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	<title>Notice &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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	<title>Notice &#8211; FreiGeist-Magzine</title>
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		<title>Expressionisten zeigen Abstraktes in Potsdam</title>
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		<dc:creator><![CDATA[SabineSchmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2022 18:54:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Ausstellung „Internationale Abstraktion nach 1945“ knallt mit voller Wucht in unsere jetzige Zeit. Kurator Daniel Zamani hat 2018 mit der Planung begonnen. Zu sehen im Potsdamer Museum Baberini ist sie bis Ende September 2022.]]></description>
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<p>Form der Freiheit</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="481" data-id="2878" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-1024x481.jpg" alt="" class="wp-image-2878" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-1024x481.jpg 1024w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-500x235.jpg 500w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-350x164.jpg 350w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-768x360.jpg 768w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-360x169.jpg 360w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-1536x721.jpg 1536w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-2048x961.jpg 2048w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-390x183.jpg 390w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-130x61.jpg 130w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2022/06/VB_6142_2-9-650x305.jpg 650w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: David von Becker</figcaption></figure>
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<p>Die Ausstellung „Internationale Abstraktion nach 1945“ knallt mit voller Wucht in unsere jetzige Zeit. Kurator Daniel Zamani hat 2018 mit der Planung begonnen. Zu sehen im Potsdamer Museum Baberini ist sie bis Ende September 2022.</p>



<p>Berlin · „Gut Ding will Weile haben“, sagte einst der Dichter Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen im 17. Jahrhundert, und da mag er wohl recht haben. Die derzeitige Sonderausstellung „Internationale Abstraktion nach 1945“ vom jungen Kurator Daniel Zamani hat ihre Planungsphase in der guten alten Zeit von 2018 begonnen. 2018 ein vergangenes Sehnsuchtsjahr, wo Corona als Bier oder schrullige Eurodance-Band bekannt war und vor allem ohne einen Krieg in Europa.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ausstellung zeigt transatlantisches Wechselspiel</strong></h5>



<p>Das intendierte Bestreben des Kurators Zamani ist nicht nur der Versuch eines transatlantischen Dialogs von Mitte der 40-iger Jahre bis zum Ende des Kalten Krieges, sondern ebenfalls ein Wechselspiel der universellen Bildsprache der abstrakten Expressionisten des freiheitlichen Westens in Abgrenzung vom sozialistischen Realismus der DDR – die internationale Ausstellung im <a href="https://freigeist-magzine.de/2018/07/08/gerhard-richter-abstraktion/" data-type="post" data-id="1738">Hause Baberini</a> ist sozusagen in die Zeit gefallen.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>50 Künstler:innen begeben sich auf existentielle Sinnsuche</strong></h5>



<p>In den rund 100 Arbeiten begeben sich über 50 renommierten Künstler:innen auf eine existentielle Sinnsuche. Sie vollziehen einen starken Wendepunkt in der Malerei, in dem sie das realistische Abbilden verwerfen und Platz machen für einen expressiven Umgang mit Form, Farbe und Material. Die bloße Geste mit dem Pinsel wird bei den abstrakten Expressionisten zu einem Ausdruck von individueller Freiheit. Große Bildformate schaffen einen meditativen Raum und bringen den Betrachter in die Situation, sich mit seinem Sein und seinem Unterbewussten auseinanderzusetzen.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Besonders der Einfluss der Malerinnen wird hervorgehoben&nbsp;− Hedda Sterne eröffnet die Kuration</strong></h5>



<p>Die Ausstellung „Internationale Abstraktion nach 1945“ hebt besonders den Einfluss der Malerinnen aus der Nachkriegszeit hervor; wie Hedda Sterne, Joan Mitchell, Judith Reigl oder Lee Krasner. Sie eröffnet mit dem Werk „N.Y. #7“ (Leihgabe vom Museum of Modern Arts) von Hedda Sterne aus 1954. Sterne, eine Exil-Künstlerin jüdisch-rumänischer Abstammung, war eine von wenigen Malerinnen, die sich im männerdominierenden Kunstbetrieb in den USA behaupten konnte. In ihrer Werkserie „N.Y.“ drückt sie ihre Begeisterung für ihr neues Heimatland USA aus.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Starke Farben, Farbspritzer, Schlieren dominieren in den Arbeiten</strong></h5>



