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	<title>Dramatik &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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		<title>&gt;&gt;Der Markt ist die letzte Diva</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Oct 2018 17:45:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Anouk van Dijk]]></category>
		<category><![CDATA[Dramatik]]></category>
		<category><![CDATA[Falk Richter]]></category>
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		<category><![CDATA[Saarbrückender Poetikdozentur für Dramatik (2016)]]></category>
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					<description><![CDATA[„Was sagen die Worte, die ein Mensch benutzt, was sagt die Struktur seiner Sätze über sein Denken aus (…) ?“]]></description>
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<p> „<em>Was sagen die Worte, die ein Mensch benutzt, was sagt die Struktur seiner Sätze über sein Denken aus (…) ?“ </em>fragt Falk Richter, der Regisseur des Jahres 2018 (<em>Theater heute</em> 2018), während der fünften Saarbrückender Poetikdozentur für Dramatik (2016). Ein Forum für zeitgenössische Dramatik und wegweisende Dramatikerinnen. Hier hält Richter drei öffentliche Vorträge, die im erschienen Band <em>„Disconnected. Theater Tanz Politik“ </em>(2018) vom Alexander Verlag Berlin verlegt wurden. Er gehört zu den wichtigen internationalen Theatermachern aus dem deutschsprachigen Raum. Seine Arbeiten befassen sich mit der konkreten Gegenwart, unserer Art zu denken, zu fühlen und zu kommunizieren. Durch den erschienen Band, ist es erstmals möglich einen Blick in den Schaffensprozess des Künstlers zu werfen. Zahlreiche Textauszüge aus seinen Dramen, Notizen und Berichte von Probenprozessen vergegenwärtigen wie seine hochpolitischen Gesamtkunstwerke entstehen, in denen er den neoliberalen Kapitalismus klar analysiert und das Theater als Ort der Analyse von Sprache und Ideologie begreift. In seiner ersten Vorlesung beschreibt er sein philosophisches Suchen mit Hilfe von einzelnen Produktionen und er spricht von <em>„the void“</em>. Eine Leere, die sich immer mehr füllt. Seine Texte entstehen nicht mehr am Schreibtisch, wie die älteren Werke <em>„Die Verstörung“</em> (2005) oder <em>„Gott ist ein DJ“</em> (1999), sondern auf den Proben. Er erweitert den Autorenbegriff zum Regisseur und bezeichnet sich selbst als Autorregisseur, welcher im Schreibprozess Künstlerinnen und Ereignisse von den Proben einfließen lässt.  </p>



<p>
Sein
kreativer Motor; ein Fragenrausch. Der Wunsch <em>„(…)
all das (zu) begreifen, erfassen (…), was in mir und um mich herum
geschieht.“</em>
(S.10)
bildet
die Grundlage für ein
neues
Drama.
Am
Beispiel von der Inszenierung
„Trust“ (UA Schaubühne Berlin 2009), eine
Arbeit mit der Choreografin Anouk van
Dijk, verdeutlicht
Richter seine Arbeitsweise mit offenen Materialsammlungen,
Szenenskizzen, Essays und vieles mehr. Vier Tänzerinnen, fünf
Schauspielerinnen und ein Musiker begeben sich mit van Dijk und
Richter auf die Suche nach Vertrauen. Dem Vertrauen zwischen Bürger
und den staatlichen Institutionen.
Abhandengekommendes
Vertrauen in Beziehungen und der Frage, <em>„Was
bedeutet es für das Leben des Einzelnen, (…) wenn sich niemand
mehr auf irgendwas, auf irgendwen verlassen kann?“</em>
(S.14) Neben
Text erkunden die Künstler van Dijk und Richter den menschlichen
Körper, wie begegnen sich Körper ohne Vertrauen? <em>„Wie
agieren und bewegen sich erschöpfte Menschen in einem hochkomplexem
störanfälligen System (&#8230;)“ </em>(S.15)</p>



<p> Richters Vorlesungen, die seinen Schaffensprozess aufzeichnen, sind nicht nur interessant für <em>Falk-Richter-Liebhaber</em>, sondern auch für junge Regisseurinnen oder Dramatikerinnen, die einen verständlichen und umfassenden Einblick in seine Arbeitsweise bekommen möchten. Auch seine Sprache bleibt im Verlauf verständlich, leserfreundlich und hat einen poetischen Charakter. Richter drückt sich dennoch klar und detailliert aus, was dafür sorgt, dass <em>>>Disconnected&lt;&lt; </em>ein pures Lesevergnügen ist.  </p>



<p>
<strong>Falk
Richter</strong><strong>: </strong><em><strong>&gt;&gt;</strong></em><em><strong>Di</strong></em><em><strong>sconnected.
Theater Tanz Politik</strong></em><em><strong>&lt;&lt;</strong></em><em>,
</em>(Hrsg.
Johannes Birgfeld), erschienen
am 25.10.2018 im Alexander Verlag Berlin. Kosten: 16,00 Euro,
<a href="https://www.alexander-verlag.com/programm/titel/413-disconnected.html">https://www.alexander-verlag.com/programm/titel/413-disconnected.html</a>

</p>
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