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	<title>Caligula &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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	<description>News aus Kultur und Politik</description>
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	<title>Caligula &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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		<title>Düsseldorf bringt Kultur auf den Asphalt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Aug 2014 20:49:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ASPHALT – Sommerfestival für Theater und Musik in Düsseldorf]]></category>
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<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Das Düsseldorfer Sommerfestival für Theater und Musik hat auch in diesem Jahr wieder während der kulturarmen Sommerzeit (8.-17. Aug. 2014) außergewöhnliche Räume der Stadt Düsseldorf für Künstler*innen geöffnet, um urbane Strukturen, Gebäude und sonderbare Plätze in ein unkonventionelles Licht zu setzten und wieder mit Leben zu füllen. So wurden neben der Sky-Lounge im GAP 15, diverse Büdchen in Düsseldorf sowie die ehemalige Brot- und Farbfabrik zu zentralen Schauplätzen des <b>ASPHALT</b>-Festivals. Damit versuchten die Initiatoren und Leiter Bojan Vuleti<span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;">ć</span> (Komponist) und Christof Seeger-Zurmühlen (Regisseur) in diesem Jahr das Leitmotiv des Festivals – besondere Räume für Künstler*innen öffnen und somit die Kultur auf den Asphalt der Düsseldorfer Straßen bringen, direkt vor die Haustür der Bürger*innen – von neuem umzusetzen. Das 10-tägige Festival realisierte mit lokalen, überregionalen und internationalen Künstlern diverse Theater-, Musik-, Tanz-, Kunst- und Literaturveranstaltungen. </span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Als Auftakt Veranstaltung präsentierte <b>ASPHALT</b> in den alten Farbwerken <b>„Preparatio Mortis“</b> eine zeitgenössische Tanzaufführung von Jan Fabre, die ihre Uraufführung 2005 beim Avignon Festival hatte. Jan Fabre übersetzt in <b>„Preparatio Mortis“</b><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"> das Paradoxe-Verhältnis von Leben und Tod in eine mitfühlende Poesie des Tanzes. Und veranlasst somit den Zuschauer sich mit seiner eigenen Sterblichkeit, der Vergänglichkeit und der Lust am Leben im Sinne der barocker Motive zu befassen. Allgemein gilt Jan Fabre nicht nur als extrem wandlungsfähiger Künstler, sondern wie </span><b>„Preparatio Mortis“</b><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"> zeigt, sind seine Produktionen von schlichter atemberaubender Schönheit geprägt, die sich meist Radikalen- oder Tabuthemen zuwenden. Auch die Orgelmusik von Bernard Foccroulle unterstützt mit seinen musikalischen Klängen die barocken Topoi und unterstreicht die Bewegungen der französischen Tänzerin Annabelle Chabon.</span> <span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;">Ein weiteres Highlight stellte die inszenierte Stadtführung des Theaterkollektivs per.Vers. </span><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><b>„Ode an das Büdchen“</b></span><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"> dar. In dieser Theaterrally konnten die Besucher das Büdchen als interkulturelle Begegnungsstätte beziehungsweise als Ort des Austauschs und der Kommunikation erfahren, die nun durch soziale Netzwerke und durch die anonymen Einkaufsmöglichkeiten zu verschwinden droht.</span></span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/asphalt-ode_an_das_buedchen-foto-asphalt_festival_duesseldorf-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-medium wp-image-322" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/asphalt-ode_an_das_buedchen-foto-asphalt_festival_duesseldorf-1.jpg?w=300" alt="ASPHALT-Ode_an_das_Buedchen-foto-ASPHALT_Festival_Duesseldorf" width="300" height="215" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/asphalt-ode_an_das_buedchen-foto-asphalt_festival_duesseldorf-1.jpg 3150w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/asphalt-ode_an_das_buedchen-foto-asphalt_festival_duesseldorf-1-300x216.jpg 300w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/asphalt-ode_an_das_buedchen-foto-asphalt_festival_duesseldorf-1-768x553.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/asphalt-ode_an_das_buedchen-foto-asphalt_festival_duesseldorf-1-1024x737.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/asphalt-ode_an_das_buedchen-foto-asphalt_festival_duesseldorf-1-350x252.jpg 350w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;">Und wer sich dadurch nicht erfreuen konnte, hatte dazu die Gelegenheit beim atemberaubenden Gastspiel </span><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><b>„Caligula“</b></span><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"> von dem Bochumer Off-Theater Rottstraße 5. In dieser Inszenierung bringt Marco </span><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;">Massafra (Regie + Text) nicht nur einen Klassiker von Albert Camus in seiner ganzen Größe zum Ausdruck, sondern überträgt ihn auch in unsere Zeit, in der adrett gekleidete Staatschefs mit ihren Vertrauten in Büros sitzen und über Leben und Tod sowie &#8218;Staatsgelder&#8216; entscheiden dürfen. Wodurch Caligula, der versuchte das Absurde mit logischen Denken zu überwinden, im Gegensatz zu anderen gegenwärtigen Staatsherren oder Staatsdamen gar nicht so verrückt zu sein scheint. Aber in dieser Inszenierung zeigt Massafra den wahnwitzigen Kaiser auch von einer ganz anderen Seite; nachdenklich, philosophisch und mit Genialität behaftet. Ganz nach dem Worten des Autors Camus, lässt Massafra </span><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><b>„Caligula“ </b></span><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;">als „the tragedy of the intelligence“ aufführen. </span></span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;">Fast mit denselben Motiven, wie in Camus </span><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><b>„Caligula“</b></span><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"> befasst sich die zeitgenössische Tanzaufführung </span><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><b>„Collateral Damage“</b></span><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"> von den Choreografen und Tänzern Marcus Grolle, Morgan Nardi und Nora Pfahl, welche die Reihe </span><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><b>Asphalt tanzt!</b></span><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"> fortsetzt hat. Das Tanzstück thematisiert moralische Defekte, das Streben nach unbedingten Erfolg und die Unvereinbarkeit von Ehrgeiz und Liebe, Glück und Gerechtigkeit, sprich talentierten Aufsteigern und skrupellosen Karrieristen, die vor nichts zurückschrecken. </span></span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;">Natürlich hatte das </span><b>ASPHALT – Sommerfestival </b>noch unglaublich viele andere wunderbare Künstler*innen im Angebot und ich denke, dass das Festival seinem Ziel neue Strukturen für die Kulturlandschaft Düsseldorf zu öffnen, deutlich näher gebracht hat. Chapeau! Ich freue mich aufs nächste Jahr!</span></span></p>




