtag</span><span style="font-family: Ubuntu;">s </span><span style="font-family: Ubuntu;">Insassen</span> <span style="font-family: Ubuntu;">stürze</span><span style="font-family: Ubuntu;">n</span><span style="font-family: Ubuntu;"> in</span><span style="font-family: Ubuntu;"> &gt;&gt;Das Internat&lt;&lt; </span><span style="font-family: Ubuntu;">die internen</span><span style="font-family: Ubuntu;"> Machtverhältnisse </span><span style="font-family: Ubuntu;">und kehren das Spiel von Unterdrücker und Unterdrückten</span> <span style="font-family: Ubuntu;">um.</span></span></p>


[caption id="attachment_1297" align="aligncenter" width="800"]<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1297 size-large" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3455a-1-1024x677.jpg" alt="" width="800" height="529" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3455a-1-1024x677.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3455a-1-350x231.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3455a-1-500x331.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3455a-1-768x508.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3455a-1-360x238.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3455a-1-1536x1016.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3455a-1-2048x1354.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3455a-1-310x205.jpg 310w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3455a-1-130x86.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3455a-1-650x430.jpg 650w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> <span style="font-size: small;"><b><span style="font-family: Ubuntu;">&gt;&gt;Das Internat&lt;&lt;, Ensemble, Foto: Brigit Hupfeld.</span></b></span></span></span>[/caption]


<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Ein nackter Junge liegt im Schnee. Weitere Internatskinder stehen um ihn herum und demütigen ihn. Sie schlagen ihn und spucken auf ihn. Im Chor singen sie das Volkslied &gt;&gt;Bunt sind schon die Wälder&lt;&lt; vom Schweizer Dichter Johann Gandenz. &gt;&gt;Das Internat&lt;&lt;, so heißt Ersan Mondtags erste Inszenierung am Schauspiel Dortmund, erinnert an eine Disziplinaranstalt. <i>Abgelegte</i> Kinder werden von den elterlichen Werten der großen Internatskindern erzogen. Die elterliche Erziehung verlangt ein hohes Maß an Ordnung, die mit äußerster Disziplin unter Zuhilfenahme von Gewalt einzuhalten ist. Die Stimme eines toten Kindes umweht das Internat wie ein Wind. Seine Worte betten die Handlungen der Darsteller*innen in einem Rahmen. Als das tote Kind sich vorstellt, möchte es kaltes Kind genannt werden.</span></span></p>


[caption id="attachment_1296" align="alignleft" width="362"]<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1296 " src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3410a-1-665x1024.jpg" alt="" width="362" height="558" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3410a-1-665x1024.jpg 665w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3410a-1-195x300.jpg 195w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3410a-1-292x450.jpg 292w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3410a-1-768x1182.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3410a-1-162x250.jpg 162w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3410a-1-998x1536.jpg 998w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3410a-1-1330x2048.jpg 1330w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3410a-1-133x205.jpg 133w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3410a-1-58x90.jpg 58w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3410a-1-403x620.jpg 403w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/02/Internat_Hupfeld_3410a-1.jpg 1624w" sizes="auto, (max-width: 362px) 100vw, 362px" /> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> <span style="font-size: small;"><b><span style="font-family: Ubuntu;">&gt;&gt;Das Internat&lt;&lt;, Ensemble, Foto: Brigit Hupfeld.</span></b></span></span></span>[/caption]


<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Das kalte Kind ist zurückgekehrt, um sich zu rächen. Es möchte Vergeltung an denen ausüben, die es bis zum Tod gefoltert haben. Das Kind wird die Macht stürzen und die Jugend gegen die Herrschenden revoltieren lassen. Dafür wird die Zeit rückwärts laufen. Veränderungen sind nur in der Vergangenheit möglich.</span></span></p>


&nbsp;


<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Nachwuchsregisseur Ersan Mondtag, der auch für Bühne und Kostüm verantwortlich ist, erarbeitet mit seiner Bildersprache ein hochkarätiges Gesamtkunstwerk. Seine artifizielle Ausdrucksweise spiegelt sich im routinierten und disziplinierten Alltag der Internatskinder, welche gemeinsam Essen, Lernen, Duschen und zu Bett gehen. Ohne viele Worte greift die Inszenierung gesellschaftspolitische Fragen aus der Gegenwart auf, wie beispielsweise: Was hält eine Gemeinschaft zusammen? Sind es Routine, Geheimnisse oder Qualen? Bildet die Masse eine Gesellschaft? Muss der Einzelne aus der Masse heraustreten, um eine gerechte Ordnung zu erzielen? Sind Widerstand und Revolte, das geeignete Mittel um Machtstrukturen zu durchbrechen? Kann ein Einzelner die Verhältnisse stürzen? </span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Der Stücktext &gt;&gt;Das Internat&lt;&lt; verfasst von den Dramaturgen Alexander Kerlin und Matthias Seier gibt den Bildern einen notwendigen Rahmen. Genau, wie die Musik des Komponisten T.D. Finck von Finckenstein, ergänzt der Text die Bilder der Bühne. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Mondtags Inszenierung &gt;&gt;Das Internat&lt;&lt; erinnert an ein Bilderbuch. Es ist eine moderne und außergewöhnliche Herangehensweise an theatrale Strukturen. Das Bild tritt an die Stelle von Text und wird zum primären Ausdruck an diesem Abend. Mondtag erzählt mit seinem düsteren Bühnenbild und den uniformierten, sowie nackten Körpern <i>–teilweise wird Nacktheit mit Ganzkörperanzügen mit Stoffgenitalien dargestellt–</i> von einer Jugendvereinigung, die an eine Burschenschaft im Kriegszustand erinnert. Zu den Bühnenbildern werden auf einer Hauswand Ausschnitte aus der Gegenwart abgespielt, beispielsweise wie das Fahndungsvideo vom Berliner U-Bahn-Treter. &gt;&gt;Das Internat&lt;&lt; ist ein Abbild von gesellschaftlichen Machtstrukturen, in denen die Hierarchie die Masse drangsaliert. Ob es sinnvoll ist bei der Umkehr der Machtverhältnisse den Souverän zu drangsalieren, ist eine moralische Frage, die an diesen Abend unbeantwortet bleibt.</span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><a href="https://www.theaterdo.de/detail/event/18226/">&gt;&gt;Das Internat&lt;&lt;</a>, Schauspiel Dortmund, weitere Termine: 16.2.2018/ 10. und 11. 3.2018/ 27. und 28.4.2018/ 2. und 3.5.2018/ 13.5.2018/ 8.6.2018/ 23.6.2018/ 8. und 11.7.2018. Karten unter Tel. (0231) 5 02 72 22. </span></span></p>

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