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	<title>HAU &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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		<title>„The body is a living archiv&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Aug 2018 08:20:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
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		<category><![CDATA[Ola Maciejewska]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz im August]]></category>
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					<description><![CDATA[
				<![CDATA[]]>		]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Ganz Berlin befindet sich im Tanzrausch. Das Berliner Tanzfestival <i>Tanz im August </i>feiert sein 30-jähriges Jubiläum. Ergreifende Tanzlegenden, wie das <i>Pina Bausch Tanztheater aus Wuppertal/ Alan Lucien Øyen</i>, <i>faBULEUS/ Michiel Vandevelde</i> oder <i>Company Wayne McGregor</i>, sind zu Gast beim diesjährigen Festival<i> </i>und erfreuen das Publikum bis zum 2. September 2018 an unterschiedlichen Berliner Spielorten mit ihren Arbeiten.</span></span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Festivalleiterin, Virve Sutinen hat das 30-jährige Jubiläum von <i>Tanz im August </i>mit dem Ballet de l‘Opéra de Lyon und ihrem Stück <i>Trois Grandes Fugues </i>am 10. August 2018 im Haus der Berliner Festspiele eröffnet. Dieses Jahr präsentiert Sutinen mit ihrem Team 30 Produktionen, darunter fallen vier Uraufführungen und 16 Deutschlandpremieren. Dazu zählen auch die bahnbrechenden Arbeiten von <i>Ola Maciejewska</i>, <i>BOMBYX MORI </i>und von <i>Company Wayne McGregor</i>, <i>Autobiography</i>, die in der Eröffnungswoche zu sehen waren. </span></span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Die Arbeit von Ola Maciejewska <i>BOMBYX MORI </i>orientiert sich an der Avantgardistin Loïe Fuller, die in ihrer Performance <i>Serpentine Dance </i>mit einem meterlangen Stoff eine Choreografie entwickelte. Maciejewska hat in <i>BOMBYX MORI</i>, das die lateinische Bezeichnung für Seidenspinner ist, von der Kostümbildnerin Valentine Solé ein meterlanges Seidengewand entwerfen lassen, in dem die drei Tänzerinnen (Amaranta Velarde Gonzales, Keyna Nara und Maciej Sado) sich wie eine Raupe aus einem Kokon wickeln. Ihr Seidengewand ist ein Teil ihres Körpers geworden. Mit ihren Bewegungen formen die Tänzerinnen unterschiedliche Figuren und lassen abstrakte Bilder im Kopf der Zuschauer entstehen. Der Effekt der Fantasieanregung intensiviert sich über das gedimmte Licht. Choreografin Maciejewska versucht über einen geringen Einsatz von künstlerischen Mitteln, gezielt die Fantasie der Zuschauer anzuregen. Neben wenig Lichteinsatz, setzt sich der Sound aus den Atemgeräusche der Tänzerinnen und dem Flattern der Kleidung zusammen. Viele der choreografischen Elemente sind synchron und wirken im Verlauf der Inszenierung etwas langatmige und haltlos unter den vielen abstrakten Bildern. Eine Erzählung und Dramaturgie lassen sind in <i>BOMBYX MORI </i>nur schwer erkennen, sodass die Performance von 80 Minuten gefühlt zäh ist und schwer zugänglich erscheint. Erst in der letzten choreografischen Sequenz wirken Bewegungen, Sound und das Seidengewand mit den Tänzerinnen kraftvoll und erzeugen Spannung.</span></span></p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/g2z76oCtoxo?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Ein besonderes Highlight in der Eröffnungswoche von <i>Tanz im August </i>war <i>Autobiography</i> von <i>Company Wayne McGregor. </i>Mastermind Wayne McGregor ist eine Koryphäe der internationalen Tanzszene. Er arbeitet und lebt in London und ist bekannt für seine innovativen Choreografien, in denen er versucht das Leben durch den Körper zu erfahren. Für seine Arbeit <i>Autobiography </i>hat McGregor seinen genetischen Code entschlüsseln lassen und über diesen einen Algorithmus geschaffen, der aus 23 choreografischen Szenen das Werk <i>Autobiography </i>formt. Laut der