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	<title>Depression &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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		<title>Notizen aus der Anstalt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Oct 2018 15:30:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
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<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Schriftsteller Thomas Melle erzählt in seinem autobiografischen Werk <i>&gt;&gt;Die Welt im Rücken&lt;&lt;</i> von seiner manisch-depressiven Erkrankung und von dem Zusammenstoß von sich und der Welt.</span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Neuronen explodieren in Thomas Melles Kopf, während er Thomas Bernhard im McDonald‘s am Wuppertaler S-Bahnhof sieht, oder als Björk in einer Bar gleich nebenan nur für ihn singt. Im Rausch seiner paranoiden Schizophrenie gefangen, durchquert er im Höhenflug unterschiedliche Orte und hat mit Prominenten, wie Madonna Sex. Was für einige seiner Mitmenschen unerreichbar scheint, erlangt der deutsche Schriftsteller Thomas Melle in nur einigen Stunden oder Minuten. Durch sein intensives und extremes Gefühlsleben steigt der Autor bis zum Messias auf, erlebt die abenteuerliche Welt voller Farben und nur für ihn zu entschlüsselnde Chiffren. In seiner manischen Phase erscheint alles möglich und er ist immer nur einen Schritt bis zur völligen Selbstzerstörung entfernt. Nach dem Höhenflug, kommt die Depression und Melle findet sich in einer Psychiatrie wieder, oder wie er es nennt, <i>&gt;&gt;ein Sammelsurium von Fehlexemplaren&lt;&lt;</i>. Dort erfährt der Autor von seiner Bipolarität, von der Disposition im Gehirn, die dafür sorgt, dass seine Persönlichkeitstruktur über manisch-depressive Eigenschaften verfügt. Immer wieder heißt es nun für ihn, Achterbahn fahren. Größenwahn, Zusammenbruch, Wiederherstellen.</span></span></p>




<blockquote>


<p style="text-align: right;" align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Etwas stimmte also nicht. Ich meinte: mit der Welt. Er meinte natürlich mit mir.</span></span></p>


</blockquote>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">Mit poetischer Authentizität beschreibt der Autor Thomas Melle in <i>&gt;&gt;Die Welt im Rücken&lt;&lt;</i> (erschienen im rororo Taschenbuchverlag am 20.2.2018) auf 352 Seiten seine manisch-depressiven Schübe und sein Gefühl von toter Materie, <i>&gt;&gt;Ich sitze da. Ich bin nichts. Etwas sitzt da und ist nicht mehr.&lt;&lt;</i> (S.115) Sein Krankheitsbericht ist in vielerlei Hinsicht sprachlich gewaltig. Mal wütend, voller Adrenalin und dann verletzend und voller Tiefe; <i>&gt;&gt;Jeder Tod, den ich sterbe, ist ein weiterer Verrat an der Wahrheit.&lt;&lt;</i> (S.27) Die Sprache in <i>&gt;&gt;Die Welt im Rücken&lt;&lt; </i>passt sich den Stimmungen von Melle an, versucht Gedanken festzuhalten und Geschehenes zu rekonstruieren. Sein Bericht erzählt detailliert von der Zerbrechlichkeit des Seins, das heißt von der prekären Persönlichkeitsstruktur bei manisch-depressiv Erkrankten. <i>&gt;&gt; (…) das Leben des Depressiven, das Leben des Manikers und das Leben des zwischenzeitlich Geheilten. Letzterem ist nicht zugänglich, was seine Vorgänger taten, ließen und dachten&lt;&lt; </i>(S.111) Melles Notizen und Erfahrungsberichte aus psychiatrischen Anstalten sind theoretisch unterwandert und lockern mit Zynismus die trostlose und angespannte Atmosphäre auf, <i>&gt;&gt; Und hören Sie Stimmen? – Was? – Stimmen? Hören Sie? – Ja, Ihre. Ganz deutlich. – Das meine ich nicht. Andere Stimmen?&lt;&lt;</i> (S.22) und verschaffen den Lesern nicht nur einen Einblick in das tragische Krankheitsbild, eins an Bipolarität erkrankten Mannes, sondern auch in die Kulturszene, in der Thomas Melle zu Hause ist. </span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;">So gesehen, ist Melles Werk <i>&gt;&gt;Die Welt im Rücken&lt;&lt; </i>auch ein <em>Kultroman</em>, in dem der Schriftsteller die Kulturszene des 20. Jahrhunderts nachzeichnet. Er spricht nicht nur von der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Künstler*innen, wie Jule Böwe, sondern auch von Moden, wie der <i>&gt;&gt;Pollesch-Sprech&lt;&lt;. </i>So gelungen das autobiografische Werk <i>&gt;&gt;Die Welt im Rücken&lt;&lt; </i>auch sein mag, ist es dennoch mit seinen fast 400 Seiten etwas zu lang. Die Schilderung von drei aufeinanderfolgenden Episoden der Bipolarität zieht sich etwas, unter anderem auch weil Verhaltensweisen und Erlebnisse sich wiederholen. Komprimierter wäre <i>&gt;&gt;Die Welt im Rücken&lt;&lt;</i> etwas weiter von einem poetischen Krankheitsbericht entfernt und näher an einem autobiografischen <em>Kultroman</em>.
</span></span></p>