<p>Während Besucher noch meinen, in Sternes Werken Abbilder hineinlesen zu können, sieht es bei den Arbeiten von Norman Bluhm („Blaue Klinge“, 1961 oder „Weißes Licht“, 1958), Lee Krasner („Durch Blau“, 1963) oder ihrem Mann <a href="https://freigeist-magzine.de/2013/09/23/horma-houellebecqs-leichenteile-sehen-aus-wie-ein-gemalde-von-pollock/" data-type="post" data-id="166">Jackson Pollock</a> („Verzauberter Wald“, 1947) anders aus. Hier dominieren starke Farben, Farbspritzer, Schlieren und Komposition; dadurch erreichen die Bilder einen Puls und wirken dynamisch. Kunstwerke, die weiter in die Zeit gehen, verlieren an Bildnamen. Damit möchten ihre Künstler ihre gewonnene Ausdrucksfreiheit an die Betrachter weitergeben.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Kein Verweis auf Ding-Welten&nbsp;− Ad Reinhardt macht es vor</strong></h5>



<p>Abstrakte Expressionisten verweisen auf keine Ding-Welten mehr, sondern ermöglichen eine demokratische Kunstform, in dem sie dem Betrachter die individuelle Freiheit der eigenen Interpretation ermöglichen. Was so vielversprechend klingt, ist in der Praxis weniger der Fall.&nbsp; Spätestens bei Arbeiten von Ad Reinhardt oder Morris Louis („Saf Heh“, 1959), verzweifeln selbst Kunstkenner. Reinhardts „Schwarz auf Schwarz Nr.8“ zeigt auf faszinierender Art die höchste Form von abstrakter Malerei.</p>



<p>In seiner Serie „Black Paintings“ reduziert er die Werke auf die Farbe Schwarz. Er versucht dadurch den Bildern jede Form von künstlerischen Emotionen oder Meinungen zu nehmen. Der Betrachter wird bei Reinhard gerade zu gezwungen, sich mit sich selbst zu beschäftigen.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Kunstliebhabern wird die Ausstellung ans Herz gelegt</strong></h5>



<p>„Die Leinwand als Bühne, auf der sich kreative Köpfe frei und spontan entfalten können.“, ein Text, der den Anfang der Ausstellung schmückt und geradezu einlädt, die Ausstellung „Internationale Abstraktion nach 1945“ zu besuchen. Kunstliebhabern kann sie nur ans Herz gelegt werden, weil die Sammlung von Hasso Plattner um Leihgaben von mehr als 30 internationalen Museen und Privatsammlungen ergänzt wurde. Ferner haben Besucher die Möglichkeit, neben der Sonderausstellung „Internationale Abstraktion nach 1945“, sich die größte Monet-Sammlung außerhalb Frankreichs anzuschauen.</p>



<p></p>



<div class="wp-block-group is-layout-flex wp-block-group-is-layout-flex">
<p>Museum Baberini in Potsdam, „Internationale Abstraktion nach 1945“ läuft bis zum 25. September 2022. Tickets sind ermäßigt ab 10 Euro und regulär ab 16 Euro vor Ort oder im online Shop zu erwerben.</p>
</div>
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		<title>FOR THE DISCONNECTED CHILD – Eine Hommage an das „Andere-Selbst“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jul 2013 17:36:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Notice]]></category>
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<p><iframe title="»For the Disconnected Child« Trailer der Schaubühne Berlin" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Sg5Dhkr3Gfo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<blockquote>
<p><!--[CDATA[