Dramaturgin, Uzma Hameed sind nur Anfang und Ende von Choreografie<i> </i>festgelegt. In welcher Reihenfolge die anderen Sequenzen getanzt werden und von welchem Künstler, entscheidet der Algorithmus. Keine Vorstellung ähnelt der anderen; darauf ist das System programmiert. Es gibt 24 000 unterschiedliche Möglichkeiten von der Choreografie, weshalb die Arbeit, ein choreografisches Experiment in Kombination von Genetik und Robotik ist. McGregor thematisiert damit<i> </i>das gelebte Leben über welches der Mensch die Kontrolle verliert und lernen muss, mit diesem Kontrollverlusts umzugehen. Dies macht es vor allem für die zehn Tänzer*innen zu einer großen Herausforderung. Zu dem ist die Choreografie eine Hommage an den amerikanischen Künstler Merce Cunningham, der als erster Software für seine Choreografien verwendet hat. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">&nbsp;</span></span></p>
<figure id="attachment_1864" aria-describedby="caption-attachment-1864" style="width: 429px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-1864" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/08/Company_Wayne_McGregor___Autobiography_____Andrej_Uspenski-1-1024x768.jpg" alt="" width="429" height="322" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/08/Company_Wayne_McGregor___Autobiography_____Andrej_Uspenski-1-1024x768.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/08/Company_Wayne_McGregor___Autobiography_____Andrej_Uspenski-1-350x263.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/08/Company_Wayne_McGregor___Autobiography_____Andrej_Uspenski-1-500x375.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/08/Company_Wayne_McGregor___Autobiography_____Andrej_Uspenski-1-768x576.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/08/Company_Wayne_McGregor___Autobiography_____Andrej_Uspenski-1-333x250.jpg 333w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/08/Company_Wayne_McGregor___Autobiography_____Andrej_Uspenski-1-1536x1152.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/08/Company_Wayne_McGregor___Autobiography_____Andrej_Uspenski-1-2048x1536.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/08/Company_Wayne_McGregor___Autobiography_____Andrej_Uspenski-1-273x205.jpg 273w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/08/Company_Wayne_McGregor___Autobiography_____Andrej_Uspenski-1-120x90.jpg 120w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/08/Company_Wayne_McGregor___Autobiography_____Andrej_Uspenski-1-600x450.jpg 600w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/08/Company_Wayne_McGregor___Autobiography_____Andrej_Uspenski-1-650x488.jpg 650w" sizes="(max-width: 429px) 100vw, 429px" /><figcaption id="caption-attachment-1864" class="wp-caption-text"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Company Wayne McGregor </i><i>&gt;&gt;</i><i>Autobiography</i><i>&lt;&lt; Foto: </i><i>Andrej Uspenski.</i></span></span></figcaption></figure>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Eingerichtet auf einer schwarzen Bühne (Ben Cullen Williams) mit Pyramiden(-leuchten) an der Decke, werden die 23 einzelnen Sequenzen vom Elektrosound der Musikerin Jlin begleitet. Bühne und Musik harmonieren mit den einzelnen Bewegungen der Tänzer*innen und den installativen Projektionen. Zusammen erreichen die einzelnen Elemente eine hochkarätige Ästhetik, die sich nur schwer übertreffen lässt. In McGregors Arbeit trifft klassisches Ballett auf zeitgenössischen Tanz. Die Bewegungen wirken sanft, mechanisch und zugleich dynamisch. Sind geprägt von Pirouetten und Attitüden. Die Tänzer*innen legen mit ihren Bewegungsstrukturen die Komplexität der menschlichen DNA frei, was unglaublich faszinierend aussieht und die Tiefe Thematik von <i>Autobiography </i>widerspiegelt, in der der Körper als Archiv des Lebens verstanden wird. </span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">D</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">as Programm von </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Tanz im August&lt;&lt; </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ist online unter: <a href="https://www.tanzimaugust.de/programm/">https://www.tanzimaugust.de/programm/</a> einsehbar. Karten unter: </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Tel. +49 (0)30.259004 -27</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> oder an der Abendkasse erhältlich.</span></span></p>
