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	<title>Düsseldorfer Schauspielhaus &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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	<description>— News aus Kultur und Politik</description>
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	<title>Düsseldorfer Schauspielhaus &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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		<title>„Wird das unsichtbare Theater uns retten?“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jun 2021 02:08:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorfer Schauspielhaus]]></category>
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		<category><![CDATA[Theater der Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[Düsseldorf/ Berlin • Passend zur EM sitzen die Künstler*innen vom Kollektiv „Dragón“ mit Bier und leichten Snacks in einem kantinenähnlichen]]></description>
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<p>Düsseldorf/ Berlin • Passend zur EM sitzen die Künstler*innen vom Kollektiv „Dragón“ mit Bier und leichten Snacks in einem kantinenähnlichen Etablissements und besprechen ihr neues Projekt. Das Kollektiv befindet sich in einer existentiellen Krise, unter anderem ist ihr dritter Kopf, Alejandra, ausgestiegen. Sie versuchen sich neu zu erfinden. Für ihre kommende Produktion haben sie eine kunsterfahrene Assistentin engagiert. Als künstlerisches Comeback ist eine Autoexplosion im Kunstmuseum Museu de arte de São Paulo (MASP) geplant. Das nun zweiköpfige Kollektiv möchte an den politischen Mord des guyanischen Historikers Walter Rodney erinnern und so auf die postkolonialen Verhältnisse in Chile aufmerksam machen.</p>



<p>In der Diskussion über die Umsetzung der geplanten Explosion stoßen die Künstler*innen an die Grenzen von theatraler Kunst im politischen Kontext; dürfen Künstler*innen Migranten als verstummte Statisten für künstlerische Zwecke gebrauchen? Ist es für People of Color- oder weiße Künstler*innen legitim mit „schwarzen Leichenteilen“ zu spielen? Können nicht-schwarze Künstler*innen ohne schwarzen Körper überhaupt etwas über Kolonialismus aussagen, ohne selbst in die Rolle der Plünderer zu verfallen?</p>



<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="alignright size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="369" height="276" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2021/06/Bildschirmfoto-2021-06-28-um-03.33.31.png" alt="" class="wp-image-2752" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2021/06/Bildschirmfoto-2021-06-28-um-03.33.31.png 369w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2021/06/Bildschirmfoto-2021-06-28-um-03.33.31-350x262.png 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2021/06/Bildschirmfoto-2021-06-28-um-03.33.31-334x250.png 334w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2021/06/Bildschirmfoto-2021-06-28-um-03.33.31-274x205.png 274w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2021/06/Bildschirmfoto-2021-06-28-um-03.33.31-120x90.png 120w" sizes="(max-width: 369px) 100vw, 369px" /><figcaption>Ensemble (Luis Cerda, Camila González, Francisca Lewin) Foto: Melanie Zanin</figcaption></figure></div>



<p>Wie unsichtbar muss Theater sein, um politisch wirken zu können? Ist eine zentrale Frage der hybriden Inszenierung „Dragón“ (UA Juni 2019, Santiago de Chile) vom chilenischen Regisseur Guillermo Calderón und Ensemble (Luis Cerda, Camila González, Francisca Lewin). Die deutsch-chilenische Produktion, welche am 21. Juni 2021 Deutschlandpremiere über Live-Stream auf dem Düsseldorfer Theater der Welt Festival feierte, untersucht das Verhältnis von darstellender Kunst und Politik in Zeiten von Digitalisierung und Postpandemie.</p>



<p>Dafür verdreht, verschiebt und tarnt „Dragón“ die Ebenen der Kunst. Und beruft sich auf den brasilianischen Theatertheoretiker Augusto Boal, der mit seiner Theorie über das unsichtbare Theater ein bewusstseinbildendes Theater der Unterdrückten formulierte. Im unsichtbaren Theater ist jeder Ort eine Bühne, alle Menschen sind Zuschauer und Akteure, um die soziale Ordnung zu kritisieren.</p>



<p>Auch die unscheinbare Kantine in „Dragón“ verweist auf ein bekanntes Restaurant am Plaza Italia in Chile. Zu Zeiten der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet war das Restaurant ein Treffpunkt für Intellektuelle und Aktivisten. Ebenfalls unscheinbar wirkt die Assistentin (Francisca Lewin) im Stück. Sie erreicht durch ihren Input in die Gruppe so viel Einfluss und Macht, dass sie die Rolle der Regisseurin und Projektleiterin einnimmt. Unter anderem bringt sie das Thema der sozialen Klasse in die Gruppe ein und erarbeitet ein Konzept auf der Grundlage von Boals Theatertheorie. Später wird sie vom Kollektiv als Sadistin mit falscher Identität entlarvt. Die bisher namenlose Frau entpuppt sich als die verlorene Alejandra, der dritten Kopf des Drachen, und prophezeit Rückkehr und Ende des Kollektivs.</p>



<p>Die künstlerische Krise von „Dragón“ und das Verhältnis von Theater zu Politik verweisen auf die Krise der chilenischen Politik. Das südamerikanische Land arbeitet immer noch die Strukturen der vergangenen Militärdiktatur auf, befindet sich neben der Pandemieproblematik in einer sozialen Krise. Das neoliberale System scheint ausgedient, staatliche Strukturen brechen zusammen. Die konservative Regierungskoalition unter Präsident Sebastián Piñera steht vor dem Aus. Und genau wie Präsident Piñera, muss sich das politische Theater neu erfinden und eine „tiefe Reflexion“ vornehmen.</p>



