<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Gastspiel &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
	<atom:link href="https://freigeist-magzine.de/tag/gastspiel/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://freigeist-magzine.de</link>
	<description>News aus Kultur und Politik</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Oct 2014 15:04:02 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/12/cropped-FreiGeist_Logo_Positiv_RGB-1-2-90x90.jpg</url>
	<title>Gastspiel &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
	<link>https://freigeist-magzine.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>HOUSE FOR SALE – Ein Haus geht auf Distanz!</title>
		<link>https://freigeist-magzine.de/house-for-sale-ein-haus-geht-auf-distanz/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=house-for-sale-ein-haus-geht-auf-distanz</link>
					<comments>https://freigeist-magzine.de/house-for-sale-ein-haus-geht-auf-distanz/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2014 15:04:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Gastspiel]]></category>
		<category><![CDATA[House for Sale]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Pollesch]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Rene Pollesch]]></category>
		<category><![CDATA[Ringlokschuppen]]></category>
		<category><![CDATA[Rosa Luxenburger Platz]]></category>
		<category><![CDATA[Volksbühne]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://morgenroethe.wordpress.com/?p=341</guid>

					<description><![CDATA[
				<![CDATA[]]>		]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA[

<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Sie sind müde und möchten einfach nur nach Hause entspannen und schlafen, aber plötzlich rennt ihr Haus weg? Distanziert sich immer erneut von Ihnen, sodass Sie gar nicht mehr zu sich kommen können. Tja! – Willkommen im atemberaubenden Gastspiel <b>HOUSE FOR SALE</b> von Renè Pollesch im Ringlokschuppen am 2.10.2014.</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Eigentlich fängt es schlicht an: eine rote PVC Ummantelung der Bühne, ein nettes weißes Häuschen in der Mitte des Bildes, links und rechts zwei weiße Gartenstühle, etwas Laub und einige Autoreifen zur Abtrennung des Bühnenraums vom Zuschauerraum. Doch plötzlich jagen drei Cowboy-Engel in weißen Gewändern das Haus und bringen es, wie im Western mit einer wilden Schießerei in ihren Besitz. Nächstes Bild: Eine Souffleuse schaut aus dem Fenster, eine älter Dame hat es sich auf der Terrasse gemütlich gemacht. Beide in Camouflage geben sie die Richtung an, oder werfen die passenden Schlagworte in den Raum. Die drei Engel oder die drei Cowboys – das Gender ist hier völlig irrelevant – beziehungsweise die drei Schwestern sind auf der Suche nach „Big Earl“ und fragen, die bislang noch nette Dame um Hilfe. „Immer da lang bis zum Stuhl“, heißt es. Sophie Rois macht sich frohen Mutes auf dem Weg, lässt sich einige Absurditäten gefallen, bis das obszöne Orakel sie als „Schwuchtel“ beschimpft. </span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">In Renè Pollesch <b>HOUSE FOR SALE </b>geht es kunterbunt mit allerlei Zynismus zu; von lyrischen Klassikern, wie Einkaufslisten als Liebesbotschaften oder schicke Schuldscheine zum Geburtstag, Rodeo-Fahrten mit dem Haus oder Soldaten als abwechselnde Alternative hinüber zu Erkenntnissen, wie „Bücherschreiben ist auch keine Lösung“. Hat der Abend auch einiges an fundamentalen Erkenntnissen zu bieten, wie: „Gibt euch nicht für jemanden aus, der ihr nicht seid – es sei denn, ihr seid komplett scheiße.“ oder „Lebe jeden Tag als wärst Du das Letzte“. Philosophische Wahrheiten kurz und knapp auf dem Punkt gebracht! Genauso wie mein liebstes epistemologischen Highlights, dass Gewalt bei Nazis immer besser ankommt, als Konzerte gegen Rechts. Aber es kann natürlich auch sein, dass es noch nicht genug Konzerte gegen Rechts gegeben hat. Der philosophische Diskurs über Religion, Materialität, Beziehungen oder generell dem Leben verschafft sich Szene, in dem er die durchgeknallte Truppe auf der Terrasse vereint. Wer in &gt;&gt;Ich liebe Dich&lt;&lt; eine Botschaft herausliest, ist definitiv ein Psychopath. Aber auch die Tatsache, dass keiner sterben will und dies nicht aus Freude am Leben, sondern aus reiner Boshaftigkeit, war beim gemütlichen Plausch ohne Tee ein Thema. Weg von den drei Schwestern, dem obszönen Orakel und der im Spiel integrierten Souffleuse, die zwei Mal den Schauspielerinnen spielerisch unter die Arme gegriffen hat, hin zum erschossenen Haus „damit hab ich nichts zu tun (&#8230;) du mieses herzloses Schwein&#8220;; lassen die Darsteller*innen im vollsten Glanz erscheinen, vor allem die talentierte Schauspielerin Sophie Rois, die nicht nur durch ihre ausdrucksstarke Stimme positiv auffällt, sondern Pollesch komplexen Dialoge unfassbar authentisch, energiegeladen und mit trockenen Humor durchtränkt präsentiert. Generell sind Polleschs Dialoge so grandios und füllen den ganzen Raum mit intelligenten Humor, sodass es auf jeden Fall legitim wäre, Pollesch als Synonym für Grandiosität im Theater zu verwenden.</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><strong>&#8222;Deine Haut ist so wundervoll &#8212; Ich weiß, sie ist am ganzen Körper so!&#8220;</strong> </span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Man kann es nicht anders ausdrücken, <b>HOUSE FOR SALE </b>ist einfach: Pollesch!</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><b>House for Sale</b>| Volksbühne am Rosa-Luxenburger Platz| Mo. 17.11., Fr. 21.11., Mo. 15.12., Di. 23.12.| 19.30 Uhr| http://www.volksbuehne-berlin.de/praxis/house_for_sale/?id_datum=8056 </span></span></p>




