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	<title>Kay Voges &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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	<description>— News aus Kultur und Politik</description>
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	<item>
		<title>RCE #RemoteCodeExecution: „Es braucht eine Revolution, zu der man tanzen kann!“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Apr 2024 11:58:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Regisseur Voges bringt Bergs dystopischen Roman „RCE“ auf die Bühne des Berliner Ensembles und zeigt mit Mitteln der Theatralik, wie Hacker eine durchdigitalisierte Welt beeinflussen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="960" height="638" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2024/05/03_RCE_BE_Moritz-Haase.png" alt="" class="wp-image-3166" style="width:673px;height:446px" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2024/05/03_RCE_BE_Moritz-Haase.png 960w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2024/05/03_RCE_BE_Moritz-Haase-500x332.png 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2024/05/03_RCE_BE_Moritz-Haase-350x233.png 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2024/05/03_RCE_BE_Moritz-Haase-768x510.png 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2024/05/03_RCE_BE_Moritz-Haase-360x239.png 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2024/05/03_RCE_BE_Moritz-Haase-308x205.png 308w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2024/05/03_RCE_BE_Moritz-Haase-130x86.png 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2024/05/03_RCE_BE_Moritz-Haase-650x432.png 650w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2024/05/03_RCE_BE_Moritz-Haase-272x182.png 272w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption class="wp-element-caption">RCE im Berliner Ensemble © Moritz Haase </figcaption></figure>
</div>


<p>Berlin • Der Regisseur <a href="https://freigeist-magzine.de/2017/05/08/voyeurismus-in-dystopia/" target="_blank" rel="noopener" title="">Kay Voges</a> bringt Sybille Bergs rebellischen Roman „RCE #RemoteCodeExecution“ auf die Bühne des Berliner Ensembles und versucht mit den Mitteln der Theatralik aufzuzeigen, wie Hacker eine durchdigitalisierte Welt beeinflussen.</p>



<p>„Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“, sprach Zarathustra in Nietzsches Werk – auch Voges BE-Ensemble trägt noch Chaos in sich. Es überflutet das menschliche Hirn in Bruchteilen von Sekunden mit gesprochenen Wort, Gesang und Bildern. Die Aussagen der Darsteller:innen werden zeitgleich auf die Bühne, ein weißes Oktagon, projiziert. Dort finden ebenfalls KI-generierte Bilder, Fotos aus dem Weltgeschehen und Kurzfilme seinen Platz. </p>



<p>Es ist eine Masse an Daten und Informationen, die die uniformen, anzugtragenden Schauspieler:innen dem Publikum näherbringen. Dabei erinnert das weiße Achteck an ein Raumschiff oder an eine Wohnzelle aus dem Science-Fiction-Film „das fünfte Element“ – jedenfalls befinden wir uns in einer nicht allzu weit entfernten <a href="https://freigeist-magzine.de/2017/09/18/welche-zukunft/" target="_blank" rel="noopener" title="">Zukunft</a>, in der die Welt vollständig digitalisiert ist. Maschinen haben einen großen Teil menschlicher Aufgaben übernommen und (Fitness)influencer haben die Dauerwerbesendung für sich entdeckt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Daten, Daten, Daten! – Panoptikum und Simulakren in „RCE“</h3>



<p>Daten, Daten, Daten! – Der Mensch lebt in „RCE“ in einer spätkapitalistischen Gesellschaft, in der die Autokratie herrscht. Durch die großzügige Freigabe an seinen Daten, wird das Individuum komplett überwacht und von den Plattform- und Kapitaleigner:innen durchleuchtet, die seine freigegebenen Daten als Ware handhaben. </p>



<p>Seinen Drang nach Wohlstand hat ihn in ein <a href="https://freigeist-magzine.de/2014/07/28/weightwatch/" target="_blank" rel="noopener" title="">foucaultsches Panoptikum</a> verachtet. Dort lebt er völlig verwahrlost zwischen Simulakren; kann Wirklichkeit von Simulation nicht trennen und verläuft sich in unterschiedlichen Propaganda-Zweigen. Diese Situation macht sich ein europaweites Hacker:innen-Netzwerk zunutze, in dem sie über eine Fernsteuerung entscheidende Systeme mit #Remote Code Executions (=RCE) hackt. Die Hacker:innen beginnen die lethargische Gesellschaft zu einem Neustart zu mobilisieren und versuchen das System mit seinen eigenen Methoden zu Fall zu bringen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">„Kill your Darlings“ – Reizüberflutung lässt den Faden verschwinden</h3>