<p></p>



<p></p>



<p></p>



<p></p>



<p><strong><u>Dragón </u></strong><u>von Guillermo Calderón (Spanisch mit deutschen Übertiteln)</u><br>Regie und Text: Guillermo Calderón, Bühne und Licht: Rocío Hernández, Kostüm: Daniela Vargas, Mit: Luis Cerda, Camila González, Francisca Lew<br>Koproduktion Festival Theater der Welt Düsseldorf 2021, Teatro a Mil Foundation, Teatro UC<br>Dauer: 1 Stunden 25 Minuten, keine Pause, Weitere Spieltermine: 21. Juni – 4. Juli 2021, Video-on-Demand, Kartenpreis, 5 Euro,                                                            Zu Gast in der Schaubühne Berlin als Lecture am 2. Oktober 2021<em><br></em>www.theaterderwelt.de, www.dhaus.de, https://www.schaubuehne.de</p>



<p>Beitragsbild &#8211; Foto: Eugenia Paz</p>
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		<title>TRUST ME</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jun 2016 00:42:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Angie Lau]]></category>
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		<category><![CDATA[Beziehungskrise]]></category>
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		<category><![CDATA[Vincent Redetzki]]></category>
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				<![CDATA[]]>		]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><![CDATA[

<p align="JUSTIFY"]]&gt;<span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">&gt;&gt;YOU NEED MORE THAN A GERHARD RICHTER HANGING ON YOUR WALL&lt;&lt;, singt Judith und verweist darauf das Werte vergänglich sind. Virtuelle Werte werden geschaffen und reale Werte werden verbrannt. Der Wert von Geld und Mensch stürzt in unserer Leistungsgesellschaft zusammen. </span></span></p>
<p> </p>
<p style="text-align: right;" align="JUSTIFY"><strong><em><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">&gt;&gt;ICH BIN WIE GELD</span></span></em></strong></p>
<p style="text-align: right;" align="JUSTIFY"><strong><em><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Das ist auch was Schönes, denn Geld ist überall und kennt keine Grenzen, </span></span></em></strong></p>
<p style="text-align: right;" align="JUSTIFY"><strong><em><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">keine Moral und keine Angst&lt;&lt;</span></span></em></strong></p>
<p align="JUSTIFY"> </p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">SYSTEMZUSAMMENBRUCH. Wir leben in einem Zeitalter des Zerfalls. Nichts hat mehr Bedeutung, nichts hat mehr Wert oder bildet eine Einheit. KRISE. Finanzkrise. Identitätsproblem. Beziehungskrise.</span></span></p>
<p align="JUSTIFY"> </p>
<p style="text-align: right;" align="JUSTIFY"><strong><em><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">&gt;&gt;Und wenn ich gehen würde, würde es nichts ändern</span></span></em></strong></p>
<p style="text-align: right;" align="JUSTIFY"><strong><em><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Und wenn ich bleiben würde, würde es nichts ändern</span></span></em></strong></p>
<p style="text-align: right;" align="JUSTIFY"><strong><em><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Und wenn du mich anschauen würdest, würde es nichts ändern</span></span></em></strong></p>
<p style="text-align: right;" align="JUSTIFY"><strong><em><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Und wenn ich dich berühren würde, würde es nichts ändern</span></span></em></strong></p>
<p style="text-align: right;" align="JUSTIFY"><strong><em><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Und wenn ich dich wirklich, wirklich wollen würde, würde es nichts ändern</span></span></em></strong></p>
<p style="text-align: right;" align="JUSTIFY"><strong><em><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Vergiss alles, was ich gesagt habe</span></span></em></strong></p>
<p style="text-align: right;" align="JUSTIFY"><strong><em><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Lass uns einfach alles so lassen, wie es ist</span></span></em></strong></p>
<p style="text-align: right;" align="JUSTIFY"><strong><em><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Es ist zu kompliziert, das jetzt zu ändern</span></span></em></strong></p>
<p style="text-align: right;" align="JUSTIFY"><strong><em><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Das hat nur mit mir zu tun</span></span></em></strong></p>
<p style="text-align: right;" align="JUSTIFY"><strong><em><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Das hat nichts mir dir zu tun</span></span></em></strong></p>
<p style="text-align: right;" align="JUSTIFY"><strong><em><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Du lebst dein Leben, ich leb mein Leben</span></span></em></strong></p>
<p style="text-align: right;" align="JUSTIFY"><strong><em><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Du bist da, ich bin hier&lt;&lt;</span></span></em></strong></p>
<p align="JUSTIFY"> </p>
<p align="JUSTIFY"> </p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Die Inszenierung <b>TRUST</b> von Falk Richter und Anouk van Dijk hatte ihre Uraufführung am 10. Oktober 2009 an der Schaubühne in Berlin und nach fast sieben Jahren, hat sie nicht an Aktualität und Qualität verloren. Nein, es ist noch immer unbeschreiblich schön und zeigt, wie sehr eine Aufführung von Ensemble (Peter Cseri, Lea Draeger, Jack Gallagher, Cathlen Gawlich, Franz Hartwig, Angie Lau, Vincent Redetzki, Kay Bartholomäus Schulze, Nina Wollny) lebt und am Leben erhalten wird. Alle Beteiligten am diesen Abend <em>-hier muss ich doch mein Bedauern ausdrücken, dass Judith Rosmair nicht mehr mitspielt-</em> haben Großes auf der Bühne geleistet und gemeinsam mit Falk Richter und Anouk van Dijk ein überwältigendes Schauspiel geschaffen, das mit der Musik von Malte Beckenbach <em>-und immer die Frage: Wo ist der Soundtrack der Aufführung erhältlich?-</em> zutiefst bewegt. Der Text trifft den Nerv der Zeit und gemeinsam mit der Choreografie fesselt <b>TRUST </b>das Publikum. Die Ästhetik des Stücks ist genial und glänzt mit den Talenten, die jede Szene unvergesslich werden lassen.</span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Mono,monospace;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><b>TRUST</b></span><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"> ist das zweite Projekt, welches Anouk van Dijk und Falk Richter entworfen haben, in dem sie mit der Ästhetik von Tanz, Text und Musik, Stimmungen, Erkenntnisse der politischen Gegenwart und Gefühle erzeugen. Dabei sind die Momente, in denen sich Schauspieler und Tänzer gemeinsam zu wohlklingenden Tönen bewegen, die Augenblicke, in denen alles eigentlich ganz Still wird und die reine Ästhetik zu Tränen rührt. </span></span></span></p>
<figure id="attachment_617" aria-describedby="caption-attachment-617" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/06/1371735936_trust_ninawollny_heikoschaefer-1.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-617 size-large" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/06/1371735936_trust_ninawollny_heikoschaefer-1-1024x596.jpg" alt="Nina Wollny und Peter Cseri. Foto: Heiko Schäfer" width="700" height="407" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/06/1371735936_trust_ninawollny_heikoschaefer-1-1024x596.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/06/1371735936_trust_ninawollny_heikoschaefer-1-350x204.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/06/1371735936_trust_ninawollny_heikoschaefer-1-500x291.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/06/1371735936_trust_ninawollny_heikoschaefer-1-768x447.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/06/1371735936_trust_ninawollny_heikoschaefer-1-360x210.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/06/1371735936_trust_ninawollny_heikoschaefer-1-1536x895.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/06/1371735936_trust_ninawollny_heikoschaefer-1-2048x1193.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/06/1371735936_trust_ninawollny_heikoschaefer-1-352x205.jpg 352w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/06/1371735936_trust_ninawollny_heikoschaefer-1-130x76.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2016/06/1371735936_trust_ninawollny_heikoschaefer-1-650x379.jpg 650w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><figcaption id="caption-attachment-617" class="wp-caption-text">Nina Wollny und Peter Cseri. Foto: Heiko Schäfer</figcaption></figure>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Liberation Mono,monospace;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;">Derzeit arbeiten Richter und van Dijk an ihrer neuen Inszenierung </span><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><b>SAFE PLACES </b></span><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;">am Schauspiel Frankfurt. Wir dürfen gespannt sein; das Stück feiert am 8.10.2016 seine Uraufführung uns setzt sich mit der europäischen (Krisen-)Gesellschaft auseinander (<a href="https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/premieren/safe-places/">https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/premieren/safe-places/</a>).</span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: FreeSans,sans-serif;"><span style="font-size: small;">TRUST von Falk Richter und Anouk van Dijk| Schaubühne Berlin| 30.6.2017| 20 Uhr| Karten erhältlich unter: <a href="mailto:ticket@schaubuehne.de">ticket@schaubuehne.de</a>. Weitere Spieltermine folgen in der kommenden Spielzeit.</span></span></p>
<p align="JUSTIFY"> </p>
<p> </p>