<p><a class="a2a_button_facebook" href="https://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Fthe-body-is-a-living-archiv-tanz-im-august%2F&amp;linkname=%E2%80%9EThe%20body%20is%20a%20living%20archiv%E2%80%9C" title="Facebook" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_mastodon" href="https://www.addtoany.com/add_to/mastodon?linkurl=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Fthe-body-is-a-living-archiv-tanz-im-august%2F&amp;linkname=%E2%80%9EThe%20body%20is%20a%20living%20archiv%E2%80%9C" title="Mastodon" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_email" href="https://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Fthe-body-is-a-living-archiv-tanz-im-august%2F&amp;linkname=%E2%80%9EThe%20body%20is%20a%20living%20archiv%E2%80%9C" title="Email" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Fthe-body-is-a-living-archiv-tanz-im-august%2F&#038;title=%E2%80%9EThe%20body%20is%20a%20living%20archiv%E2%80%9C" data-a2a-url="https://freigeist-magzine.de/the-body-is-a-living-archiv-tanz-im-august/" data-a2a-title="„The body is a living archiv“"></a></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Belgian rules! Non-stop Party with belgian attitude</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Mar 2018 09:10:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[
	Regisseur und Choreograph Jan Fabre und seine Compagnie >>Troubleyn<< erarbeiten mit der Produktion >>Belgian Rules/ Belgium Rules<< ein sinnliches Theater mit einer Hommage an Belgien in der völligen Abwesenheit von Nationalismus.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"> </p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Willkommen in Belgien! Im Land der Surrealisten, der 12 unterschiedlichen Biersorten, der Pommes Frites, der verrückten Regeln, Karnevalstänze, der Tauben, der Igel und vieles mehr. In 14 Kapiteln und 42 ausufernden Bildern, feiern die Performerinnen <i>(Annabelle Chambon, Cédric Charron, Tabitha Cholet, Anny Czupper, Conor Thomas Doherty, Stella Höttler, Ivana Jozic, Gustav Koenigs, Mariateresa Notarangelo, Çigdem Polat, Annabel Reid, Merel Severs, Ursel Tilk, Kasper Vandenberghe, Andrew James Van Ostade) </i>von Jan Fabres Compagnie <i>Troubleyn </i>in der Produktion <i>Belgian Rules/ Belgium Rules </i>(UA Volkstheater Österreich 2017) am <i>Hebbel am Ufer (HAU) </i>belgische Geschichte und Klischees. Sie erarbeiten ein sinnliches Theater mit einer Hommage an Belgien in der völligen Abwesenheit von Nationalismus. </span></span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Sie beginnen mit der Geburt des Königreichs, seiner Unabhängigkeit, seinen Sehenswürdigkeiten und sprechen in den belgischen Amtssprachen, Französisch, Niederländisch und Deutsch über die drei Regionen, Flandern, Wallonien und die deutsche Gemeinschaft. Sie berichten von Konflikten zwischen den Regionen, tanzen Karnevalstänze oder rappen mit <i>&gt;&gt;I am rich and you are not&lt;&lt;</i> über den belgischen Kolonialismus. Mythen, Kunstwerke und vergangene Realität verschwimmen zu surrealistischen Bildern mit soziokulturellen Phänomenen, die im starken Kontrast zueinanderstehen. Mal laut und leise, dann schrill und still, werden unter anderem Kunstwerke von belgischen Künstlern lebendig. In Fabres <i>4. Kapitel – Peter Paul Rubens</i> erwacht Rubens Gemälde <i>&gt;&gt;Das Pelzchen&lt;&lt; </i>zum Leben. Sieben Performerinnen stehen nackt im Pelz mit Schusswaffen auf der Bühne und sprechen in den unterschiedlichen Amtssprachen von der belgischen Rüstungsindustrie <i>Fabrique Nationale Herstal </i>vom Waffenhandel und