<p>Regisseur Voges hat den üppigen Roman von der Autorin Berg auf 75 Minuten zusammengestaucht; was hinsichtlich der Story gut funktioniert. Problematisch sind jedoch die vielen eingesetzten Elemente, die es dem Hirn schwer machen, zu folgen. Die Augen springen nämlich von den Darsteller:innen, zu dem Text, zu den Bildern und gleichzeitig versuchen die Ohren die Akustik einzufangen. Oftmals wird dadurch nicht deutlich, welches Anliegen die Schauspieler:innen auf der Bühne haben; weil eine totale Reizüberflutung herrscht und so der Faden verloren geht. Das Spiel mit den vielen digitalen Mitteln ist zwar ästhetisch ansprechend; aber zu viel des Guten. </p>



<p>Um es mit den Worten des kürzlich verstorbene Dramatikers <a href="https://freigeist-magzine.de/2014/10/02/house-for-sale-ein-haus-geht-auf-distanz/" title="">René Pollesch</a> auszudrücken, <a href="https://www.3sat.de/kultur/theater-und-tanz/kill-your-darlings-rene-pollesch-theatertreffen-2012-100.html" target="_blank" rel="noopener" title="">„Kill your Darlings“</a>. Manchmal ist weniger mehr. – Aber vielleicht bringt die Inszenierung Bergs Wunsch, „Europa neu (zu) erfinden, alle kaputten Systeme durch funktionierende austauschen (…) (durch) eine friedliche und effektive Revolution (…), etwas näher.</p>



<p></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="&quot;RCE #RemoteCodeExecution&quot; | Trailer" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/2uilbGdxN0s?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p><u>Weitere Spieltermine</u>, 5. Mai, 25. und 26. Mai, 17. und 18. Juni, 24. und 25. Juni, sowie am 8. Juli und letztmalig vor der Sommerpause am 9. Juli 2024. Karten sind zu ergattern über den <a href="https://berliner-ensemble.eventim-inhouse.de/webshop/webticket/eventlist">Webshop</a> oder an der Theaterkasse<em>.</em></p>
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		<title>Theater trifft politische Bildung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Oct 2017 12:45:48 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA[

