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	<title>Staatsoper im Schillertheater &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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	<description>News aus Kultur und Politik</description>
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	<title>Staatsoper im Schillertheater &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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		<title>Da steckste nicht drin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Jul 2016 13:19:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[DIE LUFT HIER: SCHARFGESCHLIFFEN]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Werner Kroesinger]]></category>
		<category><![CDATA[INFEKTION!]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Hermann]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsoper Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsoper im Schillertheater]]></category>
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<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Mono,monospace;"><span style="font-size: small;">Gefangen, verschleppt und isoliert präsentiert Hans-Werner Kroesinger Matthias Hermanns Charaktere in <b>DIE LUFT HIER: SCHARFGESCHLIFFEN </b>während des INFEKTION! Festival für neues Musiktheater (23. Juni – 16. Juli 2016). Sie haben keine Luft zum Atmen, kein Zeitgefühl und beginnen ihren Verstand zu verlieren. </span></span></p>




<blockquote>


<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Mono,monospace;"><span style="font-size: small;">Protest ist, wenn ich sage, das und das paßt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß das, was mir nicht paßt, nicht länger geschieht. (Ulrike Meinhof)</span></span></p>


</blockquote>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Mono,monospace;"><span style="font-size: small;">Die Gefangene (Olivia Stahn), Ulrike Meinhof, befindet sich nach den Sprengstoffanschlägen mit Todesfolgen, die sie mit der RAF begangen hat, in der Haftanstalt Köln-Ossendorf. Isolationshaft. Um sie herum drei Frauen (Stelina Apostolopoulou, Jelena Bankovi<span style="font-family: Liberation Mono,monospace;">ć</span>, Ivi Karnezi) die Zisch-Laute von sich geben. Alles abstrakt, sonderbar und weiß. Klänge kommen ganz plötzlich und verschwinden dann wieder. Stille. &gt;&gt;Da man die Stille nicht bekämpfen kann, kann man nur das bekämpfen, was mit einem, an einem selbst passiert – schließlich bekämpft man nur sich selbst&lt;&lt;. Klang. Das fantastische Wesen eines Dschinn (Martin Gerke) -der irgendwie an Batmans Rivale Joker erinnert- tritt auf, verteilt Töne im Raum, verschwindet und lässt den Dichter (Thomas Wittmann), Ossip Mandelstam, von der Realität des Straflagers berichten. Gemeinsam vergegenwärtigen alle Charakter die Isolation. Schreibend verhalten sie sich zur Welt, leisten dadurch Widerstand gegen politische Verhältnisse.</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/07/luft2Hier473-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-682 size-full" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/07/luft2Hier473-1.jpg" alt="" width="2205" height="3307" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/07/luft2Hier473-1.jpg 2205w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/07/luft2Hier473-1-200x300.jpg 200w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/07/luft2Hier473-1-300x450.jpg 300w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/07/luft2Hier473-1-768x1152.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/07/luft2Hier473-1-683x1024.jpg 683w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/07/luft2Hier473-1-167x250.jpg 167w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/07/luft2Hier473-1-1024x1536.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/07/luft2Hier473-1-1366x2048.jpg 1366w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/07/luft2Hier473-1-137x205.jpg 137w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/07/luft2Hier473-1-60x90.jpg 60w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/07/luft2Hier473-1-413x620.jpg 413w" sizes="(max-width: 2205px) 100vw, 2205px" /></a><span style="font-family: Liberation Mono,monospace;"><span style="font-size: small;">Die Gefangene: Olivia Stahn, Foto: David Baltzer.</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Mono,monospace;"><span style="font-size: small;">Wie in einer Zelle gefangen, treffen Zuschauer, Musiker und Darsteller in einer Rauminstallation aufeinander. Nehmen mitten im Bild Platz und sind Teil der Szenerie. Irgendwie ist alles sehr abstrakt, nur selten fallen längere Textpassagen oder ganze Musikstränge. Fragmente aus Worten und Klängen bilden die Partitur des Abends. Dadurch fällt es schwer die komplexe Thematik des Stücks zu erfassen. Es bedarf seiner Zeit sich auf das Geschehen einzulassen, um nachzuvollziehen und empfinden zu können, was passiert; beziehungsweise, um die verschieden Perspektiven der Charaktere zu begreifen. Um zu verstehen, dass sich diese Menschen innerhalb ihrer Isolation, schreibend mit den Umständen befassen, die sich außerhalb ihres Selbst befinden. Durch die Abgeschiedenheit ihre Orientierung verlieren; und Stimme und/ oder Sprache brauchen, um sich ihrer Selbst gewiss zu werden.</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Mono,monospace;"><span style="font-size: small;">Das experimentelle Musiktheater<b> DIE LUFT HIER: SCHARFGESCHLIFFEN </b>von Matthias Hermann (Inszenierung: Hans-Werner Kroesinger) passt perfekt ins Konzept des INFEKTION! Festival. Die zersplitterte Form aus Text und Klang, die die unterschiedlichen Perspektiven der Charaktere ermöglicht, ist analog mit dem Zusammenbruch von politischen Strukturen zu verstehen. Und schafft durch die drei weiß gekleideten Frauen, die auf Kinderlieder und -spiele zurückgreifen, über Ton und Gesang identitätsstiftende Momente und Zugehörigkeiten unter den Darstellern. Im Jahr 1994, in dem <b>DIE LUFT HIER: SCHARFGESCHLIFFEN </b>ihre Uraufführung feierte, kam ein (aggressiver) Nationalismus auf, der mitten in Europa eine Gewaltpolitik auslöste (Bosnienkrieg 1992-1995) und erneut Lager schaffte, in denen Menschen wegen ihrer Herkunft, Religion, ihrer Zugehörigkeit gefoltert und ermordet wurden (Genozid von Srebrenica 1995). Auch heute im 21. Jahrhundert befinden wir uns mitten in Europa in einem politischen Umbruch. Die Union droht auseinander zu fallen, der Nationalismus mit rechten Gedankengut ist wieder stark in der Politik präsent. Somit ist das experimentelle Musiktheater <b>DIE LUFT HIER: SCHARFGESCHLIFFEN </b>mit etwas Vorlauf<b> </b>ein gelungenes Stück, welches in seiner Form den Zerfall der Gemeinschaft und die Gegenwart der (politischen) Isolation, die in Nationalismus mündet, anspricht.</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Mono,monospace;"><span style="font-size: small;"><b>DIE LUFT HIER: SCHARFGESCHLIFFEN</b></span></span><span style="font-family: Liberation Mono,monospace;"><span style="font-size: small;">| 6. und 10.7.2016, 19h| 8.7.2016, 20| </span></span><span style="font-family: Liberation Mono,monospace;"><span style="font-size: small;">Karten unter: </span></span><span style="font-family: Liberation Mono,monospace;"><span style="font-size: small;"><a href="http://www.staatsoper-berlin.de/de_DE/calendar-2015-2016/die-luft-hier-scharfgeschliffen.13162074">http://www.staatsoper-berlin.de/de_DE/calendar-2015-2016/die-luft-hier-scharfgeschliffen.13162074</a> oder (0)30 – 20 35 45 55.</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Mono,monospace;"><span style="font-size: small;"> Programm zum Festival| http://www.staatsoper-berlin.de/de_DE/infektion-festival-2016
</span></span></p>