<p align="RIGHT"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Weitere interessante Veranstaltungen im Ringlokschuppen: <a href="http://www.ringlokschuppen.de/ringlokschuppen/spielplan/">http://www.ringlokschuppen.de/ringlokschuppen/spielplan/</a> </span></span></p>

]]&gt;		</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://freigeist-magzine.de/house-for-sale-ein-haus-geht-auf-distanz/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Caligula – the tragedy of the intelligence</title>
		<link>https://freigeist-magzine.de/caligula-the-tragedy-of-the-intelligence/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=caligula-the-tragedy-of-the-intelligence</link>
					<comments>https://freigeist-magzine.de/caligula-the-tragedy-of-the-intelligence/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Aug 2014 09:04:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Albert Camus]]></category>
		<category><![CDATA[Alte Farbwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Asphalt]]></category>
		<category><![CDATA[ASPHALT – Sommerfestival für Theater und Musik in Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Asphalt-Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Bernhrad Schmidt-Hackenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Bochum]]></category>
		<category><![CDATA[Caligula]]></category>
		<category><![CDATA[Cäsar]]></category>
		<category><![CDATA[Damir Avdic]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Gaius]]></category>
		<category><![CDATA[Gastspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Lisa Balzer]]></category>
		<category><![CDATA[Marco Massafra]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Bretschneider]]></category>
		<category><![CDATA[Off-Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Rom]]></category>
		<category><![CDATA[Rottstr5]]></category>
		<category><![CDATA[Rottstraße 5]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://morgenroethe.wordpress.com/?p=311</guid>

					<description><![CDATA[
				<![CDATA[]]>		]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA[

<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">ASPHALT holt Marco Massafras „Caligula“ am 10.8. in die alten Farbwerke und zeigt dem Düsseldorfer Publikum, dass man für eine grandiose Inszenierung eines Klassikers kein subventioniertes Stadttheater braucht.</span></span></p>



<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Mitten in den Ruinen Roms liegt das modern ausgestattete Büro des neuen Kaisers Caligula (Martin Bretschneider), in dem der Cäsar mit seinen Senatoren das Imperium Rom mit seinen Bürgern verwaltet. Cherea (Marco Massafra) tritt als erster auf und schaltet Licht, Rechner und Kaffeemaschine ein. Schließlich muss alles vorbereitet sein, wenn der Kaiser wieder auftaucht. Dieser ist nach dem Tod seiner Cousine Drusilla unauffindbar. Scipio (Bernhard Schmidt-Hackenberg), der mit einer Lorbeerpflanze zur Kaffeemaschine schreitet, wundert sich auch über das Verschwinden des neuen Cäsaren und diskutiert mit Cherea über die wahren Gründe für Caligulas Abwesenheit. Erst als Helicon (Damir Avdie), der dritte Senator Liebestrauer als rührenden Grund für Caligulas Verschwinden aufführt, kommt etwas mehr Licht in das Verhältnis zwischen Drusilla und dem Kaiser. Caligula war in Drusilla verliebt und sie befanden sich in einer inzestuösen Liebesbeziehung.</span></span></p>



