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	<title>Frauenrolle &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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	<description>News aus Kultur und Politik</description>
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	<title>Frauenrolle &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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	<item>
		<title>Monthly #1 – Penis? Nein, danke! Ich bin eine starke Frau.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Mar 2025 09:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Monthly]]></category>
		<category><![CDATA[Emanzipation der Frau]]></category>
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		<category><![CDATA[Toxizität]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Gegenwart ist mehr denn je toxisch, alles erkrankt, alles stirbt und die erbärmliche Ursache hierfür liegt in der Natur des fragilen Mannes. Schlichte Männer, ohne besonderen Eigenschaften, die nach Privilegien verlangen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure style="aspect-ratio:16/9;width:400px;height:500px;" class="wp-block-post-featured-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="612" height="612" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/Monthly-1-Flagge.png" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" style="width:100%;height:100%;object-fit:contain;" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/Monthly-1-Flagge.png 612w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/Monthly-1-Flagge-450x450.png 450w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/Monthly-1-Flagge-300x300.png 300w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/Monthly-1-Flagge-250x250.png 250w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/Monthly-1-Flagge-205x205.png 205w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/Monthly-1-Flagge-90x90.png 90w" sizes="(max-width: 612px) 100vw, 612px" /></figure>


<p>Unsere Gesellschaft ist durchweg toxisch – die Ursache liegt hierfür in der Natur des fragilen Mannes; typischer Mensch ohne vollständig herangereifte Persönlichkeit, die sich geistig entfalten konnte.</p>



<p>Vermutlich ist die Ursache für diese Toxizität (wieder einmal) eine Frau; namens Mutter, welche dem Jungen eine eigenständige mentale Entwicklung widersagte. Vermutlich war der Vater (wieder einmal) schuldlos abwesend. Denn der Mann trägt niemals die Schuld an einer Misere; dies sagen schon etliche religiöse Schriften.</p>



<p>Und nun? Müssen wir, emanzipierte Frauen und weitere Individuen, darunter leiden? Selbstverständlich!</p>



<p>Zumindest vergeht bei mir kein Tag, an dem ich nicht einem toxischen Mann begegne (oder männlich-gesellschaftlich integrierten Frauen). Ständig wird meine weibliche Person, die sich den gesetzten Normen des Mannes widersetzt, in einen Konflikt gezwungen. Ständig muss meine weibliche Person in den Kampf ziehen, sich zur Wehr setzen, um einer männlich konstruierten Disbalance aus Demütigung und Degradierung entgegenzuwirken.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der wahre und offene Blick kennt keinen Penisneid</h3>



<p>Oft werde ich müde; oft weiß ich, dass es ein Mangel an intellektuellen Fähigkeiten ist, der diesen Personen den wahren gesellschaftlichen Blick verwehrt. Ein Blick, der erkannt hat, dass der Mann keineswegs die Krone der Schöpfung ist und dass es mehr als <a href="https://amzn.to/42i6jFL" target="_blank" rel="noopener" title="">Zwei-Geschlechter</a> gibt. Für diese noch immer im Patriarchat lebenden Personen verschließt sich die globalisierte Welt und sie fürchten sich.</p>



<p>Ihre Furcht vor dem Gebrauch ihrer mentalen Kräfte, ist mein alltäglicher Konflikt. Ihre Furcht, ihre Faulheit und ihr Wunsch nach Privilegien machen meine Person zu einer Aussätzigen, weil ich mich aus dem Spiel des Mannes ausgestiegen bin.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="683" height="1024" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/krzysztof-hepner-kKHuZJTXWec-unsplash-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3486" style="width:303px;height:auto" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/krzysztof-hepner-kKHuZJTXWec-unsplash-683x1024.jpg 683w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/krzysztof-hepner-kKHuZJTXWec-unsplash-300x450.jpg 300w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/krzysztof-hepner-kKHuZJTXWec-unsplash-200x300.jpg 200w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/krzysztof-hepner-kKHuZJTXWec-unsplash-768x1152.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/krzysztof-hepner-kKHuZJTXWec-unsplash-167x250.jpg 167w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/krzysztof-hepner-kKHuZJTXWec-unsplash-1024x1536.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/krzysztof-hepner-kKHuZJTXWec-unsplash-1365x2048.jpg 1365w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/krzysztof-hepner-kKHuZJTXWec-unsplash-137x205.jpg 137w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/krzysztof-hepner-kKHuZJTXWec-unsplash-60x90.jpg 60w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/krzysztof-hepner-kKHuZJTXWec-unsplash-413x620.jpg 413w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2025/03/krzysztof-hepner-kKHuZJTXWec-unsplash-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: Krzysztof Hepner | Unsplash</figcaption></figure>
</div>


