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	<title>Theater &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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	<description>News aus Kultur und Politik</description>
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	<title>Theater &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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		<title>Für die Kunst leben und nicht von ihr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jan 2022 09:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[( ART )]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterklasse]]></category>
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					<description><![CDATA[Die soziale Herkunft definiert in unserer Gesellschaft die Klasse und die Zugehörigkeit der Menschen untereinander. Das klingt grausam und das]]></description>
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<p>Die soziale Herkunft definiert in unserer Gesellschaft die Klasse und die Zugehörigkeit der Menschen untereinander. Das klingt grausam und das ist es auch. Aber ohne das Bewusstsein von Klasse wäre unsere Gesellschaft gar nicht begreifbar. Herrschende Zustände und Gegebenheiten lassen sich überhaupt nur hinreichend erklären, verständlich auf den Punkt bringen, wenn der entscheidende Faktor soziale Herkunft mitgedacht wird. Von der Identitätsbildung eines Menschen ganz zu schweigen.<br><br>Ohne Sexualität und ohne ein Bewusstsein einer Herkunft, fällt es Menschen schwer, ein Ich zu konstituieren. Oder, anders ausgedrückt: Sexualität und (soziale) Herkunft sind Prägungen des Menschen, die er mit seiner Geburt auferlegt bekommt. Er wird mit Geschlecht und Klassenstatus in eine Gesellschaft integriert und bekommt dadurch seine Funktion als Subjekt zugesprochen. Es ist eine Entscheidung, die der Mensch nicht selber treffen kann – sie wird mit ihm in die Wiege gelegt. Ab diesem Punkt prägt die soziale Herkunft das Ich eines Menschen und bestimmt den von der politischen Verfasstheit der Gesellschaft vorgezeichneten Lebensweg. Triumphiert das Individuum über seine festgelegte soziale Herkunft, befreit es sich also durch Bildung von seiner Klasse, verändert sich seine Identität. Es bildet sich eine Kluft.<br></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Der lange Weg eines Kindes der Arbeiterklasse in die Institutionen des Bildungsbürgertums</strong></h4>



<p>Mein Vater ist gelernter Tischler, wechselte über einen Onkel in die Automobilindustrie. Vom Tischler zum Kfz-Schlosser. Statt Tische, schraubte er am Fließband Autos zusammen. Er selber besitzt bis heute keinen Führerschein. Auch meine Mutter nicht. Meine ältere Schwester machte ihren während ihrer Ausbildung zur Arzthelferin. Ein Führerschein ist für mich bis heute immer noch ein Luxusgut. Viele meiner ehemaligen Schulkollegen und -Kolleginnen haben ihren Führerschein während ihres Abiturs gemacht – nicht alle haben den von ihren Eltern bezahlt bekommen, viele arbeiteten neben der Schule bei ihren Eltern oder hatten andere Gelegenheitsjobs. Irgendwie sah ich während dieser Zeit nie die Notwendigkeit, mein gespartes oder erarbeitetes Geld für einen Führerschein anzulegen. Wir wohnten mitten in der Stadt, gut angebunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Heute ärgert es mich schon, dass mich niemand über die Notwendigkeit der Fahrerlaubnis aufgeklärt hat. Tatsache ist, dass dieser Lappen für unendlich viele Jobs gebraucht wird, beziehungsweise dafür Voraussetzung ist. Und ich mittlerweile verstanden habe, dass die gesellschaftliche Struktur öffentliche Verkehrsmittel hauptsächlich für eine niedere Klasse vorgesehen hat – unabhängig davon, dass öffentliche Verkehrsmittel klimafreundlich sind, mehr oder generell in sie investiert und sie weiter ausgebaut werden sollten. Für Deutsche ist das Auto ein Prestigeobjekt. Es verschafft Autonomie und ein anderes Bewusstsein der eigenen Klasse, indem die Angewiesenheit auf öffentliche Verkehrsmittel aufgelöst wird, und sich die Prestigeobjekt-Eigner voller Stolz von der vorausgesetzten Klasse abheben können.</p>



<p></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Das Auto als Prestigeobjekt des Deutschen</strong></h4>



<p>Wie meine ältere Schwester – sowie meine Eltern und Tanten – ging ich auf eine Hauptschule, machte meine Fachoberschulreife, lehnte aber einen Ausbildungsplatz ab. Ich hatte ein Angebot bei der Bezirksregierung im Bereich Bürokommunikation. Heute frage ich mich schon, was wäre, wenn ich kein Abitur gemacht hätte und wie dann mein Verhältnis zu meiner Familie wäre. Mit dem Segen meiner Eltern ging ich aufs Gymnasium. Ich hatte sie gefragt, ob es in Ordnung wäre, wenn ich noch weiter zu Hause wohnen bliebe. In dem Moment war es für sie kein Problem. Ich denke, sie hatten gar nicht verstanden, was dieser Schritt bedeutete und welche Konsequenzen er für sie haben würde. Erst im Nachhinein wurde ich immer wieder von meinem Vater gefragt, wie lange ich noch gedenken würde zur Schule zu gehen, wann ich ausziehe und zu arbeiten anfangen würde. Meine Eltern und meine Familie hatten gar keinen Begriff für so einen Werdegang wie meinen. Sie haben gar nicht verstanden, wie anstrengend es für mich war, von einer Hauptschule, wo wir im Kunstunterricht Mandalas ausmalten, auf ein Gymnasium zu wechseln, in dem Kunst eine Geschichte mit Bildern hatte.</p>