<p align="JUSTIFY"]]--><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Wonach suchst Du? Hat Deine Suche überhaupt mal ein Ende? – Nähe? Zu abstrakt! Hey! Geh nicht weg! Bleib, bitte! – Tut mir Leid, Sie sind unvermittelbar. </span></p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;">
</p><p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">In Falk Richters neuen Projekt <b>FOR THE DISCONNECTED CHILD </b>geht es um den Wunsch nach Nähe, Zuneigung und diese zulassen zu können. – Begegnung, Verbindung, Auflösung. – Die Disziplinargesellschaft wird zur Leistungsgesellschaft und das nach Nähe suchende Subjekt verfällt einem Optimierungszwang. Selbstoptimierung. Beziehungsoptimierung. Der Mensch unterliegt einer Narzissifizierung seines Selbst. Der Andere verschwindet, weil das Selbst die Andersartigkeit des Anderen nicht mehr wahrnimmt. Das narzisstische Selbst beginnt in dieser kapitalistischen Leistungsgesellschaft sich selbst auszubeuten. Ist ja auch viel produktiver als Fremdausbeutung. Die ständige Selbstoptimierung verläuft köhärent mit einer Selbstausbeutung, wodurch das Gehorsamsubjekt nun zum leistungsorientierten „Homo oeconomicus“ wird. </span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Wir sind am Ende der Liebe angekommen. Menschen können nicht mehr Bindungen eingehen, haben Angst vor Nähe und gleichzeitig Furcht vor der Einsamkeit. Das Zeitalter der neuen Technologien ermöglicht diverse Verbindungen mit einer unglaublichen Distanz, das heißt Beziehungen werden nicht mehr nah erfahren. Die Nähe als solche verschwindet. Die Bindungsfähigkeit des Menschen ist gestört, DISCONNECTED. Genau wie in der Psychologie: Disconnected Kinds. Autistische oder an ADHS erkrankte Kinder suche die Nähe zu ihrer Mutter. Voller Verlangen versuchen sie Vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen mit der latenten Gewissheit, dass man Menschen nicht trauen kann. Vertrauen wird zur Herausforderung. Bindungsfähigkeit zu einem unerfüllbaren Wunsch. – MAMA! MAMA? HÖRST DU MICH? – Genau wie diese Kinder, sind die Menschen in Falk Richters Projekt <b>FOR THE DISCONNECTED CHILD.</b> Rastlos suchende Menschen nach Bindungen in einer Welt voller Möglichkeiten. Unfähig sich einzulassen, wie Peter Tschaikowskis Eugen Onegin. Ein freiheitsliebender Dandy, der Tatjanas gestandene Liebe dankend zurückweist. Eugen möchte seine Freiheit nicht für eine „wahrscheinlich lebenslange“ Bindung opfern. Falk Richter bettet diese Opernhandlung in sein Stück ein und lässt seine Figuren auf „Eugen Onegin“ blicken. Die Darsteller*innen (Franz Hartwig, Ursina Lardi, Stefan Stern, Tilman Strauß, Luise Wolfram) halten wie Eugen an ihrer selbst geschaffenen Freiheit fest. – Wenn eine selbstgeschaffene Freiheit zum Zwang wird, ist mensch dann noch frei? Oder unterliegt das von sich selbst entworfene Projekt „freier Mensch“ neoliberalen Zwangsstrukturen? – Liebe und der neoliberale Markt fusionieren miteinander. Der Arbeitsmarkt wird emotionalisiert und die zwischenmenschliche Beziehungen werden optimiert. Den optimalen Partner lernen wir heutzutage auf Dating- und Partnersuchwebseits kennen. Die Sprache verliert an Bedeutung, weil das Jargon des neoliberalen Marktes mit dem der Liebe zusammenfällt. Die Sprache tritt in den Hintergrund und der Klang wird zum zentralen Stilelement des Stücks <b>FOR THE DISCONNECTED CHILD</b>.</span></p>