<p align="justify"><span style="font-family: Ubuntu;"><span style="font-size: small;"><b>Thomas Melle</b><b>: </b><b>&gt;&gt;</b><b>Die Welt im Rücken</b><b>&lt;&lt;</b><i>, </i>erschienen am 20.2.2018 im rororo Taschenbuch (Rowohlt Verlag) Reinbek. Kosten: 9, 99 Euro, <a href="https://www.rowohlt.de/taschenbuch/thomas-melle-die-welt-im-ruecken.html">https://www.rowohlt.de/taschenbuch/thomas-melle-die-welt-im-ruecken.html</a> </span></span></p>

]]&gt;		</p>
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		<title>Herzlich Willkommen in der Irrenanstalt im Innenleben von Sarah Kane</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jan 2014 13:58:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[4.48 Psychose]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Smeja]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahnsinn]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA[<b>4.48 Psychose</b>,<b> </b>das letzte Werk von Sarah Kane, feierte am 18.1.2014 unter der Regie von Alexander Smeja mit seinem Theaterkollektiv <i>Spin off </i>eine wahnwitzige und zugleich gefühlsbetonte Premiere.
<i>„Sie haben doch Freunde – Sie haben doch sehr viele Freunde – was geben Sie Ihren Freunden, dass sie so hilfsbereit sind.“</i>, sagen immer wieder die Darstellerinnen zu einzelnen Zuschauern im Vorraum und drängen sie damit im penetranten Stil in die Ecke. Die Darstellerinnen verfolgen einen schlichtweg mit ihrem Wahnsinn und lassen den Rezipienten zweifeln: Bin ich wirklich im Theater oder ist das hier eine Irrenanstalt?
Die fünf seltsamen Damen (Alexandra Peschke, Carine Lin-Kwang, Daniela Kaschinski, Katrin Wendrich und Sarah Scholl), die den Wahnsinn in sich tragen, trifft man schließlich auf der Bühne wieder. Alle fünf sprechen simultan und dann in einem durcheinander Textauszüge von <b>4.48 Psychose</b>: <i>„Ich bin traurig/ Ich hab das Gefühl, die Zukunft ist hoffnungslos, und es wird nie besser/ Ich langweile mich und bin unzufrieden mit allem/ Ich bin ein absoluter Versager als Mensch/ Ich bin schuldig, ich werde bestraft/ Ich möchte mich umbringen“</i>.  Das sind Ängste und Gedanken, die das Stück von einer depressiven und suizidalen Persönlichkeit, die mit Sarah Kane gleichgesetzt werden kann, offenbart. <b>4.48 Psychose </b>beschreibt die Uhrzeit der absoluten Psychose beziehungsweise die letzte depressive Phase. Die depressive Persönlichkeit plant sich genau um 4.48 Uhr mit einer Überdosis, aufgeschnittenen Pulsadern und durch erhängen zu suizidieren. Der geäußerte Wunsch nach dem Suizid wird mit Zirkusmusik unterbrochen und der Zuschauer findet sich anschließend in einer Psychiatrie mit durchgeknallten Ärztinnen wieder.
<a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/01/4-48psychose_ensemble-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-260" alt="4.48Psychose_Ensemble" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/01/4-48psychose_ensemble-1.jpg" width="300" height="199" /></a>
Immer wieder werden melancholische Szenen durch absurde Musikeinschübe oder humorvolle Texteinlagen unterbrochen, sodass die ernsthaften Themen Depression und Suizid aufgelockert werden. Obwohl diese absurden Einschübe vorhanden sind, ist das Stück von gefühlsbetonten Momenten geprägt, wie beispielsweise der <i>Fuck-You-Monolog </i>oder das Gespräch zwischen verzweifelter Ärztin und Patientin<i>. </i>
Die Schauspielerinnen schlüpfen an diesem Abend problemlos in diverse Rollen, wie Ärztin, Patientin, Psychotikerin, Liebende oder Wahnsinnige. Und schaffen es den Zuschauer mit den gelungenen Darstellungen von Psychose, Euphorie und Trauer in die wirre Gefühlswelt von Psychotikern mitzureißen.
<b>4.48 Psychose </b>unter der Regie von Alexander Smeja mit seinem Theaterkollektiv <i>Spin off </i>ist eine wirklich gelungene und sehenswerte Inszenierung mit einem hohen Gehalt an Authentizität und zugleich Absurdität. Glückwunsch!
<b><span style="text-decoration:underline;">Theaterfabrik Düsseldorf</span></b>: Fr. 14.3., 20 Uhr | So. 16.3., 20h
<i>Karten unter (0211) 158 99 33 oder <a href="mailto:info@theaterfabrik.org">info@theaterfabrik.org</a> </i>]]&gt;		</p>
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