<p></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Der Berufszweig der Künste ist nicht für die Arbeiterklasse vorgesehen</strong></h4>



<p>Dasselbe Szenario gab es dann nochmal bei meinem Schritt zum Studium. Direkt war es kein Problem, aber indirekt war es meinen Eltern doch lieb, wenn ich endlich mal ausziehen und wie meine Schwester mein eigenes Geld verdienen würde. Immer wieder wurde ich darauf hingewiesen, dass ich mir doch endlich eine Arbeit suchen solle. Viel zu spät und mit großer Tragik bin ich – natürlich ohne irgendein Kapital – mit Mitte 20 von zu Hause ausgezogen und in eine für mich viel zu teure Wohnung in Uni-Nähe eingezogen.<br><br>Hineingerutscht in den Berufszweig der Künste, wurde mir nach meinem Studium schnell deutlich, dass ich als Kind der Arbeiterklasse keine Chancen in diesem Berufszweig haben werde. Mir fehlt das Kapital, welches ich für meine Existenz benötige. Engagements haben in der Regel schlechte Konditionen und eine schlechte Vergütung. Ferner fehlt mir das Netzwerk, das viele Kunstschaffenden aufgrund ihrer sozialen Herkunft mitbringen.&nbsp; Oftmals ist selbst das bei Gesprächen zu Engagements ein Tabuthema. Die Bewerberin soll ja für die Kunst leben und nicht von ihr.</p>



<p></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Bewerberin soll ja für die Kunst leben und nicht von ihr</strong></h4>



<p>Paradoxerweise hält sich der ganze Bereich um die darstellenden Künste für sehr sozial, tolerant und aufgeschlossen. Und versucht, diskriminierende Strukturen unserer Gesellschaft aufzudecken und in künstlerischen Arbeiten zu thematisieren. Erstaunlicherweise wird über die soziale Herkunft so gut wie nie gesprochen, vermutlich weil es ein genereller Konsens ist, dass die verachtete Unterschicht – für die Theater ja immer wieder zugänglich gemacht werden soll – niemals dort auftauchen wird.</p>



<p></p>



<p> </p>



<p>Zuerst erschienen auf <a href="https://expanded.dock11-berlin.de/Lesen9" target="_blank" rel="noopener" title=""><strong>„Der lange Weg ins Bildungssystem – Autobiografische Fragmente“</strong></a> von <strong><a href="https://dock11-berlin.de/" target="_blank" rel="noopener" title="">Dock11</a></strong> in Berlin.</p>
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		<title>Mephistoland, Europa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Aug 2018 19:32:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Aram Tafreshian]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bettina Hoppe]]></category>
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					<description><![CDATA[
				<![CDATA[]]>		]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA[

<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Regisseur, András Dömötör schickt das Gorki Ensemble in <i>&gt;&gt;Mephistoland&lt;&lt; </i>(UA 9. Juni 2016)<i> </i>an das ungarische Nationaltheater und konfrontiert sie mit dem europäischen Faschismus.</span></span></p>


[caption id="attachment_1937" align="alignleft" width="527"]<img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-1937 " src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/Mephistoland_MG_2576C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1-1024x683.jpg" alt="" width="527" height="351" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/Mephistoland_MG_2576C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1-1024x683.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/Mephistoland_MG_2576C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1-350x233.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/Mephistoland_MG_2576C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1-500x333.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/Mephistoland_MG_2576C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1-768x512.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/Mephistoland_MG_2576C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1-360x240.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/Mephistoland_MG_2576C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1-1536x1024.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/Mephistoland_MG_2576C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1-2048x1365.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/Mephistoland_MG_2576C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1-308x205.jpg 308w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/Mephistoland_MG_2576C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1-130x87.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/Mephistoland_MG_2576C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1-650x433.jpg 650w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/09/Mephistoland_MG_2576C-Ute-Langkafel-MAIFOTO-1-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 527px) 100vw, 527px" /> <span style="font-size: small;"><i><span style="font-family: Ubuntu;">&gt;&gt;</span><span style="font-family: Ubuntu;">Mephistoland</span><span style="font-family: Ubuntu;">&lt;&lt;</span></i> <i><span style="font-family: Ubuntu;">, Ensemble, Foto: </span><span style="font-family: Ubuntu;">Ute Langkafel</span></i></span>[/caption]