<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Vom 1.-3. Oktober 2017 haben die Heinrich Böll Stiftung Berlin und das Schauspiel Dortmund sich die Frage gestellt: Kann Theater ein Ort der Bildung und Aufklärung sein?</span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Die Vorstellung von darstellender Kunst ist eng mit dem Wunsch nach kultureller Wirksamkeit verbunden; so ist das Schauspiel für den Dramatiker Friedrich Schiller ein Ort der Aufklärung und eine moralisch-politische Anstalt. Heutzutage ist nicht allein der Ort <i>Theater</i> eine moralisch-politische Anstalt, sondern es kommt immer häufiger auf den geschaffenen Raum, den Ort, die Methode und die Art und Weise des Schauspiels an. Das MOBILIZE!-Event &gt;&gt;Moralische Anstalt 2.0 – Theater trifft politische Bildung&lt;&lt; initiiert von der Heinrich Böll Stiftung Berlin und dem Schauspiel Dortmund, versuchte vom 1.-3.Oktober 2017 in den Räumlichkeiten der Heinrich Böll Stiftung die Frage nach dem Theater als moralische Anstalt auf den Grund zu gehen. Innerhalb von drei Tagen fanden Diskussionen, Vorträge und Inszenierung zu den Thema: Theater trifft politische Bildung statt. Den Anfang eröffnete der junge Regisseur Arne Vogelgesang mit seiner Video-Lecture-Performance <i><a href="http://www.freigeist-magzine.de/index.php/2017/10/02/flammende-koepfe/">&gt;&gt;FLAMMENDE KÖPFE&lt;&lt;</a></i>, in der er den Zuschauern rechte Propaganda-Strukturen und Charaktere aus der digitalen Welt vorstellte. Schon bevor die AfD gewählt wurde, war im Netz Rassismus salonfähig und Stammtischparolen gehörten zum Alltag. Welche Auswirkungen der rechte online Extremismus hat, lässt sich an der vergangenen Bundestagswahl erkennen, in dem wieder offiziell Nationalsozialisten sitzen. Die erste Diskussionsrunde befasste sich mit dem Leitmotiv der Veranstaltung: <i>&gt;&gt;Theater trifft politische Bildung&lt;&lt;</i> und Esther Slevogt <i>(Redakteurin und Geschäftsführerin von nachtkritik.de)</i> begrüßte Kay Voges <i>(Intendant Schauspiel Dortmund</i>), Ulrich Khoun (Präsident des Deutschen Bühnenvereins) und Ellen Ueberschär <i>(Vorstand Heinrich Böll Stiftung)</i>. Slevogt fragte in die Runde: &gt;&gt;Kann Theater uns zu besseren Menschen machen?&lt;&lt;, Khoun bezog sich auf Schiller bei dem Theater versucht eine Synthese zwischen Denken und Gefühl herzustellen. Voges findet, dass es heute nicht mehr ums Wissen, sondern ums Verstehen geht. Wir befinden uns in einem Zeitalter, in dem Globalisierung, Digitalität, Beschleunigung und technischer Fortschritt uns keine Zeit und keinen Raum für Verständnis und für Verstehen geben, sodass wir Existenzangst empfinden. Das Theater kann einen Raum fürs Verstehen bieten und ist insofern eine Anstalt der Aufklärung. Allein pro Sekunde werden 70 Stunden Material in die digitale Welt geladen; wir ertrinken im Chaos und können vor lauter Wahrheiten, keine Wahrheit erkennen. Ferner kann Theater auch einen Ort der Debatte schaffen und Menschen politisch mobilisieren. Beispielsweise ist das Schauspiel Dortmund enger Kooperationspartner des </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>PENG!-Kollektiv</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, welches politische Aktionskunst betreibt und im Juni 2016 hat das Schauspiel Dortmund mit dem Künstlerkollektiv </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Tools for Action</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> eine Spiegelbarrikade aus mit </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">luftbefüllten</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> Würfeln gegen den europaweiten Naziaufmarsch in Dortmund choreographiert Für Ueberschär müssen vor allem die Menschen selber aktiv werden und sich politisch engagieren, weil der Staat kein Pizzalieferdienst ist, den mensch bei nicht gefallen nicht einfach so wechseln kann. Am Folgetag fragte die Professorin Dr. Ingrid Hentschel </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>(FH Bielefeld)</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> während der Tagung in ihrem Vortrag </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Vielfalt statt Einfalt – Potentiale des Theaters 2.0&lt;&lt;</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ob wir ein inklusives Theater brauchen. Verschiedenheit ist ihrer Meinung nach eine Bereicherung. Menschen mit Behinderungen sollten aber nicht nur in künstlerische Prozesse integriert und involviert werden, sodass sie sich partizipieren, sondern sie sollten auch selber in künstlerischen Betrieben arbeiten und dafür müssen Möglichkeiten geschaffen werden. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Weiter ging Dr. Hentschel auf den Partizipationsbegriff generell ein; weil künstlerische Prozesse heutzutage einfach nur abgearbeitet werden, meistens nach Zielgruppen und Erfolg streben, ohne den Prozess als künstlerischen Akt zu begreifen. Dies liegt vor allem an beschleunigte Produktionsprozesse und geringe bis unausgewogene Verteilung an Gelder. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Die Veranstaltung endete am 2. Oktober mit Marcus </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Lobbes </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Inszenierung</span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i><a href="http://www.freigeist-magzine.de/index.php/2017/10/03/trump-the-show-goes-on/">&gt;&gt;TRUMP&lt;&lt;</a></i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">. Eine fingierte Wahlkampfparty </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> auf der neben patriotischen US-Flair, Hot-Dogs und Popcorn, das Phänomen </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Donald Trump&lt;&lt;</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> hinterfragt </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">wurde, und schließlich über ein &gt;&gt;Ja, so ist unser Donald&lt;&lt; hinausging. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Der abschließende Tag stand ganz im Zeichen von Journalismus und Performanz, hier erläuterte der Journalist Martin Kaul </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>(u.a. soziale Bewegung und taz)</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, wie er über die Videoliveübertragungs-App </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Periscope</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> den G20-Gipfel, der in Hamburg stattgefunden hat, im Netz übertragen hat und </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">welche Rolle journalistische Berichterstattung in Echt-Zeit zugemessen werden kann. Beispielsweise verfügt die App </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Periscope</i></span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">über eine Kommentarfunktion, sodass Kaul immer wieder über Dinge auf den laufenden gehalten wurde, die er momentan nicht wahrnehmen konnte. Er bekam von seinen Followern immer wieder Hinweise oder Ratschläge, welchen Ort er aufsuchen sollte. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Periscope </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">könnte eine neue Form von interaktiven Journalismus in Echt-Zeit mit sich bringen, in dem Konsumenten und Journalist</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">en</span></span><span style="font-family:
 Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> miteinander eine Berichterstattung erstellen. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Einen weiteren spannenden Vortrag lieferte Ruben Neugebauer </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>(Sprecher SEA WATCH e.V.)</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> über die kritische Lage im Mittelmeer </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">und den Verein</span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Sea Watch e.V., </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">der sich </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">2014</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> aufgrund des Versagens der </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">E</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">uropäischen Union geflüchteten Menschen </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">auf den Mittelmeer vor dem Ertrinken </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">zu </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">retten</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">gegründet hat. Die NGO ist erfolgreich in ihren Seerettungen, auch wenn sie immer wieder von Staaten, Grenzschutzagenturen oder identitäre Bewegungen bei der Rettung von Menschenleben gehindert werden. Momentan wird ihr Schiff Juventa von Geheimdiensten überwacht; die europäische Union sieht es nicht gern, wenn Organisationen oder Einzelpersonen versuchen ihr Konzept des Sterbens auf dem Mittelmeer zu durchbrechen. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Dennoch schafft es die NGO pro Tag knapp 500 Menschen zu retten und hat bislang 30 000 Menschen vorm Ertrinken bewahrt. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>SEA WATCH</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> verfügt mittlerweile über drei Schiffe und einen Helikopter mit dem sie über das gesamte Einsatzgebiet Lauftaufklärung leisten können. Über weitere Unterstützung freut sich </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>SEA WATCH</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">: <a href="https://sea-watch.org/unterstuetzer/">https://sea-watch.org/unterstuetzer/</a>. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Angeregt von Neugebauers Vortrag über </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">die tragischen Verhältnissen an den europäischen Außengrenzen, folgt Kay Voges Inszenierung </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;DIE SCHWARZE FLOTTE&lt;&lt;</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">in der ein Journalist die Handelsroute &gt;&gt;Mittelmeer&lt;&lt; erkundet und nach den Frachtern fragt, die Menschen, Waffen und Drogen schmuggeln. </span></span><a href="http://www.freigeist-magzine.de/index.php/2017/10/04/die-schwarze-flotte/"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;DIE SCHWARZE FLOTTE&lt;&lt;</i></span></span></a> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ist eine Produktion vom Schauspiel Dortmund und dem Rechercheverbund </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>CORRECT!V </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">und stellt den Höhepunkt der Tagung &gt;&gt;Moralische Anstalt 2.0 – Theater trifft politische Bildung (&#8230;)&lt;&lt; dar, weil hier ganz deutlich wird, dass Theater mehr als ein Unterhaltungsmedium sein kann. Theater kann ein Ort der Aufklärung sein und uns die Möglichkeit geben die Welt zu verstehen. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Somit war das MOBILIZE! Event des Schauspiel Dortmunds und der Heinrich Böll Stiftung ein grandioser Erfolg.</span></span></p>