<p>Mein Blick ist offen und wahr. Er erkennt, dass Frauen schöpfen und die Früchte tragen. Es ist nicht der Mann, der gebären kann. So ist der <a href="https://amzn.to/4lpq2e3" title="">Penisneid von Freud</a> auch nur eine traurige Geschichte des Mannes, der Angst vor Frauen hat, sie demütigen und töten muss, um ihre schöpfende Kraft zu leugnen.</p>



<p>Täglich werden weltweit Frauen durch die Hand eines Mannes geschändet, drangsaliert und getötet. In den meisten Medien, denen das Patriarchat innewohnt, sind diese Taten Beziehungs- und Liebesdramen. Es scheint selbstverständlich, dass die Lebenspartnerin sich dem Mann unterordnen muss.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Femizid?! – Nein, der Mann nimmt nur seine konstruierte Penis-Position wahr!</h3>



<p>Femizid?! – Nein, der Mann hat nur seine konstruierte Penis-Position wahrgenommen und die nötigen Konsequenzen gezogen. Das Stück wedelnde Fleisch verleiht ihn in seinen Augen einen höheren Status. Außerhalb der Imagination des Mannes ist der Penis kein Zepter der Macht. Der Penis ist und bleibt ein Stück Fleisch, welches ohne die Frau zu keinerlei natürlichen Schöpfung fähig ist.</p>



<p>Dieser wahre Blick macht dem Mann Angst. Seine <a href="https://amzn.to/44lbV37" target="_blank" rel="noopener" title="">Angst ist existenziell</a>, denn mit dem Verlust des imaginierten Penisneides gehen alle Privilegien verloren. Der Mann wird zu einer schlichten Person ohne besonderen Status und ohne besonderen Eigenschaften.</p>



