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	<title>Flammende Köpfe &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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	<title>Flammende Köpfe &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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		<title>Theater trifft politische Bildung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Oct 2017 12:45:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Vom 1.-3. Oktober 2017 haben die Heinrich Böll Stiftung Berlin und das Schauspiel Dortmund sich die Frage gestellt: Kann Theater ein Ort der Bildung und Aufklärung sein?</span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Die Vorstellung von darstellender Kunst ist eng mit dem Wunsch nach kultureller Wirksamkeit verbunden; so ist das Schauspiel für den Dramatiker Friedrich Schiller ein Ort der Aufklärung und eine moralisch-politische Anstalt. Heutzutage ist nicht allein der Ort <i>Theater</i> eine moralisch-politische Anstalt, sondern es kommt immer häufiger auf den geschaffenen Raum, den Ort, die Methode und die Art und Weise des Schauspiels an. Das MOBILIZE!-Event &gt;&gt;Moralische Anstalt 2.0 – Theater trifft politische Bildung&lt;&lt; initiiert von der Heinrich Böll Stiftung Berlin und dem Schauspiel Dortmund, versuchte vom 1.-3.Oktober 2017 in den Räumlichkeiten der Heinrich Böll Stiftung die Frage nach dem Theater als moralische Anstalt auf den Grund zu gehen. Innerhalb von drei Tagen fanden Diskussionen, Vorträge und Inszenierung zu den Thema: Theater trifft politische Bildung statt. Den Anfang eröffnete der junge Regisseur Arne Vogelgesang mit seiner Video-Lecture-Performance <i><a href="http://www.freigeist-magzine.de/index.php/2017/10/02/flammende-koepfe/">&gt;&gt;FLAMMENDE KÖPFE&lt;&lt;</a></i>, in der er den Zuschauern rechte Propaganda-Strukturen und Charaktere aus der digitalen Welt vorstellte. Schon bevor die AfD gewählt wurde, war im Netz Rassismus salonfähig und Stammtischparolen gehörten zum Alltag. Welche Auswirkungen der rechte online Extremismus hat, lässt sich an der vergangenen Bundestagswahl erkennen, in dem wieder offiziell Nationalsozialisten sitzen. Die erste Diskussionsrunde befasste sich mit dem Leitmotiv der Veranstaltung: <i>&gt;&gt;Theater trifft politische Bildung&lt;&lt;</i> und Esther Slevogt <i>(Redakteurin und Geschäftsführerin von nachtkritik.de)</i> begrüßte Kay Voges <i>(Intendant Schauspiel Dortmund</i>), Ulrich Khoun (Präsident des Deutschen Bühnenvereins) und Ellen Ueberschär <i>(Vorstand Heinrich Böll Stiftung)</i>. Slevogt fragte in die Runde: &gt;&gt;Kann Theater uns zu besseren Menschen machen?&lt;&lt;, Khoun bezog sich auf Schiller bei dem Theater versucht eine Synthese zwischen Denken und Gefühl herzustellen. Voges findet, dass es heute nicht mehr ums Wissen, sondern ums Verstehen geht. Wir befinden uns in einem Zeitalter, in dem Globalisierung, Digitalität, Beschleunigung und technischer Fortschritt uns keine Zeit und keinen Raum für Verständnis und für Verstehen geben, sodass wir Existenzangst empfinden. Das Theater kann einen Raum fürs Verstehen bieten und ist insofern eine Anstalt der Aufklärung. Allein pro Sekunde werden 70 Stunden Material in die digitale Welt geladen; wir ertrinken im Chaos und können vor lauter Wahrheiten, keine Wahrheit erkennen. Ferner kann Theater auch einen Ort der Debatte schaffen und Menschen politisch mobilisieren. Beispielsweise ist das Schauspiel Dortmund enger Kooperationspartner des </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>PENG!-Kollektiv</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, welches politische Aktionskunst betreibt und im Juni 2016 hat das Schauspiel Dortmund mit dem Künstlerkollektiv </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Tools for Action</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> eine Spiegelbarrikade aus mit </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">luftbefüllten</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> Würfeln gegen den europaweiten Naziaufmarsch in Dortmund choreographiert Für Ueberschär müssen vor allem die Menschen selber aktiv werden und sich politisch engagieren, weil der Staat kein Pizzalieferdienst ist, den mensch bei nicht gefallen nicht einfach so wechseln kann. Am Folgetag fragte die Professorin Dr. Ingrid Hentschel </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>(FH Bielefeld)</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> während der Tagung in ihrem Vortrag </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Vielfalt statt Einfalt – Potentiale des Theaters 2.0&lt;&lt;</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ob wir ein inklusives Theater brauchen. Verschiedenheit ist ihrer Meinung nach eine Bereicherung. Menschen mit Behinderungen sollten aber nicht nur in künstlerische Prozesse integriert und involviert werden, sodass sie sich partizipieren, sondern sie sollten auch selber in künstlerischen Betrieben arbeiten und dafür müssen Möglichkeiten geschaffen werden. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Weiter ging Dr. Hentschel auf den Partizipationsbegriff generell ein; weil künstlerische Prozesse heutzutage einfach nur abgearbeitet werden, meistens nach Zielgruppen und Erfolg streben, ohne den Prozess als künstlerischen Akt zu begreifen. Dies liegt vor allem an beschleunigte Produktionsprozesse und geringe bis unausgewogene Verteilung an Gelder. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Die Veranstaltung endete am 2. Oktober mit Marcus </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Lobbes </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Inszenierung</span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i><a href="http://www.freigeist-magzine.de/index.php/2017/10/03/trump-the-show-goes-on/">&gt;&gt;TRUMP&lt;&lt;</a></i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">. Eine fingierte Wahlkampfparty </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> auf der neben patriotischen US-Flair, Hot-Dogs und Popcorn, das Phänomen </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;Donald Trump&lt;&lt;</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> hinterfragt </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">wurde, und schließlich über ein &gt;&gt;Ja, so ist unser Donald&lt;&lt; hinausging. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Der abschließende Tag stand ganz im Zeichen von Journalismus und Performanz, hier erläuterte der Journalist Martin Kaul </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>(u.a. soziale Bewegung und taz)</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, wie er über die Videoliveübertragungs-App </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Periscope</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> den G20-Gipfel, der in Hamburg stattgefunden hat, im Netz übertragen hat und </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">welche Rolle journalistische Berichterstattung in Echt-Zeit zugemessen werden kann. Beispielsweise verfügt die App </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Periscope</i></span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">über eine Kommentarfunktion, sodass Kaul immer wieder über Dinge auf den laufenden gehalten wurde, die er momentan nicht wahrnehmen konnte. Er bekam von seinen Followern immer wieder Hinweise oder Ratschläge, welchen Ort er aufsuchen sollte. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Periscope </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">könnte eine neue Form von interaktiven Journalismus in Echt-Zeit mit sich bringen, in dem Konsumenten und Journalist</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">en</span></span><span style="font-family:
 Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> miteinander eine Berichterstattung erstellen. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Einen weiteren spannenden Vortrag lieferte Ruben Neugebauer </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>(Sprecher SEA WATCH e.V.)</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> über die kritische Lage im Mittelmeer </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">und den Verein</span></span> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>Sea Watch e.V., </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">der sich </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">2014</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> aufgrund des Versagens der </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">E</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">uropäischen Union geflüchteten Menschen </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">auf den Mittelmeer vor dem Ertrinken </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">zu </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">retten</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">gegründet hat. Die NGO ist erfolgreich in ihren Seerettungen, auch wenn sie immer wieder von Staaten, Grenzschutzagenturen oder identitäre Bewegungen bei der Rettung von Menschenleben gehindert werden. Momentan wird ihr Schiff Juventa von Geheimdiensten überwacht; die europäische Union sieht es nicht gern, wenn Organisationen oder Einzelpersonen versuchen ihr Konzept des Sterbens auf dem Mittelmeer zu durchbrechen. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Dennoch schafft es die NGO pro Tag knapp 500 Menschen zu retten und hat bislang 30 000 Menschen vorm Ertrinken bewahrt. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>SEA WATCH</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"> verfügt mittlerweile über drei Schiffe und einen Helikopter mit dem sie über das gesamte Einsatzgebiet Lauftaufklärung leisten können. Über weitere Unterstützung freut sich </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>SEA WATCH</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">: <a href="https://sea-watch.org/unterstuetzer/">https://sea-watch.org/unterstuetzer/</a>. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Angeregt von Neugebauers Vortrag über </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">die tragischen Verhältnissen an den europäischen Außengrenzen, folgt Kay Voges Inszenierung </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;DIE SCHWARZE FLOTTE&lt;&lt;</i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">, </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">in der ein Journalist die Handelsroute &gt;&gt;Mittelmeer&lt;&lt; erkundet und nach den Frachtern fragt, die Menschen, Waffen und Drogen schmuggeln. </span></span><a href="http://www.freigeist-magzine.de/index.php/2017/10/04/die-schwarze-flotte/"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>&gt;&gt;DIE SCHWARZE FLOTTE&lt;&lt;</i></span></span></a> <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">ist eine Produktion vom Schauspiel Dortmund und dem Rechercheverbund </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><i>CORRECT!V </i></span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">und stellt den Höhepunkt der Tagung &gt;&gt;Moralische Anstalt 2.0 – Theater trifft politische Bildung (&#8230;)&lt;&lt; dar, weil hier ganz deutlich wird, dass Theater mehr als ein Unterhaltungsmedium sein kann. Theater kann ein Ort der Aufklärung sein und uns die Möglichkeit geben die Welt zu verstehen. </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Somit war das MOBILIZE! Event des Schauspiel Dortmunds und der Heinrich Böll Stiftung ein grandioser Erfolg.</span></span></p>

]]&gt;		</p>
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		<title>ERWACHET! – Digitaler Rechtsextremismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Oct 2017 08:10:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Arne Vogelgesang]]></category>
		<category><![CDATA[Flammende Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Böll Stiftung]]></category>
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<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Regisseur Arne Vogelgesang kreiert mit &gt;&gt;FLAMMENDE KÖPFE&lt;&lt; (UA 23. März 2017 Schauspiel Dortmund) eine Video-Lecture-Performance, die sich mit dem rechtspopulistischen Propaganda Trend im Internet auseinandersetzt und versucht aufzuzeigen, wie digitaler Rechtsextremismus wirkt.</span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Gespielt wird heute auf dem Podium im großen Saal der Heinrich Böll Stiftung in Berlin. Wo normalerweise Reden und Diskussionen stattfinden, befindet sich nun das Zimmer eines Computernerds. Neben seinem Notebook, das uns Zugang zur digitalen Welt verschafft, befinden sich noch Beamer und zwei Leinwände im Bühnenraum. Und natürlich der Regisseur, welcher auch das Konzept des heutigen Abends entworfen hat, Arne Vogelgesang. Vogelgesang performt heute mit einem virtuellen Chor von rechten Kopf-Avantaren die Schattenseiten unserer Gesellschaft, in der salonfähiger Rassismus und Stammtisch-Parolen ihren eigenen Fleck in der digitalen Welt erschaffen haben. Neue Kommunikationstechnologien, wie beispielsweise <i>youtube</i> und <i>facebook</i>, bieten Usern mit einfachen Mitteln und wenig Aufwand viele Möglichkeiten sich in der digitalen Welt zu präsentieren. Informationen und Botschaften können in Buchteilen von Sekunden ins Netz geladen werden, Vogelgesang spricht von circa 70 Stunden Material in einer Sekunde. Aufmerksam auf die <em>FLAMMENDEN KÖPFE</em> wurde der junge Regisseur, der am Max-Reinhardt Seminar Regie studiert hat, über das Video von einem wütenden Mob im sächsischen Dorf Clausnitz, in dem Stadtbewohner im Februar 2016 einen Bus mit Geflüchteten niedergeschrien haben. Im Bus war der Dolmetscher Wolfram Fischer anwesend, der sich nach dem Vorfall nur an hassende und brüllende Köpfe erinnern kann. Ein Bild, das sich für Vogelgesang zum digitalen Propaganda-Trend entwickelt hat und der Grund, weswegen er auf die Suche nach rechter Propaganda in der digitalen Welt gegangen ist. An diesem Abend werden uns knapp 10 