den erzielten Profiten. Sie richten dabei ihre Waffen in die Richtung des Publikums und errechnen, dass sie 27 Waffen pro Tag und 10 000 Waffen im Jahr verkaufen. Belgien gewinnt damit mindestens 1 Milliarde Euro im Jahr. <i>&gt;&gt;Seid fabelhaft und effizient. Kauft sie und schießt&lt;&lt;</i>, unterbrochen wird das lebende Gemälde mit dem Popsong &gt;&gt;Alors On Danse&lt;&lt; von Stromae und einer tanzenden Taube. Die sympathischen Tauben in <i>Belgian Rules/ Belgium Rules </i>sind <i>Ratten der Lüfte</i>, Liebhaber, Regelbrecher und zugleich die Friedensbotschafter für die belgischen Regionen und für Europa mit der Botschaft <i>&gt;&gt;Es ist möglich nicht illegal zu sein</i> <i>und an Europa zu glauben&lt;&lt;. </i></span></span></p>
<p style="text-align: right;"><strong><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> </span></span></strong></p>
<figure id="attachment_1393" aria-describedby="caption-attachment-1393" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-1393 size-large" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20897_image.belgian_rules.016_wonge_bergmann-1-1024x694.jpg" alt="" width="800" height="542" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20897_image.belgian_rules.016_wonge_bergmann-1-1024x694.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20897_image.belgian_rules.016_wonge_bergmann-1-350x237.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20897_image.belgian_rules.016_wonge_bergmann-1-500x339.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20897_image.belgian_rules.016_wonge_bergmann-1-768x520.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20897_image.belgian_rules.016_wonge_bergmann-1-360x244.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20897_image.belgian_rules.016_wonge_bergmann-1-1536x1041.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20897_image.belgian_rules.016_wonge_bergmann-1-2048x1388.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20897_image.belgian_rules.016_wonge_bergmann-1-303x205.jpg 303w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20897_image.belgian_rules.016_wonge_bergmann-1-130x88.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20897_image.belgian_rules.016_wonge_bergmann-1-650x440.jpg 650w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-1393" class="wp-caption-text"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Belgian Rules/ Belgium Rules&lt;&lt;</i>, Compagnie <i>&gt;&gt;Troubleyn&lt;&lt; </i>, Foto: Wonge Bergmann.</span></span></figcaption></figure>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Jan Fabres non-stop Party <i>Belgian Rules/ Belgium Rules </i>ist eine Ode an die Fantasie. Hier beschwört der Igel die Geburt von Belgien aus dem Geist des Theaters und lebende surrealistische Bilder erweitern die visuelle Wahrnehmung auf die auditive, olfaktorische und taktile. Das Ensemble kreiert ein sinnliches Theater, in dem es unter anderem mit Weihrauch oder Kälte unterschiedliche Wahrnehmungsebene gezielt anspricht. Regisseur Fabre, Autor Johan de Boose und seine Compagnie <i>Troubleyn </i>verschmelzen in <i>Belgian Rules/ Belgium Rules </i>politische Schönheit mit anspruchsvoller Ästhetik. Häufige Kostümwechsel, ein hoher Verbrauch an Bier und Konfetti, entgegengesetzte musikalische Klänge und Spannungen erhalten die vierstündige Performance am Leben, wobei der morbide Charakter der Produktion auch den Tod feiert.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<blockquote>
<p style="text-align: right;" align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">wir zelebrieren den Tod. Er fließt durch unsere Adern. Wir atmen den Tod</span></span></p>
</blockquote>
<p align="justify"> </p>