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<p><a class="a2a_button_facebook" href="https://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Ftrust-me%2F&amp;linkname=TRUST%20ME" title="Facebook" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_mastodon" href="https://www.addtoany.com/add_to/mastodon?linkurl=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Ftrust-me%2F&amp;linkname=TRUST%20ME" title="Mastodon" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_email" href="https://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Ftrust-me%2F&amp;linkname=TRUST%20ME" title="Email" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Ffreigeist-magzine.de%2Ftrust-me%2F&#038;title=TRUST%20ME" data-a2a-url="https://freigeist-magzine.de/trust-me/" data-a2a-title="TRUST ME"></a></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Trubel und Tumult Unter Eis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Oct 2013 23:20:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
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					<description><![CDATA[
				<![CDATA[]]>		]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA[Der Regisseur Pedro Martins Beja bringt erstmalig im Düsseldorfer Schauspielhaus Falk Richters Drama <b>„Unter Eis“</b> mit dem Unterhaltungswert eines Polleschs auf die Bühne.
Blaues Licht. Irgendwie kalt. Eine weiße Treppe, die zu einem Glaskasten führt. Dunkelheit breitet sich aus und Paul Niemand (Sven Walser), ein verbrauchter Unternehmensberater zwischen 40 und 50 Jahren, tritt auf. Minutenlange Stille. Monolog: <i>„Himmel stürzt gegen Horizont/ Ich/ Rannte und rannte/ schrie der Sonne entgegen/ Still/ Keine Antwort/ Die Sonne hörte mich nicht/ Ich/ Rannte und rannte/ Das Universum schwieg/ Das Universum sah mich nicht, fühlte, hörte, spürte nicht/ Es gibt mich nicht, es gibt mich nicht, ich bin gar nicht da […]“</i> Ein sanftes Sonnenlicht strahlt auf Paul Niemands Gesicht, wird immer heller und Niemand fuhr fort: <i>„Festgefroren unter Eis/ Schnee/ Kalt/ Kalt Kalt Kalt Eis Eis Eis/ Still Stillstand/ Begraben, begraben unter Eis, tiefe Eisdecke […]“</i>.
Weg von der melancholischen Kälte eines Paul Niemands, der „outgesourct“ wird, hin zu den jung-dynamischen Unternehmensberatern Karl Sonnenschein (Daniel Fries) und Aurelius Glasnapp (Jonas Anders). Im schnellen Sprechtempo werfen sie auf ihrer sekundären Bühne, welche mit bunten Lichtern ausgestattet ist, Wörter in den Raum: „<b>Risiko</b> akzeptieren/ <b>Möglichkeiten</b> schaffen/ Kreatives Denken zur Verfügung stellen/ <b>Chancen</b>, die der <b>Markt </b>bietet, zu <b>Kapital</b> machen/ [<b>Effizienz</b>/ Offen sein für neue Konfrontationen/ Niemals stehen bleiben] <b>Motivation</b> demonstrieren, neue Aufgaben übernehmen, neue Fähigkeiten erlernen/ [<b>Selbstoptimierung</b>] […]“ Fast das ganze sprachliche Repertoire der Wirtschaft wird dem Zuschauer um den Kopf geworfen. Das schnelle Sprechtempo, die vielen bunten Lichter und die schwungvolle Musik von Jörg Follert holen den Zuschauer aus der bewegungsunfähigen Kälte und eröffnen ihm eine Welt modernster theatraler Unterhaltungskunst.
Die Inszenierung <b>„Unter Eis“</b> konkretisiert unsere Transparenzgesellschaft mit dem Einsatz von Kameras und versinnbildlicht mit den Unternehmern Niemand, Sonnenschein und Glasnapp die Hyperaktivität und das Verlangen des ständigen sich selbst Optimieren-Wollens unserer Gesellschaft. Das schnelle Sprechtempo und der sportliche Körpereinsatz der einzelnen Darsteller*innen helfen dabei.  Die Monologe von Paul Niemand (Sven Walser) verkörpern sehr gelungen die Kälte des Textes genauso wie seine festgefrorene Haltung. Das Paradoxe Sonnenlicht auf Paul Niemands Gesicht beim ersten Monolog des Stücks tut dem kein Abbruch, weil der Regisseur Pedro Martins Beja das Stück <b>„Unter Eis“</b> leicht ins Absurde driften lässt. So werden Paul Niemands melancholische Monologe immer wieder von den zwei aktiven Unternehmern mit Tipps zur Selbstoptimierung unterbrochen. Konstruktives Feedback nennt man das. Kinder werden bis ins Groteske als wertvolle Ressourcen vorgestellt. Beispielsweise soll eine Gruppe von Kindern Geschenke einfangen, die aufgrund ihrer Höhe unerreichbar scheinen. Nur Paul Niemands Alter Ego erkennt das Problem und löst es, indem er