<p>Zu Recht fürchtet sich der Mann vor uns, den emanzipierten Frauen, denn wir sind frei und wir werden, wie die Amazonen, weiter für uns und für einen offenen Blick auf die globalisierte Welt kämpfen. Wir, Frauen, fürchten uns nicht vor einem Stück wedelnden Fleisch. Die Zeiten des Neides sind vorbei. Wir, Frauen, haben erkannt, dass wir die Schöpferinnen sind und keinen Mann für unsere Geschichte brauchen.</p>
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		<title>Männer spielen Theater und Frauen zeigen ihre Brüste</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 May 2015 08:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Adelheid Müther]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Gesewsky]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Burgfestspiele Bad Vilbel]]></category>
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		<category><![CDATA[Ernst Busch]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Studies]]></category>
		<category><![CDATA[Rene Pollesch]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspielerin]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspielrei]]></category>
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					<description><![CDATA[Noch heute existiert die Frau neben dem Mann und wird selten als selbständiges Subjekt mit eigenständiger Identität wahrgenommen. Um zu erfahren, wie das patriarchale System sich in der Schauspielerei ausdrückt, hat sich das FreiGeist-Magzine mich mit der Schauspielerin Anna Gesewesky getroffen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Adelle Sans Devanagari, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Noch heute existiert die Frau neben dem Mann und wird selten als selbständiges Subjekt mit eigenständiger Identität wahrgenommen. Das patriarchale System sitzt tief in den Köpfen der Menschen und lässt nur schwer mehrere Geschlechter und andere Sexualitäten zu. Selbst in der Schauspielerei, einer Branche in der Wandlungen das täglich Brot sind, lassen sich Benachteiligungen feststellen. Die Frau wird weiterhin unterdrückt. </span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Adelle Sans Devanagari, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Um zu erfahren, wie das patriarchale System sich in der Schauspielerei ausdrückt, hat sich das FreiGeist-Magzine mich mit der Schauspielerin Anna Gesewesky getroffen, die bis 2012 ein Schauspielstudium an der Ernst Busch genoss und nun bei den Burgfestspielen Bad Vilbel 2015 die Hauptrolle in der Inszenierung „Die Päpstin“ spielt. </span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Adelle Sans Devanagari, sans-serif;"><span style="font-size: small;">In einem Café haben wir über Schauspielkunst und die Rolle der Frau in der männerdominierten Theaterlandschaft gesprochen.</span></span></p>
<p><figure id="attachment_486" aria-describedby="caption-attachment-486" style="width: 349px" class="wp-caption alignright"><a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2015/07/2015_gesewskyanna_foto_joachim-gern-1.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-486" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2015/07/2015_gesewskyanna_foto_joachim-gern-1.jpg?w=200" alt="Anna Gesewsky (Foto: Joachim Gern) http://theaterkontakte.de/profil/anna_gesewsky" width="349" height="524" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2015/07/2015_gesewskyanna_foto_joachim-gern-1.jpg 2912w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2015/07/2015_gesewskyanna_foto_joachim-gern-1-200x300.jpg 200w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2015/07/2015_gesewskyanna_foto_joachim-gern-1-300x450.jpg 300w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2015/07/2015_gesewskyanna_foto_joachim-gern-1-768x1152.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2015/07/2015_gesewskyanna_foto_joachim-gern-1-683x1024.jpg 683w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2015/07/2015_gesewskyanna_foto_joachim-gern-1-167x250.jpg 167w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2015/07/2015_gesewskyanna_foto_joachim-gern-1-1024x1536.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2015/07/2015_gesewskyanna_foto_joachim-gern-1-1365x2048.jpg 1365w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2015/07/2015_gesewskyanna_foto_joachim-gern-1-137x205.jpg 137w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2015/07/2015_gesewskyanna_foto_joachim-gern-1-60x90.jpg 60w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2015/07/2015_gesewskyanna_foto_joachim-gern-1-413x620.jpg 413w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /></a><figcaption id="caption-attachment-486" class="wp-caption-text">Foto: Joachim Gern | Anna Gesewsky </p>
<p></figcaption></figure></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: FreeSans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><i><b>FG: Was interessiert Dich an der Schauspielerei?</b></i></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: FreeSans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Mein Interesse an der Schauspielerei kommt aus der Lust an Stimme, Bewegung und Inhalt. Damit meine ich Geschichten, die ich gern erzählen möchte oder Texte, bei denen ich finde, dass sie an die Öffentlichkeit gehören. Gemeinsam in einer Gruppe zusammen kommen, um etwas zu erzählen – das hat mich immer am Schauspiel im Theater gereizt.</span></span></p>