<figure id="attachment_1391" aria-describedby="caption-attachment-1391" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1391 size-large" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20901_image.belgian_rules.343_wonge_bergmann-1-1024x665.jpg" alt="" width="800" height="520" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20901_image.belgian_rules.343_wonge_bergmann-1-1024x665.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20901_image.belgian_rules.343_wonge_bergmann-1-350x227.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20901_image.belgian_rules.343_wonge_bergmann-1-500x325.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20901_image.belgian_rules.343_wonge_bergmann-1-768x499.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20901_image.belgian_rules.343_wonge_bergmann-1-360x234.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20901_image.belgian_rules.343_wonge_bergmann-1-1536x997.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20901_image.belgian_rules.343_wonge_bergmann-1-2048x1330.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20901_image.belgian_rules.343_wonge_bergmann-1-316x205.jpg 316w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20901_image.belgian_rules.343_wonge_bergmann-1-130x84.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2018/03/20901_image.belgian_rules.343_wonge_bergmann-1-650x422.jpg 650w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-1391" class="wp-caption-text"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Belgian Rules/ Belgium Rules&lt;&lt;</i>, Compagnie <i>&gt;&gt;Troubleyn&lt;&lt; </i>, Foto: Wonge Bergmann.</span></span></figcaption></figure>
<p align="justify"> </p>
<p align="justify"> </p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Wie bereits in Fabres Inszenierung </span></span><strong><a href="http://www.freigeist-magzine.de/index.php/2014/08/10/preparatio-mortis-von-jan-fabre/"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Preparatio Mortis</i></span></span></span></a></strong><i> </i><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">(UA Festival Avignon 2005), übersetzt der Choreograph auch hier das Paradoxe-Verhältnis von Leben und Tod in eine mitfühlende Poesie des Tanzes. Die Compagnie </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Troubleyn </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">präsentiert bis zur physischen Erschöpfung belgische (Kunst-)Geschichte und Klischees auf eine ironische, intellektuelle und kritische Art, sodass </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Belgian Rules/ Belgium Rules</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> kein Loblied auf die Nation Belgien ist, sondern es eher die feierliche Möglichkeit gebietet, Belgier und Europäer ohne nationales Gedankengut zu sein.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>&gt;&gt;</b></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i><b>Belgian Rules/ Belgium Rules</b></i></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>&lt;</b></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>&lt;</b></span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Hebbel am Ufer</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Weitere</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">r</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> Spieltermin: </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">17.3.2018</span></span> <span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Karten unter: <a href="mailto:tickets@hebbel-am-ufer.de">tickets@hebbel-am-ufer.de</a> oder </span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">0</span></span><span style="font-family: Liberation\ Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">30/ 259004 27</span></span></p>


<p></p>
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		<title>&gt;&gt;I hate my Fear</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Nov 2017 20:34:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Autismus]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Theaterfestivals >>No Limits<<]]></category>
		<category><![CDATA[Disabled Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Down Syndrom]]></category>
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		<category><![CDATA[Jérôme Bel]]></category>