wütende und <span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><em>FLAMMENDE KÖPFE</em></span></span> präsentiert, die im Internet auf unterschiedlichen Plattformen über Menschen hetzen, wie Geflüchtete, Staatsrepräsentanten, Frauen und Männer, sowie Menschen mit linkspolitischer Gesinnung. Ihr Slogan &gt;&gt;Wir sind das Volk&lt;&lt;, lässt nicht nur schlimmes erahnen, sondern Vogelgesang nimmt die Zuschauer mit auch eine Quer-Beet-Reise, die grausamer hätte nicht sein können. Beispielsweise treffen wir auf eine junge Frau, die sich gelegentlich Giftzwerg nennt und auf <i>facebook</i> Videos verbreitet, in denen sie Geflüchtete oder Ausländer beschuldigt sich an Frauen zu vergehen. Sie bezieht sich dabei auf die Silvesternacht in Köln, an der über 100 Frauen sexuell belästigt wurden. Der Giftzwerg hat neben seiner Zwillingsschwester noch eine weitere Nachahmerin gefunden, die willkürliche Behauptungen aufstellen und Menschen den Tod wünschen. Ein weiterer Charakter, ein Mann, der y<i>outube-Videos</i> am Schreibtisch erstellt, in denen er auf Brecht, Heine rekurriert und beispielsweise Heines Sehnsucht nach Heimat nachempfinden kann, weil Deutschland so viele Geflüchtete aufgenommen hat und er keinen einzigen Deutschen mehr auf seinem Einkaufsweg in Mannheim sieht. <i> </i>Oder die Frau, die gelegentlich auf Demos reden hält und Deutschland so sehr liebt, dass während ihres Schreis nach Nationalbewusstsein und nationalsozialistischen Wünschen die Tränen kommen. Vogelgesang transportiert viele zwiespältigen Köpfe aus der digitalen Welt in Animation und mit eigener Gestik und Mimik auf die Bühne. Hin und wieder unterbricht er die Suche nach dem Volk für umgedichtete Volkslieder, in denen die Rassismen der Wutbürger vertont wurden. Das im Schauspiel erwähnte Volk strebt nach einem einem &gt;&gt;WIR&lt;&lt; und verkennt dabei, dass bei ihrem &gt;&gt;WIR&lt;&lt; Menschen zu Minderheiten und zu Fremden degradiert werden, welches auszulöschen gilt.</span></span></p>


[caption id="attachment_1061" align="aligncenter" width="624"]<a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/10/FlammendeKo_pfe_Hupfeld_5171a-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-1061 size-full" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/10/FlammendeKo_pfe_Hupfeld_5171a-1.jpg" alt="" width="624" height="414" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/10/FlammendeKo_pfe_Hupfeld_5171a-1.jpg 624w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/10/FlammendeKo_pfe_Hupfeld_5171a-1-350x232.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/10/FlammendeKo_pfe_Hupfeld_5171a-1-500x332.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/10/FlammendeKo_pfe_Hupfeld_5171a-1-360x239.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/10/FlammendeKo_pfe_Hupfeld_5171a-1-309x205.jpg 309w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2017/10/FlammendeKo_pfe_Hupfeld_5171a-1-130x86.jpg 130w" sizes="(max-width: 624px) 100vw, 624px" /></a> <em>&gt;&gt;FLAMMENDEN KÖPFE&lt;&lt; Arne Vogelgesang, Foto: Birgit Hupfeld.</em>[/caption]


<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Der Abend war grausam, weil über 60 Minuten ein Dutzend rassistische Köpfe und etlich-rechte Netzwerke, sowie Gruppen beim Sprechen und beim &gt;&gt;Meinungsaustausch&lt;&lt; zu zuhören und zu beobachten, kein angenehmes unterfangen ist. Dennoch hat der Zuschauer vieles über Rechtsextremismus in der digitalen Welt erfahren und Vogelgesangs Auseinandersetzung mit digitalen Rechtsextremismus ist eine starke Leistung. Gefehlt hat mir etwas eine in die Tiefe gehende reflektierende Auseinandersetzung mit den <i><em>FLAMMENDEN KÖPFE</em>N.</i> Beispielsweise, wie man mit solchen Phänomenen umzugehen hat, wie man sich gegen solche rassistische Plattformen wehren kann oder wie man mit inhumanen und/ oder rassistischen Menschen umgeht.</span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><b>&gt;&gt;FLAMMENDEN KÖPFE&lt;&lt;</b></span></span><i> </i><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">| </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Schauspiel Dortmund</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">| </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">W</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">eitere Termine sind aus der </span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">h</span></span><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">auseigenen Webseite zu entnehmen : <a href="https://www.theaterdo.de/detail/event/17625/">https://www.theaterdo.de/detail/event/17625/</a> </span></span></p>


&nbsp;]]&gt;		</p>
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