]]&gt;		</p>
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		<title>IM- und EXPORT MIT DER WARE MENSCH</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Oct 2017 23:14:21 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><![CDATA[


<p align="justify"]]&gt;<span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Regisseur Kay Voges und Autorin Anne-Kathrin Schulz begeben sich gemeinsam mit dem Recherchekollektiv CORRECTIV in der Inszenierung &gt;&gt;DIE SCHWARZE FLOTTE&lt;&lt;, diesmal in der Heinrich Böll Stiftung Berlin*, auf die Suche nach dem Schmuggelnetzwerk im Mittelmeer, welches Menschen, Waffen und Drogen im- und exportiert.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Über 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Zentrale Fluchtursachen sind starke Klimaveränderungen, die das Land unbewohnbar machen oder Krieg. In vielen Kriegen, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">wie beispielsweise im syrischen Bürgerkrieg werden Genozide verübt. Knapp 465 000 Menschen sind im syrischen Bürgerkrieg </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">getötet worden</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">,</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> laut </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="en-US"><i>Syrian Observatory for Human Rights </i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><span lang="en-US"><i>(</i></span></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>SOHR</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>). </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">321 000 Tote wurden bereits dokumentiert. Der Friedensaktivist Jürgen Grässlin, welcher sich in seinem Buch </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Netzwerk des Todes&lt;&lt;</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> mit der Waffenindustrie und mit Geflüchteten auseinandersetzt, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">beschreibt das knapp 60% des Rüstungsexports illegal ist und unter anderem Deutschland mit seinen G3-Sturmgewehr auf Platz 2 der weltweit-verbreiteten Kleinwaffen steht. Bei 20 Kriegstoten wurden vermutlich 19 mit Kleinwaffen getötet. Führender Hersteller von Kleinwaffen in Europa ist der Deutsche Hersteller </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Heckler&amp;Koch</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten&lt;&lt;</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, ist ein </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Spruch</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, welche</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">r</span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">das Recherchekollektiv </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>CORRECTIV</i></span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">sich genauer angeschaut hat. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>CORRECTIV</i></span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">hat sich gefragt, wie sich das Schmugglernetzwerk auf dem Mittelmeer zusammensetzt. Es sind immer wieder große Frachter, die normalerweise für Kisten und Paletten gebaut sind. Wie kommen die Geflüchteten auf so ein großes Schiff? Wem gehören die Schiffe, die Im- und Export mit Drogen, Waffen und Menschen betreiben? Und wer verdient an diesem Geschäft? </span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Zusammen mit dem Schauspiel Dortmund hat </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>CORRECTIV </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">eine Inszenierung geschaffen, die dem Begriff des Dokumentartheaters sehr nahe kommt. Die hauseigene Dramaturgin </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Anne-Kathrin Schulz </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">hat</span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">aus der </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>CORRECTIV-</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Recherche</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, die hauptsächlich aus Fakten besteht, ein narratives Stück geschrieben. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">In dem Stück </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">&gt;&gt;DIE SCHWARZE FLOTTE&lt;&lt; (UA </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">23. September 2016, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Schauspiel Dortmund</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">) </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">geht ein Journalist auf die Suche nach den Inhabern der Frachter, die Menschen, Drogen und Waffeln über das Mittelmeer nach Europa und umgekehrt schmuggeln. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Der Journalist (Andreas Beck) beschreibt seinen Rechercheweg. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Angefangen hat es mit den Bildern vom 1.1.2015 als der Frachter </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>EZADEEN </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">an der italienischen Künste angekommen ist. Knapp 360 Menschen wurden mit einer 50-zig Jahre alten Rostlaube über das Mittelmeer nach Europa manövriert. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Jeder der 360 Menschen hat bis zu 6 000 Euro in Bar an die Schleuser und nochmals 85 Euro in Bar an die Schiffsbesatzung gezahlt. Insgesamt haben die Schlepper bei dieser Tour 2 Millionen Euro verdient. Meistens nutzen die Schlepper für den Export von Menschen </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Wegwerf-Schiffe</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, wie die im Jahre 1966 gebaute </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>EZADEEN. </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Im Gegensatz zu Waffen oder zu Drogen muss die Ware Mensch nicht ankommen. Die Menschen sind ja nicht bestellt und haben </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">per </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Vorkasse </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">bezahlt</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Aber wen gehören die Schiffe? Gemeinsam mit seinen Rechercheuren möchte der wahrheitssuchende Journalist die Frachter und die Hintermänner ausfindig machen. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Dabei stoßen sie </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">immer wieder</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> auf die Briefkastenfirma </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>IMS Hellenic</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, welch</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">e </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> auf den Marschall-Inseln mit der Adresse: die Straße Filellinon 9, 18536 Piräus </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">unter dem Strohmann </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Samir Moussa </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">registriert ist</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Auch der auffällige Frachter </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Ahmad Prince </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">wird von der Reederei </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>I</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>MS Hellenic </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">betrieben, so steht es zumindest in der Schiffsdatenbank. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Der Frachter gehört zum </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Odessa-Netzwerk&lt;&lt;. </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Das </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Odessa-Netzwerk&lt;&lt; </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">beschreibt den Waffenschmuggel im Schwarzen Meer, Mittelmeer und den</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> Zusammenschluss von Reedereien aus Russland, der Ukraine und Syrien</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Die </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Ahmad Prince</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">reist vom russischen Schwarzmeerhafen </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Novorossiysk </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">zu der syrischen Hafenstadt Tartus </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">und rüstet das Land mit Waffen auf</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">. Die Stadt Tartus ist eine Hochburg des Assad Regime, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">hier fußt die Macht der Assads. Immer wieder führen die Spuren nach Tartus, auch die Fahrt der </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>EZADEEN </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">wurde vom dortigen Schmuggelnetzwerk organisiert. Es gibt viele Verbindungen der Schmuggler zum Assad-Regime, aber keine direkten Belege. Die Verbundenheit der Schleuser zum Regime lassen sich unter anderen durch ihre ständige Präsenz in der Hafenstadt und über </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>facebook</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> erkennen. Über das soziale Netzwerk erklären einige ihre Unterstützung zum Regime. Sicher ist, dass </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>IMS Hellenic </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">und weitere Briefkastenfirmen</span></span><i> </i><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Waffen aus Europa importieren und Menschen aus Syrien nach Europa exportieren. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Eine Frage, die bislang offen bleibt: Ist Assad der Marionettenspieler? Leitet er neben seiner Funktion als </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">syrischer Staatspräsident </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">und </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Mörder</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">auch noch </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ein Import- und Exportunternehmen?</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Der Schauspieler Andreas Beck verkörpert </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">unter der Regie von Kay Voges </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">mit </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">E</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">rnst </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">und </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">zugleich mit viel Witz seine</span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Suche nach der Wahrheit. Viele Fakten vergegenwärtigt </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">er</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> mittels beschriebener Tafeln, Globen oder Karten. Er schafft es die volle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, die auch nach knapp zwei Stunden nicht </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ver</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">schwindet</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Dies liegt zum einen an </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Beck </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">selbst</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">der</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> bei seinen Erzählungen und der Vermittlung von Daten äußerst lebendig </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">wirkt und zum anderen an den gelungenen Unterbrechungen aus Musik oder Video, die seine </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Erzählungen</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> untermalen oder in </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">die</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> passende Atmosphäre setzen.</span></span></p>