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		<category><![CDATA[Trisomie 21]]></category>
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<p align="justify"]]&gt;<span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Der französische Choreograph Jérôme Bel erarbeitet gemeinsam mit den Schauspieler*innen von <i>Theater Hora</i> eine außergewöhnliche Kennenlernrunde: <i>&gt;&gt;Disabled Theater&lt;&lt;</i>.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Im Rahmen des Berliner Theaterfestivals <i>&gt;&gt;No Limits&lt;&lt; </i>(9.-18.11.2017) kehrte die HAU-Koproduktion <i>&gt;&gt;Disabled Theater&lt;&lt; </i>(2012)<i> </i>von Jérôme Bel und den Schauspieler*innen des Züricher <i>Theater Hora</i> zurück an das HAU und feierte dort nach erfolgreichen 180 Aufführungen ihre letzte Performance. Das Festival <i>&gt;&gt;No Limits&lt;&lt;</i> ist ein internationales Theaterfestival, welches nach Strategien sucht, wie behinderte Künstler*innen politisch agieren können. <i>&gt;&gt;Disabled Theater&lt;&lt; </i>beschäftigt sich mit der Wahrnehmung von behinderten Menschen, ihren Persönlichkeiten und ihren choreografischen Talenten. Zu Beginn der Performance treten alle elf Schauspieler*innen (Remo Beuggert, Noha Badir, Gianni Blumer, Damian Bright, Matthias Brücker, Nikolai Gralak, Matthias Grandjean, Julia Häusermann, Sara Hess, Remo Zarantonello, Tiziana Pagliaro, Fabienne Villiger) einzeln auf und schauen eine Minute lang ins Publikum. Zuschauer und Akteur betrachten sich gegenseitig, setzen sich ihren Blicken aus. Was siehst Du? Und wen siehst Du? – Ist eine große Frage, die den Abend eröffnet und die Performance in eine Kennenlernrunde lenkt, in der Schauspieler*innen und Choreograph zeigen, dass die erste Wahrnehmung meines Gegenübers nicht mehr ist, als eine Ableitung von seinem Äußeren auf den <i>mentalen </i>und <i>körperlichen</i> Charakter einer Person. Nach dem alle elf Darsteller*innen sich mit ihrer äußeren Erscheinung auf der Bühne präsentiert haben, stellen sie sich nun mit Namen, Alter, Beruf und mit ihren Handicap vor. Viele der Schauspieler*innen haben Diagnosen, wie <i>Trisomie 21</i>, auch bekannt unter <i>Down Syndrom, </i><i>Autismus</i><i> </i>oder <i>Lernschwäche </i>erhalten. Viele von ihnen sind in ihrem Tun etwas langsamer, haben soziale Ängste oder kognitive Beeinträchtigungen. Was sagen diese Diagnosen über unsere Gesellschaft aus? – Menschen werden klassifiziert. Meistens um ihnen Persönlichkeitsrechte abzusprechen, anstatt ihnen welche zu zusprechen. </span></span></p>
<blockquote>
<p style="text-align: right;" align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">&gt;&gt;Ich habe <i>Down Syndrom </i><i>und jetzt?&lt;&lt;</i></span></span></p>
</blockquote>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Jeder Mensch ist anders, auf seine eigene Weise sonderbar, weswegen auf der Bühne keine Menschen mit Behinderungen stehen, sondern außergewöhnliche Persönlichkeiten mit unterschiedlichen choreografischen Begabungen, wie das <i>&gt;&gt;Disabled Theater&lt;&lt; </i>zeigt. Im dritten Teil der Performance haben sieben Schauspieler*innen zu einer von ihnen ausgewählten Musik eine Choreographie entwickelt, in der im Hintergrund des zentralen Tanzstücks choreografische Nebenelemente der anderen Darsteller*innen mit in die choreografische Arbeit des Protagonisten einfließen. Besonders spektakulär und begabt waren die Arbeiten der Schauspieler*innen Remo Zarantonello und Julia Häusermann, worin sich choreografische Glanzstücke entdecken ließen. Jérôme Bel und das Ensemble von <i>Theater Hora</i> kreierten mit ihrer Produktion ein politisches Statement über die Wahrnehmung des Menschen, den Umgang mit sozialen Ängsten und der Beurteilung ihres Selbst, aufgrund von Stereotypen und Diagnosen. Das Berliner Theaterfestivals <i>&gt;&gt;No Limits&lt;&lt; </i>läuft noch bis zum 18.11.2017 <i>http://www.no-limits-festival.de/</i>.</span></span></p>
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