sich ein Stuhl holt, um eine fingierte Waffe zu ergattern. Prompt bekommt er einen Job im Marketingunternehmen und darf die Treppen zum Glaskasten alias Tempel der Unternehmer erklingen. Besonders humorvoll ist hier die Parodie von Chancengleichheit, die Beja in Anmut von Karl Sonnenschein (Daniel Fries) vorführen lässt: <i>Als ich ein kleiner Junge war, pflügte ich mit meinen Traktor unsere Felder, dann die Felder ganz Rumäniens und seiner Nachbarländer. Schließlich pflügte ich alle Felder Europas, Asiens und Amerikas und folg mit dem Traktor zum Mond. Und als ich die Felder des Monds gepflügt hatte, dann pflügte ich das ganze Sonnensystem.</i> Nicht nur hier wird die Kritik an unserer neoliberalen Gesellschaft deutlich, sondern die Kritik an unserer gegenwärtigen Gesellschaft ist eine fundamentale Prägung der Inszenierung <b>„Unter Eis“</b>. <i>Oder würden Sie ihr Kind in eine Schule schicken mit einem Immigrantenanteil von 95%?</i>, fragt Daniel Fies.
[caption id="attachment_217" align="aligncenter" width="300"]<a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/10/untereis_010_walserandersfries_fotosebastianhoppe-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-217 " alt="UnterEis_Walser_Anders_Fries_Foto:SebastianHoppe" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/10/untereis_010_walserandersfries_fotosebastianhoppe-1.jpg?w=300" width="300" height="200" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/10/untereis_010_walserandersfries_fotosebastianhoppe-1.jpg 2835w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/10/untereis_010_walserandersfries_fotosebastianhoppe-1-300x200.jpg 300w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/10/untereis_010_walserandersfries_fotosebastianhoppe-1-768x512.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/10/untereis_010_walserandersfries_fotosebastianhoppe-1-1024x683.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/10/untereis_010_walserandersfries_fotosebastianhoppe-1-350x233.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> UnterEis_Walser_Anders_Fries_Foto:SebastianHoppe[/caption]
Mein besonderer Liebling der Inszenierung ist Bejas farbfrohe und originelle Ästhetik, wie beispielsweise Daniel Fries in der Kostümierung von Lewis Carrolls Alice. Und natürlich die hervorragende Durchbrechung der vierten Wand durch die Interaktion von Darsteller und Zuschauer*innen. Schließlich erfährt <b>„Unter Eis“</b> unter der Regie von Pedro Martins Beja und den Schauspielern Jonas Anders, Daniel Fries und Sven Walser ein grandioses Comeback mit hohen künstlerischen Unterhaltungswert, das stark an Renè Pollesch erinnert. Chapeau!
<strong>Düsseldorfer Schauspielhaus: Sa. 2., Mi.6.*, Mo. 11.*, So. 17., Fr. 29. November | 19.30 Uhr | Kleines Haus | *19h Einführung</strong>
Karten unter (0211) 36 99 11 oder <a href="http://duesseldorfer-schauspielhaus.de/de_DE/Vorstellungen/Unter_Eis.953498">http://duesseldorfer-schauspielhaus.de/de_DE/Vorstellungen/Unter_Eis.953498</a>]]&gt;		</p>
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		<title>&#8222;Hör’ma Houellebecqs Leichenteile sehen aus, wie ein Gemälde von Pollock!&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2013 16:43:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Luser]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorfer Schauspielhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Falk Richter]]></category>
		<category><![CDATA[Jed Martin]]></category>
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		<category><![CDATA[Pollock]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Hoppe]]></category>
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<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/09/karteundgebiet_sebastianhoppe-1.jpg" alt="" class="wp-image-167" width="661" height="439" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/09/karteundgebiet_sebastianhoppe-1.jpg 525w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/09/karteundgebiet_sebastianhoppe-1-300x199.jpg 300w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/09/karteundgebiet_sebastianhoppe-1-350x233.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 661px) 100vw, 661px" /><figcaption>&#8222;Karte und Gebiet&#8220; Christoph Luser Foto: Sebastian Hoppe  </figcaption></figure></div>