<p><figure id="attachment_1087" aria-describedby="caption-attachment-1087" style="width: 540px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/10/Flotte_Hupfeld_9054_02-1.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-1087 size-full" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/10/Flotte_Hupfeld_9054_02-1.jpg" alt="Andreas Beck" width="540" height="325" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/10/Flotte_Hupfeld_9054_02-1.jpg 540w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/10/Flotte_Hupfeld_9054_02-1-350x211.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/10/Flotte_Hupfeld_9054_02-1-500x301.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/10/Flotte_Hupfeld_9054_02-1-360x217.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/10/Flotte_Hupfeld_9054_02-1-341x205.jpg 341w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/10/Flotte_Hupfeld_9054_02-1-130x78.jpg 130w" sizes="(max-width: 540px) 100vw, 540px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1087" class="wp-caption-text"><em>&gt;&gt;DIE SCHWARZE FLOTTE&lt;&lt; Andreas Beck, Foto: Birgit Hupfeld.</em></figcaption></figure></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">An diesem Abend reichen sich Journalismus und Schauspiel die Hand, wie es bereits die Arbeiten der Regisseurin Angela Richter mit ihren Recherchen zu Hackern wegbereitend getan haben, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">und </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">schaffen ein </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">mediales </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Dokumentartheater mit großen Informationsgehalt zur gegenwärtigen Politik. Kay Voges kreiert mit seinem Ensemble und dem Recherchekollektiv </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>CORRECTIV, </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">eine spannende, aufklärende und sehr unterhaltende Inszenierung, die  </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">beeindruckend und ein ganzes Stück </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">politisches Theater ist.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><b>&gt;&gt;DIE SCHWARZE FLOTTE&lt;&lt;</b></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">|</span></span><i> </i><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Schauspiel Dortmund</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">| zu Gast am Berliner Ensemble: </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">27.10. und 28.10.2017 jeweils um 20 Uhr. Karten unter: 030 284 08 155 und <a href="mailto:theaterkasse@berliner-ensemble.de">theaterkasse@berliner-ensemble.de</a> . Weitere Termine unter: <a href="https://www.theaterdo.de/detail/event/1291/?not=1">https://www.theaterdo.de/detail/event/1291/?not=1</a> </span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">*</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">) Im Rahmen der Tagung Moralische Anstalt 2.0 </span></span></p>
<p><a class="a2a_button_facebook" href="https://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Fdie-schwarze-flotte%2F&amp;linkname=IM-%20und%20EXPORT%20MIT%20DER%20WARE%20MENSCH" title="Facebook" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_mastodon" href="https://www.addtoany.com/add_to/mastodon?linkurl=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Fdie-schwarze-flotte%2F&amp;linkname=IM-%20und%20EXPORT%20MIT%20DER%20WARE%20MENSCH" title="Mastodon" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_email" href="https://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Fdie-schwarze-flotte%2F&amp;linkname=IM-%20und%20EXPORT%20MIT%20DER%20WARE%20MENSCH" title="Email" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Fdie-schwarze-flotte%2F&#038;title=IM-%20und%20EXPORT%20MIT%20DER%20WARE%20MENSCH" data-a2a-url="https://freigeist-magzine.de/die-schwarze-flotte/" data-a2a-title="IM- und EXPORT MIT DER WARE MENSCH"></a></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Voyeurismus in Dystopia</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 May 2017 21:14:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[54. Theatertreffen Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Kerlin]]></category>
		<category><![CDATA[Borderline Prozession]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Baumann]]></category>
		<category><![CDATA[Finck von Finckenstein]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Kay Voges]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Sieberock-Serafimowitsch]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel Dortmund]]></category>
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<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Angekommen beim 54. Berliner Theatertreffen 2017 begrüßen Regisseur Kay Voges und sein Dortmunder Schauspielensemble die Zuschauer zum 21. Versuch der Dystopie &gt;&gt;Borderline Prozession&lt;&lt;.</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">&gt;&gt;Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde aber war wüst und leer, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser. Die Schöpfung erfolgt aus dem Chaos. Gott sprach. Es werde Licht. Und es wurde Licht&lt;&lt;, so tippt und spricht die Schauspielerin Bettina Lieder im Studierzimmer. Langsam geht die Prozession mit den 23 Schauspielern, die mehrmals um die Grenze zwischen Zuschauerraum und Bühnenraum (Michael Sieberock-Serafimowitsch) zieht, zu Ende. Kurze Einblendung: 65 %, Emmanuel Macron ist neuer französischer Präsident. – Zum Glück leben wir in einer Demokratie! – Alle in Dystopia gehen auf ihre Position und der Alltag beginnt. Der Zuschauer bekannt als ästhetischer Voyeur schaut diesmal auf ein Gebäudekomplex von 10 verschiedenen Räumen auf knapp 50 Charaktere, die sich meist ohne Worte im Loop in ihrer Rolle bewegen und dem Zuschauer die routinierte Welt widerspiegeln. Da wäre einmal im Inneren der &gt;&gt;Gated Community&lt;&lt; das Ehepaar, welches in der Küche zusammen zu Abend isst, während die Geliebte durch das Fenster schaut. Neben an der junge Herr – vermutlich Waffenschmuggler –, der nach seinem Krafttraining in den Whirlpool steigt. Das Wohnzimmer mit der Mutter , die ihren behinderten Sohn emotional vernachlässigt. Und im Schlafzimmer das frustrierte Paar, in dem der Mann sich seine Neigung zu Frauenkleidern gesteht. Als Gegenzug im Bad, zwei Liebende. Jeder in seinem alltäglichen Trott gefangen; wie der Mann in der Küche. Täglich geht er zur Arbeit. Hinaus aus der sicheren &gt;&gt;Gated Community&lt;&lt; auf die dunkle Straße des Elends, in der Armut und Gewalt herrschen. Die Schattenseiten des Daseins bekomme ich von meiner konservativen Seite nur über 3-5 Bildschirme mit. Selektierte Bilder. Untermalt mit Texten von u.a. Montaigne, Alexander Kluge, Goethe. Nicht möglich das Ganze zu erfassen. Bitte, wechseln Sie Ihre Perspektive!</span></span></p>