<figure id="attachment_143" aria-describedby="caption-attachment-143" style="width: 305px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-143" src="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/07/helgihrafnjatildesup3nsson_fotoarnodeclair-1-681x1024.jpg" alt="helgihrafnjatildesup3nsson_fotoarnodeclair" width="305" height="459" srcset="https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/07/helgihrafnjatildesup3nsson_fotoarnodeclair-1-681x1024.jpg 681w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/07/helgihrafnjatildesup3nsson_fotoarnodeclair-1-200x300.jpg 200w, https://freigeist-magzine.de/wp-content/uploads/2013/07/helgihrafnjatildesup3nsson_fotoarnodeclair-1-768x1154.jpg 768w" sizes="(max-width: 305px) 100vw, 305px" /><figcaption id="caption-attachment-143" class="wp-caption-text">Helgi Jonsson, Foto: Arno Declair.</figcaption></figure>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Sieben Komponisten (Malte Beckenbach, Achim Bornhoeft, Oliver Frick, Helgi Hrafn J<span style="font-family: Arial, sans-serif;">ónsson, Jan Kopp, Jörg Mainker, Oliver Prechtl) vertonen Texte von Falk Richter oder &#8218;</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">kreieren eigene Kompositionen&#8216;</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">. Vier Sänger (</span>Helgi Hrafn J<span style="font-family: Arial, sans-serif;">ónsson, Borjana Mateewa, Gyula Orendt, Maraike Schröter) mit ergreifenden Stimmen schaffen es die Zuschauer*innen in ihrem Bann zu ziehen, sei es Melancholie oder sprühender Zynismus. So sorgt die Sopranistin Maraike Schröter für unglaublich viel Witz als sie die 12. Komposition &gt;&gt;Hör auf zu weinen&lt;&lt; singt. Die 12. Szene erinnert an eine Textszene von Falk Richters Inszenierung „Rausch“: „Bist du gut angekommen?“. Menschen, die Falk Richters Stücke kennen, werden feststellen, dass </span><b>FOR THE DISCONNECTED CHILD</b> ein Remix aus neuen und alten Schriften des Autors Richters ist. Besonderes viel Lob für seine atemberaubende Gesangsleistung bekommt Helgi Hrafn J<span style="font-family: Arial, sans-serif;">ónsson, der nicht nur eine begnadete Stimme hat, die zu Tränen rührt, sondern auch instrumental den Saal mit den passenden Klängen füllt.</span></span></p>
<div class="mceTemp">&nbsp;</div>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><b>FOR THE DISCONNECTED CHILD </b></span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">von Falk Richter ist eine einzigartige Aufführung, wo Text, Klang, Gesang und Tanz (Steven Michel, Franz Rogowski, Jorijn Vriesendorp) auf höchsten künstlerischen Niveau aufeinandertreffen. Die Zuschauer*innen bekommen einen facettenreichen Einblick (unterstützt durch das Bühnenbild von Katrin Hoffmann) in die Menschen unserer kapitalistischen Leistungsgesellschaft, die versuchen nahbare Liebe zu erfahren und das „Andere-Selbst“ als Erlösung für die selbstgeschaffene „Erfolgsdepression“ zu erkennen.</span></span></p>
<p align="JUSTIFY">
</p><p align="JUSTIFY">
</p><p align="JUSTIFY"></p>
</div></div>



<p></p>



<p><strong>Sonntag, 5. April</strong><br><a href="https://www.schaubuehne.de/de/produktionen/for-the-disconnected-child.html">For the Disconnected Child</a><br>Text, Regie und Choreographie: Falk Richter</p>



<p><em>Premiere am 14.06.2013 an der Schaubühne am Lehniner Platz</em></p>



<p></p>



<p></p>



<p></p>



<p><em>(Rezension vom 5.Juli 2013)</em></p>
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