<p>Das Houelllebecqsche Künstlerdrama „<strong>Karte und Gebiet“</strong> erlebte am Wahlsonntag 2013 unter der Regie vom Postdramatiker Falk Richter eine gelungene Wiederaufnahme im Düsseldorfer Schauspielhaus.</p>



<p>Überall sind Bilder und Fotos auf dem schiefen Bühnenboden verteilt. Mikros. Kameras und unendlich viele Leinwände, die zeitweise als Tische, Stühle, Trennwände oder Türen fungieren, lassen beim Betreten des Spielraums Falk Richters Handschrift erkennen. Der Regisseur hat eine Vorliebe für moderne Technologie als theatralisches Element. Richters neuste Inszenierung <strong>„Karte und Gebiet“</strong> von Michel Houellebecq thematisiert einen jungen Künstler namens Jed Martin (Christoph Luser), der mit Fotografien von metallischen Utensilien und Karten eine Ausstellung plant. Damit die Ausstellung zum großen Erfolg wird, soll der stark umstrittene französische Autor Michel Houellebecq (Olaf Johannessen) das Vorwort für den Katalog schreiben. Leichter gesagt als getan, denn der französische Autor hat ein leichtes Alkoholproblem, was natürlich nur den hirnlosen Journalisten angelastet werden kann. Mal ehrlich, wer erträgt schon hohle Nüsse nüchtern. Und schließlich ist Houellebecq der &gt;&gt;Baudelaire des Supermarkts&lt;&lt;.</p>



<p>Neben der hochtalentierten schauspielerischen Leistung von Olaf Johannessen, der unter anderem als Houellebecq auftritt, fragt man sich, was der leicht verwirrte Jüngling als Verkörperung von Jed Martin auf der Bühne zu suchen hat. Nicht nur als Liebhaber mit schlecht gespielter Erektion, die ihn anscheinend peinlich zu spielen scheint, sondern auch sonst verblasst die schauspielerische Leistung von Christoph Luser –Nachname ist anscheinend Programm–. Zwei Mal muss die aufmerksame Souffleuse Pia Beine als ‚Textmobilisator‘ anspringen, damit die Inszenierung weiterlaufen kann und letztlich scheint Christoph Luser so gar nicht in seiner Rolle aufzugehen. Im Gegenteil zum restlichen Ensemble, wo die „Kratzszene Houellebecqs“ von Johannessen mehr erotische Spannung verbreitet als Lusers „Erektionsszene“. Auch die unglaublichen Verwandlungskünstler Moritz Führmann und Karin Pfammatter erweisen nicht nur Talent, sondern machen auch eine gute Figur auf der Bühne.</p>



<p>Die postdramatische Bühnenbearbeitung <strong>„Karte und Gebiet“</strong> von Falk Richter vermittelt hervorragenden den Künstlerroman von Houellebecq mit modernen Hilfsmittel als theatralische Elemente, wie der Einbindung von Projektionen und Livemusik von Malte Beckenbach. Genauso beeindruckend ist die Konstitution des Bühnenbildes von Katrin Hoffmann, das nicht nur Jed Martins Aussage: „Das Einzige, was ich in meinem Leben habe, sind Wände“ beherzigt, sondern Projektionen zur emotionalen Untermalung verwendet, wie in der Szene, wo Vater Martin über seine Zeit als Architekt erzählt. Hier werden architektonische Bauwerke eingeblendet. Zusammenfassend ist <strong>„Karte und Gebiet“</strong> ein absolutes Kunstwerk, denn selbst der am Ende zerstückelte Houellebecq erinnert an ein Gemälde von Pollock.</p>