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[caption id="attachment_945" align="alignleft" width="761"]<a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/05/tt17_borderline_01_litebox-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-945" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/05/tt17_borderline_01_litebox-1.jpg" alt="tt17_borderline_01_litebox" width="761" height="267" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/05/tt17_borderline_01_litebox-1.jpg 1994w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/05/tt17_borderline_01_litebox-1-350x123.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/05/tt17_borderline_01_litebox-1-500x176.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/05/tt17_borderline_01_litebox-1-768x270.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/05/tt17_borderline_01_litebox-1-1024x359.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/05/tt17_borderline_01_litebox-1-360x126.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/05/tt17_borderline_01_litebox-1-1536x539.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/05/tt17_borderline_01_litebox-1-390x137.jpg 390w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/05/tt17_borderline_01_litebox-1-130x46.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/05/tt17_borderline_01_litebox-1-650x228.jpg 650w" sizes="auto, (max-width: 761px) 100vw, 761px" /></a> Foto: Birgit Hupf[/caption]


<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Unter dem Motto: &gt;&gt;Ein Loop um das, was uns trennt&lt;&lt; maschieren die Schauspieler am Rand des Zuschauerraums und ziehen eine Grenze. Die Grenzen und die Perspektiven sind die zentralen Leitgedanken des Abends, den unter anderem der Regisseur Kay Voges und seine beiden Dramaturgen Dirk Baumann und Alexander Kerlin gestaltet haben. Über die verschieden Perspektiven nehmen die Zuschauer unterschiedliche selektierte Bilder – auch über 6-10 Bildschirmen – war, konstruieren dadurch ihre eigene Welt, ihre eigene Geschichte und versuchen das Ganze zu fassen, was nicht möglich ist. Wir erkennen nie das ganze Bild, sondern uns erscheint die Realität immer nur in Teilen. Die &gt;&gt;Borderline Prozession&lt;&lt; ist eine Analogie zum Leben, in dem wir im routinierten Sein –wie Sisyphos – untergehen. Das Leben ist ein Loop. Und wir sollten diese Gelegenheit nutzen um genauer hinzusehen. Die Perspektive zu ändern, damit wir Menschen und unsere Umwelt zu verstehen und zu fassen bekommen.</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Kay Voges leistet mit seinem Dortmunder Team großartiges &gt;&gt;Total Theater&lt;&lt; bei dem man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt, weil es so viel zu entdecken gibt, wie (klassisches) Bühnenspiel, Live-Cam, Live-Text, Soundtrack. Jeder Zuschauer schafft sich über diese Elemente und seine Wahrnehmung seine eigene Dystopie. Etwas Schade – aber verständlich – habe ich die Passivität des Zuschauers empfunden. Gerne wäre ich mehr als Voyeur gewesen und hätte mir am Kiosk etwas gekauft, im Whirlpool Platz genommen oder der vergewaltigten Frau geholfen.</span></span></p>




<p align="LEFT"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;BORDERLINE PROZESSION&lt;&lt;|</i></span></span><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Theatertreffen Berlin (7.-11.5.2017, 20-22.45h) in den Rathenau-Hallen| Karten unter: +49 30 254 89-100</span></span><i> </i><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">oder <a href="https://tickets.kbb.eu/kbb.webshop/webticket/eventlist?tokenName=CSRFTOKEN&amp;language=de&amp;production=623">https://tickets.kbb.eu/kbb.webshop/webticket/eventlist?tokenName=CSRFTOKEN&amp;language=de&amp;production=623</a> </span></span></p>


https://www.youtube.com/watch?v=FqBmvhjIzss


<p align="LEFT"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;BORDERLINE PROZESSION&lt;&lt;| Schauspiel Dortmund| 14. Mai, 5. Juni und 6. Juli 2017, jeweils um 19.30h + 18.45h Einführung| Karten unter: <a href="https://www.theaterdo.de/detail/event/16826/">https://www.theaterdo.de/detail/event/16826/</a> </i></span></span></p>


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