<blockquote>
<p align="JUSTIFY">Wir müssen kein Publikum bedienen, wir sind hier für uns. – Anna Gesewsky</p>
</blockquote>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: FreeSans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><i><b>FG: Welche Inszenierungen haben Dich am meisten geprägt?</b></i></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: FreeSans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Sehr geprägt hat mich die BAT Inszenierung von William Shakespeares „Troilus und Cressida“, in der ich eine Doppelrolle spielen durfte. Ich verkörperte den griechischen Krieger Ajax und die schöne Helena. Manchmal sogar in einer Szene. Von einer Sekunde zur nächsten musste ich vom kämpferischen Krieger in die schöne Helena wechseln, die das Publikum in eine dreckige Szenerie verführt hat. Das schnelle Umspringen von einer Rolle zur anderen habe ich sehr geliebt. Weiter hat mich die Zusammenarbeit mit Renè Pollesch für die Inszenierung „I&#8217;m stalking myself to death“ geprägt. Wir haben uns viel über den Inhalt verständigt und diskutiert, was wir über unsere Gesellschaft und unsere Zeit denken. Während dieser Zusammenarbeit habe ich zwei bedeutende Theaterelemente schätzen gelernt: Wir treffen uns hier für uns und wir müssen kein Publikum bedienen.</span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><em><span style="font-family: FreeSans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>FG: Wie erlebst Du die männerdominierte Theaterlandschaft?</b></span></span></em></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: FreeSans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Im Theater gibt es weniger Frauenrollen als Männerrollen; was mich ärgert. Neu geschriebene Stücke ändern dies nicht unbedingt; auch wenn es tendenziell besser wird. Einige Regisseure reflektieren auch nicht wirklich über Frauenrollen und finden durch inhaltliche Diskussionen kaum Zugang. Warum muss Helene aus Gerhart Hauptmanns „Vor Sonnenaufgang“ weggehen und weinen, wenn es zu einem Konflikt kommt? Wieso kann sie sich nicht dieser Situation stellen? Das ist doch viel spannender. </span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><em><span style="font-family: FreeSans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>FG: Werden Stereotype von weiblichen und männlichen Geschlecht auf der Bühne beibehalten?</b></span></span></em></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: FreeSans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Ich habe den Eindruck, dass in vielen Theaterstücken eine Vorstellung davon dominiert, wie Frauen und Männer zu sein haben und ich spiele nicht gern Klischees von Frau- und Mann-Sein, das ist mir einfach zu platt. Es sei denn, es ist eine kluge und kontroverse Tragikomödie. Aber generell will ich keinen Menschen auf sein Geschlecht reduzieren.</span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: FreeSans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><i><b>FG: Also sind Frauen in der Schauspielerei benachteiligt?</b></i></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: FreeSans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Ja, auf jeden Fall. Die typischen Machtmechanismen, die Frauen auf der Bühne klein machen, sind weitgehend präsent. Männer haben in der Regel viel mehr Text und deshalb auch eine größere Bandbreite an Spielmöglichkeiten. Es geht nicht, dass bei vielen Produktionen der Textanteil der weiblichen Figuren oft gering ist. Und wenn ich die Rolle füllen möchte, muss ich mir irgendetwas ausdenken. Auch wenn es viele spannende stumme Rollen gibt, sind viele Männer ganz klar im Textvorteil. Warum kann ich nicht den Robespierre oder Danton in Georg Büchners „Dantons Tod“ spielen? Einmal meinte auch ein Regisseur zu mir: „Du bist eh spannend; es reicht, wenn Du auf der Bühne anwesend bist.“ Hallo? Ich bin Schauspielerin. Schauspiel kommt von Acting, das heißt mehr als stumme Projektionsfläche zu sein. </span></span></p>
<h6 align="JUSTIFY">Frauen kriegen in der Regel weniger Gage</h6>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: FreeSans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Natürlich gibt es auch in diesem Beruf eine Differenz im Lohn. Frauen kriegen in der Regel einfach weniger Gage. Also weniger Geld, weniger Text und weniger Rollen. Manchmal weniger spannende Rollen und weniger feste Stellen. Ich sehe mich aber nicht immer als sozialisierte Frau, sondern als das, was ich bin.</span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: FreeSans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><i><b>FG: Momentan spielst Du bei den Burgfestspielen Bad Vilbel in Adelheid Müthers Inszenierung „Die Päpstin“ die Hauptrolle der Päpstin Johanna, die aufgrund ihres Wissensdrangs ihr Geschlecht leugnen muss. Verbindet Dich etwas mit Johanna?</b></i></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: FreeSans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Was mich auf jeden Fall mit Johanna verbindet, ist ihre Kämpfernatur. Ich bin auch eine Kämpferin. Außerdem schätze ich an Johanna, dass sie immer ihren Weg geht.</span></span></p>
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