<p>Düsseldorfer Schauspielhaus: So. 27.10., 19.30 Uhr</p>



<p>Karten unter (0211) 36 99 11 oder <a href="http://duesseldorfer-schauspielhaus.de/de_DE/Aktuell/Karte_und_Gebiet.783850#">http://duesseldorfer-schauspielhaus.de/de_DE/Aktuell/Karte_und_Gebiet.783850#</a></p>
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		<title>Revolution? – Erstmal Tee trinken!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Jun 2013 18:41:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Büchner]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorfer Schauspielhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Falk Richter]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Thies Lehmann]]></category>
		<category><![CDATA[Woyzeck]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA["Er sieht immer so verhetzt aus. Woyzeck! Woyzeck! Er sieht immer so verhetzt aus." Ruft der Hauptmann (Ingo Tomi) dem verhetzten und nicht zu Ruhe kommenden Woyzeck (Thomas Wodianka) zu. Ganz gestresst läuft Woyzeck umher und platziert grüne Konferenzstühle auf einer sich leicht drehenden Bühne. Immer ganz schnell. Ohne Pause. Genau wie die Märkte. Total verhetzt. Absoluter Wirrwarr. Zahlen, Codes und Zeichen bilden eine Bildinstallation als Hintergrund. Und der Chor: "Stich zu, stich zu. Wir müssen zustechen, Herr Hauptmann. Es sagt immer: stich zu, stich zu. Eine Unterbrechung".
Das Projekt Büchner von Falk Richter im Düsseldorfer Schauspielhaus ist eine Textcollage aus Texten von Georg Büchner und Falk Richter, unter dem Einfluss von Heiner Müllers Dankesrede zur Verleihung des Georg-Büchner-Preises 1985: "Die Wunde Woyzeck". Falk Richter verbindet Büchners Schriften: "Lenz", "Woyzeck," "Dantons Tod", den "hessischen Landboten" und diverse Briefe zu einem postdramatischen Stück, um die Thematiken: Einsamkeit, Entfremdung und Ausbeutung auf die Bühne zu bringen. Büchners Woyzeck wird zum entfremdeten Individuum unserer modernen Leistungsgesellschaft, das wie der Finanzmarkt herumirrt, sich von der Kirche abwendet und zum neuen Seelenpriester, dem Therapeuten wechselt, der ihn mit Psychopharmaka ruhigstellt, damit er nicht mehr gegen Repressionen revoltiert. Ist Europa bereit für eine neue Revolution?
" Woyzeck lebt, wo der Hund begraben liegt, der Hund heißt Woyzeck. Auf seine Auferstehung warten wir mit Furcht und/oder Hoffnung, daß der Hund als Wolf wiederkehrt. Der Wolf kommt aus dem Süden." (Heiner Müller: "Die Wunde Woyzeck") Auch im Stück kehrt Woyzeck als Wolf auf die Bühne zurück und sticht mit zynischer Kritik an unserer modernen Leistungsgesellschaft zu. Und nun: Was machen wir jetzt?, fragen die Darsteller*innen. – Arbeiter bringen Tische auf die Bühne und das hervorragende Ensemble schleppt karrenweise Bücher heran. Ein politischer Diskurs findet statt und ein Monolog, gesprochen vom charismatischen Aleksandar Radenkovic, über freie Marktwirtschaft, neoliberale Ansichten und die Frage, ob Revolutionen nicht eigentlich Energieverschwendungen seien, beendet die Szene. Stille. – Merkwürdig. Da fehlt etwas!
Was macht politisches Theater aus? In den 30iger Jahren war es Erwin Piscator, der nicht nur das klassische Drama mit seinen Bühnenkonzeptionen von der Schaubühne fegte, sondern das Theater als politisches Medium, sogar als politische Waffe festigte. Piscator integrierte in seinen Aufführungen Stilmittel wie Plakate, Projektionen, Filme, Lieder und Chöre. Beispielsweise dienten Projektionen als Mittel der Texterweiterung. Seine Inszenierungen sollten Aufrufe zum Eingreifen in das aktuelle politische Geschehen sein, mit der zentralen Intention, die Zuschauer aufzuklären. Dafür holte Piscator die Wirklichkeit mit all ihren Problemen auf die Bühne.
Genau dies hätte Falk Richters Projekt Büchner sein können: eine grandiose Verkörperung von vollkommenen politischen Theater. Leider ist es nicht mehr eine vollkommene Verkörperung von politischen Theater und zwar, weil die Projektionen als piscatorisches Stilelement für politisches Theater mit den Bildern (Film) von den Occupy-Bewegungen in Spanien, Griechenland und Deutschland, sowie das Eingreifen von Polizeigewalt gegenüber Demonstranten entfernt wurden. Wieso eigentlich wurden diese im Laufe der Spielzeit entfernt? Wo sind die Bilder der revoltierenden Menschen, die sich gegen das Finanzsystem zur Wehr setzen und sich eindeutig gegen eine neoliberale Politik und gegen einen ‚freien Markt‘ aussprechen? Was ist da passiert?
Dennoch ist Falk Richters Projekt Büchner ein gelungenes politisches Theaterstück, hauptsächlich wegen der Regie, die in politischer Tradition von Piscator, Brecht und Hans-Thies Lehmann steht und des Bühnenbilds von Katrin Hoffmann. Leider wurde dem Stück die Vollkommenheit mit der Entfernung der Projektionen und dem veränderten Monolog genommen, was sehr bedauerlich ist, weil das Stück gut als Mobilisation für die im Ende Mai stattfindenden Blockupy- Proteste in Frankfurt hätte dienen können. Anbei ist die komponierte Musik von Ben Frost grandios, genauso wie das Ensemble.
Düsseldorfer Schauspielhaus: 20.6., 19:30 Uhr (letzte Aufführung)
Karten unter: 0211-369911 oder:
<a href="http://duesseldorfer-schauspielhaus.de/de_DE/Vorstellungen/Buechner.867699" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://duesseldorfer-schauspielhaus.de/de_DE/Vorstellungen/Buechner.867699</a>]]&gt;		</p>
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		<item>