]]&gt;		</p>
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		<title>FOR THE DISCONNECTED CHILD – Eine Hommage an das „Andere-Selbst“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jul 2013 17:36:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Notice]]></category>
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<p><iframe title="»For the Disconnected Child« Trailer der Schaubühne Berlin" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Sg5Dhkr3Gfo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<blockquote>
<p><!--[CDATA[








<p align="JUSTIFY"]]--><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Wonach suchst Du? Hat Deine Suche überhaupt mal ein Ende? – Nähe? Zu abstrakt! Hey! Geh nicht weg! Bleib, bitte! – Tut mir Leid, Sie sind unvermittelbar. </span></p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;">
</p><p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">In Falk Richters neuen Projekt <b>FOR THE DISCONNECTED CHILD </b>geht es um den Wunsch nach Nähe, Zuneigung und diese zulassen zu können. – Begegnung, Verbindung, Auflösung. – Die Disziplinargesellschaft wird zur Leistungsgesellschaft und das nach Nähe suchende Subjekt verfällt einem Optimierungszwang. Selbstoptimierung. Beziehungsoptimierung. Der Mensch unterliegt einer Narzissifizierung seines Selbst. Der Andere verschwindet, weil das Selbst die Andersartigkeit des Anderen nicht mehr wahrnimmt. Das narzisstische Selbst beginnt in dieser kapitalistischen Leistungsgesellschaft sich selbst auszubeuten. Ist ja auch viel produktiver als Fremdausbeutung. Die ständige Selbstoptimierung verläuft köhärent mit einer Selbstausbeutung, wodurch das Gehorsamsubjekt nun zum leistungsorientierten „Homo oeconomicus“ wird. </span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Wir sind am Ende der Liebe angekommen. Menschen können nicht mehr Bindungen eingehen, haben Angst vor Nähe und gleichzeitig Furcht vor der Einsamkeit. Das Zeitalter der neuen Technologien ermöglicht diverse Verbindungen mit einer unglaublichen Distanz, das heißt Beziehungen werden nicht mehr nah erfahren. Die Nähe als solche verschwindet. Die Bindungsfähigkeit des Menschen ist gestört, DISCONNECTED. Genau wie in der Psychologie: Disconnected Kinds. Autistische oder an ADHS erkrankte Kinder suche die Nähe zu ihrer Mutter. Voller Verlangen versuchen sie Vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen mit der latenten Gewissheit, dass man Menschen nicht trauen kann. Vertrauen wird zur Herausforderung. Bindungsfähigkeit zu einem unerfüllbaren Wunsch. – MAMA! MAMA? HÖRST DU MICH? – Genau wie diese Kinder, sind die Menschen in Falk Richters Projekt <b>FOR THE DISCONNECTED CHILD.</b> Rastlos suchende Menschen nach Bindungen in einer Welt voller Möglichkeiten. Unfähig sich einzulassen, wie Peter Tschaikowskis Eugen Onegin. Ein freiheitsliebender Dandy, der Tatjanas gestandene Liebe dankend zurückweist. Eugen möchte seine Freiheit nicht für eine „wahrscheinlich lebenslange“ Bindung opfern. Falk Richter bettet diese Opernhandlung in sein Stück ein und lässt seine Figuren auf „Eugen Onegin“ blicken. Die Darsteller*innen (Franz Hartwig, Ursina Lardi, Stefan Stern, Tilman Strauß, Luise Wolfram) halten wie Eugen an ihrer selbst geschaffenen Freiheit fest. – Wenn eine selbstgeschaffene Freiheit zum Zwang wird, ist mensch dann noch frei? Oder unterliegt das von sich selbst entworfene Projekt „freier Mensch“ neoliberalen Zwangsstrukturen? – Liebe und der neoliberale Markt fusionieren miteinander. Der Arbeitsmarkt wird emotionalisiert und die zwischenmenschliche Beziehungen werden optimiert. Den optimalen Partner lernen wir heutzutage auf Dating- und Partnersuchwebseits kennen. Die Sprache verliert an Bedeutung, weil das Jargon des neoliberalen Marktes mit dem der Liebe zusammenfällt. Die Sprache tritt in den Hintergrund und der Klang wird zum zentralen Stilelement des Stücks <b>FOR THE DISCONNECTED CHILD</b>.</span></p>