<p align="JUSTIFY"><a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/lg-srgb-asphalt2014-1024x180px-1.jpg"><img decoding="async" class="aligncenter size-medium wp-image-323" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/lg-srgb-asphalt2014-1024x180px-1.jpg?w=300" alt="lg-sRGB-ASPHALT2014-1024x180px" width="300" height="52" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/lg-srgb-asphalt2014-1024x180px-1.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/lg-srgb-asphalt2014-1024x180px-1-300x53.jpg 300w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/lg-srgb-asphalt2014-1024x180px-1-768x135.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/lg-srgb-asphalt2014-1024x180px-1-350x62.jpg 350w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>




<p align="JUSTIFY">[embed]https://www.youtube.com/watch?v=7ykmXAvJwW8[/embed]</p>




<p align="JUSTIFY">http://www.asphalt-festival.de/2014/idee.htm</p>

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		<title>Caligula – the tragedy of the intelligence</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Aug 2014 09:04:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
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<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">ASPHALT holt Marco Massafras „Caligula“ am 10.8. in die alten Farbwerke und zeigt dem Düsseldorfer Publikum, dass man für eine grandiose Inszenierung eines Klassikers kein subventioniertes Stadttheater braucht.</span></span></p>



<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Mitten in den Ruinen Roms liegt das modern ausgestattete Büro des neuen Kaisers Caligula (Martin Bretschneider), in dem der Cäsar mit seinen Senatoren das Imperium Rom mit seinen Bürgern verwaltet. Cherea (Marco Massafra) tritt als erster auf und schaltet Licht, Rechner und Kaffeemaschine ein. Schließlich muss alles vorbereitet sein, wenn der Kaiser wieder auftaucht. Dieser ist nach dem Tod seiner Cousine Drusilla unauffindbar. Scipio (Bernhard Schmidt-Hackenberg), der mit einer Lorbeerpflanze zur Kaffeemaschine schreitet, wundert sich auch über das Verschwinden des neuen Cäsaren und diskutiert mit Cherea über die wahren Gründe für Caligulas Abwesenheit. Erst als Helicon (Damir Avdie), der dritte Senator Liebestrauer als rührenden Grund für Caligulas Verschwinden aufführt, kommt etwas mehr Licht in das Verhältnis zwischen Drusilla und dem Kaiser. Caligula war in Drusilla verliebt und sie befanden sich in einer inzestuösen Liebesbeziehung.</span></span></p>