		<title>Ekstatische Zustände in Düsseldorf – RAUSCH!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jan 2013 22:06:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Anouk van Dijk]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorfer Schauspielhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Falk Richter]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rausch]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterkritiken]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA[Falk Richter und Anouk van Dijk erzeugen beim Publikum bewusstseinserweiternde Zustände mit ihrer Inzenierung "RAUSCH". Mit der Kooperation von Text und Bewegung erreichen sie eine postmoderne Gesellschaftskritik auf höchsten künstlerischen Niveau.
Aller Anfang ist die Einsamkeit und so stürmt der Schauspieler Aleksandar Radenkovic mit einem unglaublich-energiegeladenen Monolog über den Wunsch nach der Zerstörung von Struktur auf die Bühne: <i>„ich würd so gern einfach schreiben/ ohne ein thema/ ohne eine richtung/ ohne etwas zu bearbeiten, das sich angestapelt hat/ ohne all diese materi</i><i>alien und textmassen, notizen, empfndungen, enttäuschungen und ängste/ mich einfach wegschreiben in eine andere Welt/ in eine andere Welt hineinschreiben“</i>. Kaum hat er seine Klage an System und Struktur zu Ende gesprochen, füllt sich die gedämmte Bühne im Stil eines Tanzstudios mit zahlreichen Menschen, die zu den gesprochenen Worten der Monologisten schwingen und aus einzelnen Bewegungen eine Choreografie ableiten. Nicht nur die Bewegungen der sieben Tänzer und fünf Schauspieler mit ihrer anfangs schlicht getragenen Kleidung, versetzen das Publikum in einen ekstatischen Zustand. Sondern vor allem die experimentelle Musik von dem australischen Künstler Ben Frost,  erweitern das Bewusstsein der Anwesenden und versetzen den Zuschauer in eine andere Welt, welche nicht weit von der Postmoderne ist.
Keine Zeit, kein erkennbarer Ort, keine identifizierbaren Personen prägen die Inszenierung RAUSCH. Dennoch ist das Interesse der beiden Künstler Richter und van Dijk eindeutig: eine postdramatische Widerspiegelung von körperlich-seelischen Zuständen des modernen Individuums, sowie seine aktuelle Position im ökonomischen System. Die gemeinsame Zusammenarbeit von Schauspielern und Tänzern lassen die künstlerische Inspiration von der Wechselwirkung Text und Bewegung zur Erreichung eines ekstatischen Zustands umsetzten und öffnen den menschlichen Geist für eine Kritik an die bürgerliche Gesellschaft, in der der Mensch sich in einer allumfassenden Krise befindet. Das menschliche Selbst mit seiner Gefühlswelt und seinen Partnerschaften im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit wandelt sich zu einer Krise, weil die Liebe mit ihrem Rauschzustand zur letzten erfüllbaren Utopie geworden ist. Der Liebesrausch als einziges authentisches Gefühl fällt nun mit den im Kapitalismus arrangierten kapitalsteigernden Räuschen, wie Arbeitsrausch, Börsenrausch und Kaufrausch zusammen. Liebe ist zu einer unersättlichen Ware geworden und in der Postmoderne auch über soziale Netzwerke, wie <i>facebook</i> erhältlich. RAUSCH spiegelt in einer anderen ekstatischen Welt unsere Gesellschaft wieder, in der die konservativ-verfehlte Politik der CDU und FDP in die Mangel genommen wird und auf die herrschenden Occupy-Aufstände auf der ganzen Welt aufmerksam macht. Auch die Adelshäuser und die parasitäre katholische Kirche stehen auf der Bühne im Augenmerk des Gefechts und lassen einige Zuschauer schmunzeln oder andere wiederum zornig werden. Jegliche Kritik an unserer bürgerlichen Gesellschaft über die Zuspitzung des Kapitalismus, welche bis zur Rechtsverletzung des Bürgers führt, wird auf der Bühne annehmbar und sorgt für Reflektion, die unter anderem mit einer Parodie über den Pfefferspray-Einsatz der Polizei bei Demonstrationen gegen das kapitalistische System erreicht wird. Der unkontrollierbare RAUSCH und der Wunsch nach einem Ausbruch aus den gesellschaftlichen Zwängen in eine soziale Wirklichkeit der Freiheit, sind im Tanz der einzelnen Darsteller und in der schauspielerischen Leistung erkennbar. Eine Paartherapie unter der Obhut eines profitorientierten Therapeuten sorgt für Witz und pointierender Problematisierung von Partnerschaften, wo alle Beteiligten aufgrund des Überflusses an Bedürfnisbefriedigung ihre Bedürfnisse befriedigt haben möchten, obwohl keiner seine Bedürfnisse kennt. Wo ist die alles verzehrende Leidenschaft hin? Verschwunden; unter den anderen Räuschen.
RAUSCH ist eine gelungene gesellschaftskritische Inszenierung auf höchsten künstlerischem Niveau. Literatur, Tanz, Musik und Schauspielkunst animieren zum Applause ins Unendliche und verlangen nach Reflektion und Ekstase. Gratulation.
Karten und aktuelle Spieltermine: http://duesseldorfer-schauspielhaus.de/de_DE/Aktuell/Rausch.783870]]&gt;		</p>
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		<title>Klaus und Erika – Ihre gescheiterte Kindheit konnte nur unter der Regie von Steffan Valdemar Holm gerettet werden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jan 2013 21:48:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorfer Schauspielhaus]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA[Der Makel eines Künstlers ist, nur in seiner Kunst leben zu können. Alles andere um ihn herum verliert an Bedeutung, ist nichtig und wird vergessen. Es ist das Schaffen von Welten, vielen bedeutungsvollen Welten, wo das Unaussprechliche ausgesprochen werden kann und dabei verliert die Welt, fern von der fiktiven Welt an Bedeutung. So verlieren Klaus (Marian Kindermann) und Erika (Elena Schmidt) Mann für ihren Vater Thomas Mann (Stimme von Udo Samel), der ein bedeutender Schriftsteller seiner Zeit war, an Bedeutung. Die Kinder erleben ihren Vater in ihrer Erziehung als unantastbar, bildlich ist er mit dem <i>Rücken zu ihnen</i> gekehrt und auch bei der Inszenierung ist er nur eine <i>Stimme ohne Gesicht</i>. Als Genie des Wortes vergöttern die Kinder den <i>Zauberer</i> und geben sich den Künsten hin, um sich ihrem Vater nah fühlen zu können.