<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Nun ist Helicon alleine im Büro. Caligula tappt völlig durchnässt und verärgert zu ihm und spricht davon den Mond gesucht zu haben, weil er diesen doch gerne haben möchte. Helicon versteht den Kaiser nicht wirklich und fragt nach: „Den Mond hast Du gesucht?“, „Ja!“, versicherte ihn Caligula, „den Mond. Ich möchte das Unmögliche haben, weil diese Welt, so wie sie ist, nicht zu ertragen ist. Darum brauche ich den Mond, oder das Glück oder die Unsterblichkeit, etwas, was unsinnig sein mag, was aber nicht von dieser Welt ist“. Durch den Tod seiner Geliebten Drusilla offenbarte sich Caligula, dass Menschen sterben und nicht glücklich sind. „Die Menschen leben in der Lüge und ich möchte in der Wahrheit leben“, sagt Caligula zu Helicon. Deswegen wünscht Caligula sich das Unmögliche und versucht somit die Absurdität des Daseins bis zum Äußersten zu treiben, in dem er &#8218;den Lauf der Dinge&#8216; ändert, um zu beweisen, dass er frei ist. Sprich er lässt die Sonne im Osten untergehen. </span></span></p>



<p align="JUSTIFY"><a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/caligula-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-medium wp-image-315" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/caligula-1.jpg?w=200" alt="Caligula" width="200" height="300" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/caligula-1.jpg 640w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/caligula-1-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">In der Betriebsbesprechung verkündet Caligula den Senatoren Cherea, Scipio, Caesonia (Lisa Balzer) und Helicon sein Vorgehen. Um das Unmögliche möglich zu machen, müssen erst mal alle Bürger Roms ihr Erbe an den Staat abtreten. Und von nun an entscheidet Gaius, wer leben darf oder sterben muss.</span></span></p>



<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Das ist der Beginn des wahnwitzigen Caligula, der jetzt zu jederzeit zufrieden gestellt werden muss, weil es ansonsten Tote gibt. Doch leider hat der Cäsar vergessen, dass man nicht alle Menschen zerstören kann, ohne sich selbst zu zerstören.</span></span></p>



<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Massafra hat mit seiner „Caligula“-Inszenierung nicht nur einen Klassiker von Albert Camus in seiner ganzen Größe zum Ausdruck gebracht, sondern ihn auch in unsere Zeit übertragen, in der adrett gekleidete Staatschefs mit ihren Vertrauten in Büros sitzen und über Leben und Tod sowie &#8218;Staatsgelder&#8216; entscheiden dürfen. Wodurch Caligula, der versuchte das Absurde mit logischen Denken zu überwinden, im Gegensatz zu anderen gegenwärtigen Staatsherren oder Staatsdamen gar nicht so verrückt zu sein scheint. Caligula – verkörpert durch den hervorragenden Schauspieler Martin Bretschneider – schikanierte seine Senatoren zutiefst zynisch, sarkastisch und außerordentlich humorvoll. Dies vor allem in der „Poetry-Slam-Szene“. Dort sollten Caligulas Senatoren in kürzester Zeit etwas über den Tod dichten, um ihn zu unterhalten. </span></span>– <span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Einfach fantastisch! Aber in dieser Inszenierung zeigt sich der Kaiser auch von einer ganz anderen Seite; nachdenklich, philosophisch und mit Genialität behaftet. Ganz nach dem Worten des Autors Camus, lässt Massafra „Caligula“ als „the tragedy of the intelligence“ spielen. Natürlich gebührt auch den anderen Schauspieler*innen ein großer Applaus für ihre sensationelle schauspielerische Leistung. Gemeinsam tragen alle dazu bei, dass es das Werk eines ganz großen Theaters ist! </span></span></p>



<p align="JUSTIFY">„<span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><b>Caligula“</b> als Gastspiel beim <span style="font-size:small;"><b>ASPHALT – Sommerfestival für Theater und Musik in Düsseldorf (8.-17. Aug. 2014) </b></span><span style="font-size:small;">| Düsseldorf (Alte Farbwerke, Halle 21) | 10.8. | 20 Uhr<span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> |</span></span> http://www.asphalt-festival.de/2014/programm/caligula.htm<span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> | </span></span></span>Noch zu sehen auf der <b>Rottstraße 5</b>: http://www.rottstr5-theater.de/ <br /></span></span></p>

]]&gt;		</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://freigeist-magzine.de/caligula-the-tragedy-of-the-intelligence/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