<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Nun ist Helicon alleine im Büro. Caligula tappt völlig durchnässt und verärgert zu ihm und spricht davon den Mond gesucht zu haben, weil er diesen doch gerne haben möchte. Helicon versteht den Kaiser nicht wirklich und fragt nach: „Den Mond hast Du gesucht?“, „Ja!“, versicherte ihn Caligula, „den Mond. Ich möchte das Unmögliche haben, weil diese Welt, so wie sie ist, nicht zu ertragen ist. Darum brauche ich den Mond, oder das Glück oder die Unsterblichkeit, etwas, was unsinnig sein mag, was aber nicht von dieser Welt ist“. Durch den Tod seiner Geliebten Drusilla offenbarte sich Caligula, dass Menschen sterben und nicht glücklich sind. „Die Menschen leben in der Lüge und ich möchte in der Wahrheit leben“, sagt Caligula zu Helicon. Deswegen wünscht Caligula sich das Unmögliche und versucht somit die Absurdität des Daseins bis zum Äußersten zu treiben, in dem er &#8218;den Lauf der Dinge&#8216; ändert, um zu beweisen, dass er frei ist. Sprich er lässt die Sonne im Osten untergehen. </span></span></p>



<p align="JUSTIFY"><a href="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/caligula-1.jpg"><img decoding="async" class="aligncenter size-medium wp-image-315" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/caligula-1.jpg?w=200" alt="Caligula" width="200" height="300" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/caligula-1.jpg 640w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2014/08/caligula-1-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">In der Betriebsbesprechung verkündet Caligula den Senatoren Cherea, Scipio, Caesonia (Lisa Balzer) und Helicon sein Vorgehen. Um das Unmögliche möglich zu machen, müssen erst mal alle Bürger Roms ihr Erbe an den Staat abtreten. Und von nun an entscheidet Gaius, wer leben darf oder sterben muss.</span></span></p>



<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Das ist der Beginn des wahnwitzigen Caligula, der jetzt zu jederzeit zufrieden gestellt werden muss, weil es ansonsten Tote gibt. Doch leider hat der Cäsar vergessen, dass man nicht alle Menschen zerstören kann, ohne sich selbst zu zerstören.</span></span></p>



<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Massafra hat mit seiner „Caligula“-Inszenierung nicht nur einen Klassiker von Albert Camus in seiner ganzen Größe zum Ausdruck gebracht, sondern ihn auch in unsere Zeit übertragen, in der adrett gekleidete Staatschefs mit ihren Vertrauten in Büros sitzen und über Leben und Tod sowie &#8218;Staatsgelder&#8216; entscheiden dürfen. Wodurch Caligula, der versuchte das Absurde mit logischen Denken zu überwinden, im Gegensatz zu anderen gegenwärtigen Staatsherren oder Staatsdamen gar nicht so verrückt zu sein scheint. Caligula – verkörpert durch den hervorragenden Schauspieler Martin Bretschneider – schikanierte seine Senatoren zutiefst zynisch, sarkastisch und außerordentlich humorvoll. Dies vor allem in der „Poetry-Slam-Szene“. Dort sollten Caligulas Senatoren in kürzester Zeit etwas über den Tod dichten, um ihn zu unterhalten. </span></span>– <span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Einfach fantastisch! Aber in dieser Inszenierung zeigt sich der Kaiser auch von einer ganz anderen Seite; nachdenklich, philosophisch und mit Genialität behaftet. Ganz nach dem Worten des Autors Camus, lässt Massafra „Caligula“ als „the tragedy of the intelligence“ spielen. Natürlich gebührt auch den anderen Schauspieler*innen ein großer Applaus für ihre sensationelle schauspielerische Leistung. Gemeinsam tragen alle dazu bei, dass es das Werk eines ganz großen Theaters ist! </span></span></p>



<p align="JUSTIFY">„<span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><b>Caligula“</b> als Gastspiel beim <span style="font-size:small;"><b>ASPHALT – Sommerfestival für Theater und Musik in Düsseldorf (8.-17. Aug. 2014) </b></span><span style="font-size:small;">| Düsseldorf (Alte Farbwerke, Halle 21) | 10.8. | 20 Uhr<span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> |</span></span> http://www.asphalt-festival.de/2014/programm/caligula.htm<span style="font-family:Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> | </span></span></span>Noch zu sehen auf der <b>Rottstraße 5</b>: http://www.rottstr5-theater.de/ <br /></span></span></p>

]]&gt;		</p>
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