Es ist dunkel. Schon fast pechschwarz, wie die Nacht. Als im Düsseldorfer Schauspielhaus die beruhigende Stimme von Udo Samle ertönt und den fantasieerfüllten Zuschauer in eine Szenerie einer alten Stadt im Spätsommer zu einem Haus voller Stille hineinführt. Angekommen in einem antik-gestaltenden Flur mit einem Haupteingang zum Büro des <i>Zauberers</i>, wo neben den Türen links und rechts ein Stuhl steht, schleicht über dem braunen Holzfußboden ein mageres und in Weiß gekleidetes Kind. Klaus Mann (Marian Kindermann) ist aufgetreten und verkündet seinem Publikum das oberste Gebot des Hauses: „Hier muss man sehr leise sein, darf keinen Lärm machen, sonst stürzt noch alles ein.“ Die Stille dient seinem Vater zum Schaffen von Welten, wo Unaussprechliches gesagt werden kann. Mit sich trägt der achtjährige Klaus, ein blaues Heftlein mit einem selbst geschriebenen Märchen, welches er gerne seinem Vater dem <i>Zauberer</i> zeigen möchte. Doch leider ist Thomas Mann hinter seinen Bürotüren in irgendeiner fiktiven Welt seines Schreibens verschwunden und für Klaus nicht erreichbar. Dabei bewundert er seinen Vater mit der Fähigkeit des wundervollen Schreibens, vergöttert ihn schon fast und möchte seinem Vater gleich, Schriftsteller werden. Klaus (Marian Kindermann) über seinen Vater: „Ich liebe Vater. Zauberer nennen wir ihn, weil er die Worte so geschickt aneinanderfügt, genau wie es sein soll. Wer so mit Worten umgehen kann, den muss man einfach lieben.“ Seine Liebe zu seinem Vater findet keine Erfüllung. Thomas Mann ist distanziert, abwesend und Klaus kann seine Nähe nur in seiner Kunst spüren. Deutlich bemerkbar macht sich das psychische Resultat der Ablehnung seines Vaters bei Klaus (Marian Kindermann) in der Inszenierung, durch das „sich selber ins Gesicht schlagen“. Ist er zu laut und könnte den Vater stören, schlägt er sich ins Gesicht. Lügt er, schlägt er sich ins Gesicht. So versucht Klaus sich selbst zu spüren und begeht mit seiner Schreiberei Eskapismus. Die Distanzlosigkeit und die Unantastbarkeit des Vaters bekommt auch seine Schwester Erika (Elena Schmidt) zu spüren, beide teilen sich das Leid, indem sie ihre künstlerischen Impulse untereinander austauschen und im Verlauf der Inszenierung zu einer Person verschmelzen, was mittels selber Kostümierung umgesetzt wird, sodass Klaus und Erika als Zwillinge erscheinen. Auch die neunjährige Erika ist mit einem psychischen Leiden behaftet, aufgrund des Desinteresses ihrer Eltern, das sich vor allem in sexueller Orientierungslosigkeit, das Fehlen von fester Identität und posierter Gefühlsverleugnung ausdrückt. Gern wird sie vom Schaffner (Florian Jahr) als „Bürschchen“ bezeichnet oder würde wie ihre Mutter Mielein (Anna Kubin) mit Vater ins Theater gehen. Dabei gelingt es der Inszenierung <b>Klaus und Erika </b>unter der Regie Staffan Valdemar Holm den Konflikt zwischen Mutter und Tochter besonders gut hervorzuheben. Denn nicht nur Thomas Mann ist zu seinen Kindern abweisend, auch Mutter Mielein (Anna Kubin) zeigt ohne jegliche Leugnungsversuche eine eisige Kälte gegenüber ihrer Tochter Erika (Elena Schmidt). Mielein (Anna Kubin) mit einer Zigarette rauchend: „Nein ich kann dich nicht küssen, schau mich nur an, schau doch, ich huste …, du darfst nicht krank werden…, ich muss ausruhen, lass mich ausruhen, lass mich nur auf den Stuhl setzen.“ Nicht die Krankheit ist der Grund, sondern pures Desinteresse gegenüber ihrer Tochter Erika, die sich kriechend nach ihrer Mutter sehnt.
Dem Schwedischen Dramatiker Lucas Svensson gelingt es leider nur am Rande in seinem geschriebenen Stück <b>Klaus und Erika</b>, den herrschenden Konflikt zwischen Thomas Mann und seinen Kindern Klaus und Erika gezielt zu thematisieren, weil neben diesem zentralen Konflikt, noch eine Palette an anderen theatralischen Konflikten passieren. Beispielsweise die Liebesbeziehung zwischen dem lebendigen Reclam-Heftchen Fischer Reclam (Florian Jahr) und der Haushälterin Effi (Stefanie Reinsperger), die melodramatisch in Betrug, Schwangerschaft, Suizidversuch und  schließlich im klassischen „Happy End“ endet. Weiter könnte man noch die Intrige von Fischer-Reclam, der Klaus Märchen dem <i>Zauberer</i> als eines von Fräulein Salomés Werken verkaufen will, nennen. Der Geist wird überlanden mit <i>sinnfreien</i> Konflikten, welche fern von der eigentlichen Thematik sind und den Anschein erwecken, dass der Dramatiker Lucas Svensson versucht die Gesamtheit der theaterkünstlerischen Motive unterzubringen. So geht bedauerlicherweise das zentrale Anliegen von Lucas Svensson <i>flöten</i> und der Zuschauer befindet sich völlig Konfliktüberflutet im Chaos. Verliert sich in den Konflikten und den Überblick vom gespielten Drama.
Nur unter der Regie von Staffan Valdemar Holm hat das konfliktbeladene Stück, positiven Witz und ein Hauch von Kunst versprühen können, indem sein Ensemble nicht nur ein großes Talent an schauspielerischer Leistung aufweist, sondern in Gesang und Kostüm glänzen.]]&gt;		</p>
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