<figure id="attachment_143" aria-describedby="caption-attachment-143" style="width: 305px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-143" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/07/helgihrafnjatildesup3nsson_fotoarnodeclair-1-681x1024.jpg" alt="helgihrafnjatildesup3nsson_fotoarnodeclair" width="305" height="459" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/07/helgihrafnjatildesup3nsson_fotoarnodeclair-1-681x1024.jpg 681w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/07/helgihrafnjatildesup3nsson_fotoarnodeclair-1-200x300.jpg 200w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/07/helgihrafnjatildesup3nsson_fotoarnodeclair-1-768x1154.jpg 768w" sizes="(max-width: 305px) 100vw, 305px" /><figcaption id="caption-attachment-143" class="wp-caption-text">Helgi Jonsson, Foto: Arno Declair.</figcaption></figure>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Sieben Komponisten (Malte Beckenbach, Achim Bornhoeft, Oliver Frick, Helgi Hrafn J<span style="font-family: Arial, sans-serif;">ónsson, Jan Kopp, Jörg Mainker, Oliver Prechtl) vertonen Texte von Falk Richter oder &#8218;</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">kreieren eigene Kompositionen&#8216;</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">. Vier Sänger (</span>Helgi Hrafn J<span style="font-family: Arial, sans-serif;">ónsson, Borjana Mateewa, Gyula Orendt, Maraike Schröter) mit ergreifenden Stimmen schaffen es die Zuschauer*innen in ihrem Bann zu ziehen, sei es Melancholie oder sprühender Zynismus. So sorgt die Sopranistin Maraike Schröter für unglaublich viel Witz als sie die 12. Komposition &gt;&gt;Hör auf zu weinen&lt;&lt; singt. Die 12. Szene erinnert an eine Textszene von Falk Richters Inszenierung „Rausch“: „Bist du gut angekommen?“. Menschen, die Falk Richters Stücke kennen, werden feststellen, dass </span><b>FOR THE DISCONNECTED CHILD</b> ein Remix aus neuen und alten Schriften des Autors Richters ist. Besonderes viel Lob für seine atemberaubende Gesangsleistung bekommt Helgi Hrafn J<span style="font-family: Arial, sans-serif;">ónsson, der nicht nur eine begnadete Stimme hat, die zu Tränen rührt, sondern auch instrumental den Saal mit den passenden Klängen füllt.</span></span></p>
<div class="mceTemp">&nbsp;</div>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><b>FOR THE DISCONNECTED CHILD </b></span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">von Falk Richter ist eine einzigartige Aufführung, wo Text, Klang, Gesang und Tanz (Steven Michel, Franz Rogowski, Jorijn Vriesendorp) auf höchsten künstlerischen Niveau aufeinandertreffen. Die Zuschauer*innen bekommen einen facettenreichen Einblick (unterstützt durch das Bühnenbild von Katrin Hoffmann) in die Menschen unserer kapitalistischen Leistungsgesellschaft, die versuchen nahbare Liebe zu erfahren und das „Andere-Selbst“ als Erlösung für die selbstgeschaffene „Erfolgsdepression“ zu erkennen.</span></span></p>
<p align="JUSTIFY">
</p><p align="JUSTIFY">
</p><p align="JUSTIFY"></p>
</div></div>



<p></p>



<p><strong>Sonntag, 5. April</strong><br><a href="https://www.schaubuehne.de/de/produktionen/for-the-disconnected-child.html">For the Disconnected Child</a><br>Text, Regie und Choreographie: Falk Richter</p>



<p><em>Premiere am 14.06.2013 an der Schaubühne am Lehniner Platz</em></p>



<p></p>



<p></p>



<p></p>



<p><em>(Rezension vom 5.Juli 2013)</em></p>
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