<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Applaus! </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Vorhang fällt. D</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ie Schauspieler*innen (Aram Tafreshian, Mareike Beykirsch, Bettina Hoppe, Tim Porath, Mehmet Yilmaz) verbeugen sich. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Aram Tafreshian </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">holt einen Zettel hervor und verliest mit zittriger Stimme, dass </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">das Ensemble</span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">sich </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">hinter ihre</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">n</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> weltoffenen Intendanten, R</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ó</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">bert </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Alföldi </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">stellt und </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ruft </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">gleichzeitig zu einer Protestaktion auf</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">. Dem Nationaltheater steht ein Intendantenwechsel bevor, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">weil die autoritär-nationale Partei </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Fidesz</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> während den letzten Wahlen ein</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">e</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> 2/3 Mehrheit erzielte. Der Parteivorsitzende Viktor Mih</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">á</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ly Orb</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">á</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">n hat seinen Freund, Attila </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Vidny</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">á</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">nszky </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">für die Intendanz </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">des Theaters</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> berufen. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Vidny</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">á</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">nszky </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">soll wieder eine christlich-nationalistische Tradition ins Haus einführen, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">was bei vielen in der Theatergruppe auf Widerstand stößt. Während einige sich lernen anzupassen, rebellieren die anderen. Letztendlich landen sie alle </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">in der Endstation, Erlebnisbad.
</span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">D</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">as Gorki-Ensemble und </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">der</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> Regisseur </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Dömötör </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">entwerfen im Jahre 2016 mit </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Mephistoland&lt;&lt; </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">eine Dystopie von einem faschistischen Europa, welches heute real zu sein scheint.</span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Den Rahmen für </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Mephistoland&lt;&lt; </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">liefert einerseits der Roman </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Mephisto&lt;&lt;</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> von dem Schriftsteller, Klaus Mann und andererseits ein homosexuelles </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Schauspielerpaar, das </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">jeweils </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">an unterschiedlichen Punkten </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">seiner </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Karriere steh</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">t</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Tim </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ist ein Star unter den Spielern. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Er ist</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> eigen und </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">w</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">idersetzt sich gerne den Normen. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Im Gegensatz zu seinem Lebens</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">gefährte</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">n</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Aram. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Er </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">spielt Nebenrollen und passt sich an. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Eigentlich </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ergänzen sich </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">beide </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ganz gut. Bis </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">sie sich zum Intendantenwechsel, beziehungsweise zum Faschismus positionieren müssen. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Tim </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">widersetzt sich der</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> christlich-nationalistische</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">n Struktur </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">und Aram </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">passt sich an. Er sieht seine Chance unter neue</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">r Theaterf</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ührung berühmt zu werden.</span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Die Autoren, Dömötör, Korn</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">é</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">l Laboda </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">und Albert Beneder schaffen </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">sich</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> mit diesem </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Rahmen</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> die Möglichkeit mit der Dramaturgie zu experimentieren. Sie bauen unterschiedliche Nebengeschichten in die Inszenierung </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ein, um das Horroszenario eines faschistischen Europa zu erweitern</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Wie </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">unter anderem</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> die revoltierende Regisseurin, die kein Blatt vor dem Mund nimmt, oder die hungernde Aktionskünstlerin vor dem Theater, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">oder ein Schauspieler, der nicht den Suizid vom Nationalsozialisten Adolf H. spielen möchte</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">.</span></span></p>




<blockquote>


<p align="right"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Ich bin Regisseurin, gehen sie links ab.</span></span></p>


</blockquote>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">D</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ie Nebengeschichten </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">sind </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">interessant und </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">zeigen</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> unterschiedliche Formen </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">des Widerstands. Dennoch</span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">tragen sie </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">auch </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">dazu bei, dass der Rahmen </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">unter den anderen Geschichten abhanden kommt. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Und Bezüge und Übergänge hin und wieder orientierungslos</span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">abgespielt werden</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Das </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Gorki-Ensemble </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">spricht und spielt </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">das Drama </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Mephistoland&lt;&lt; </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">in seinen einzelnen Rollen sehr überzeugend, unterhaltsam und bringt </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">den </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Zynismus des Ganzen zum Glänzen. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Und erinnert in seiner surrealistischen Art an das Musical </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Rocky Horror Picture Show&lt;&lt;</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">.</span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><b>&gt;</b></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><b>&gt;Mephistoland&lt;&lt;</b></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">,</span></span><b> </b><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Maxim Gorki Theater, Weitere Vorstellungen: <a href="https://gorki.de/de/mephistoland">https://gorki.de/de/mephistoland</a> </span></span></p>

]]&gt;		</p>
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